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Laupheim aus der Vogelperspektive

In welche Aufgaben und Projekte die Stadt Laupheim 2020 investieren will

Um zehn Millionen Euro schlanker fällt der städtische Haushaltsentwurf 2020 im Vergleich zum 2019er-Etat aus, gleichwohl bildet er das zweithöchste Haushaltsvolumen in der Geschichte Laupheims ab. In seiner Haushaltsrede am Montag gab Oberbürgermeister Gerold Rechle einen Überblick, wie viel Geld für welche Aufgaben und Projekte vorgesehen ist.

Ein zentrales Handlungsfeld ist die Neugestaltung der Stadtmitte. Mitte des Jahres zieht die Stadtbibliothek vom Rathaus in die König-Wilhelm-Straße 7 um.

Nachbau der Berliner Mauer steht auf Privatgrundstück

Ein oberschwäbisches Dorf hat jetzt ein Berliner „Mäuerle“

Eine kleine Version der Berliner Mauer macht seit Mitte November eine Garageneinfahrt im oberschwäbischen Alleshausen (Kreis Biberach) zum Hingucker. Unter anderem Ex-SED-Chef Walter Ulbricht (1893-19763), ein „Trabi“ und das Ost-Sandmännchen sind darauf zu sehen. Bei dem bunt bemalten Nachbau aus Gipsplatten handelt es sich um ein Geschenk für Cordula Rundel. Die 51-Jährige wurde damit von ihren Kindern und Freunden zum 30. Jubiläum ihrer Ausreise aus der DDR überrascht.

Fertiggestellt: der Spielplatz Klausenteich. Damit sei das Spielplatzentwicklungskonzept erfüllt, sagt die Stadt.

Spielplatz Klausenteich ist der Schlusspunkt

„Mit der Neugestaltung des Spielplatzes Klausenteich hat die Stadt Laupheim die Schwerpunkte des Spielplatzentwicklungskonzeptes erfüllt.“ Mit diesen Worten kommentiert die Stadtverwaltung die Fertigstellung der Spielanlage in Kleinlaupheim vor ein paar Wochen.

Ziel dieses Konzepts sei es, die Spielplätze der Stadt nicht nur zu pflegen, sondern ebenso zu erneuern und damit das Spielangebot für die jüngsten Laupheimer Einwohner „noch attraktiver zu gestalten“, wie es in der Mitteilung heißt.

 Der Laupheimer Gemeinderat hat den Bebauungsplan für das Gebiet „Am Mäuerle“ beschlossen. Damit geht ein langwieriges Verfahren

Hier entstehen jetzt gut 190 Wohneinheiten

Etwa 190 Wohneinheiten, so die jüngste Aussage der Stadtverwaltung, sollen in dem Baugebiet „Am Mäuerle“ entstehen. Schon bald kann es losgehen auf dem 5,2 Hektar großen Areal zwischen Hasenstraße und Lange Straße: Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der kommunalpolitischen Sommerpause den Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Ein langwieriges Verfahren findet damit ein Ende.

Im Frühjahr hatte die Stadt die Planunterlagen ein zweites Mal öffentlich ausgelegt.

 Attraktive Wohnlage: Beim Schloss Großlaupheim soll das Wohnquartier „Am Schlossgarten“ entstehen. Der Bebauungsplanentwurf ist

Wohngebiet nur für Gutverdiener? Beim Schloss Großlaupheim entsteht neues Quartier

Wohnen „Am Schlossgarten“: Rund 20 Bauplätze will die Stadt Laupheim östlich des Schlossguts ausweisen. Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats hat dazu mit deutlicher Stimmenmehrheit einen Bebauungsplanentwurf auf den Weg gebracht.

Erste Überlegungen, unweit des Schlosses in attraktiver Lage ein Wohnquartier zu schaffen, gab es bereits im Jahr 2013. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Areal noch im Eigentum eines privaten Investors – Clemens Graf Leutrum –, der es in Abstimmung mit der Stadt entwickeln wollte.

 Bauen für den Nachwuchs: 477 Kindergarten- und Krippenplätze wurden nach Angaben der Stadtverwaltung in den vergangenen neun Ja

Keine Atempause bei der Kinderbetreuung

Stark gefordert ist die Stadt in den vergangenen Jahren gewesen, den Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen zu decken, und der Druck hält an: Weiter steigende Geburtenzahlen und neue Baugebiete machen es notwendig, zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen. Das geht aus dem Bericht zur Kinder-betreuung hervor, der am Montag im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats vorgetragen wurde.

163 Krippenplätze gibt es momentan, 117 sind für das Kindergartenjahr 2019/2020 bereits belegt.

„Waldseer Auswärts“ kehren aus Stuttgart, München und sogar Italen eigens zur Fasnet zurück in ihre Heimatstadt.

Einen Nachmittag unterwegs mit der Gruppe „Waldseer Auswärts“

Die Waldseer Fasnet zeichnet sich im Besonderen durch die närrischen Gruppen aus, die mit ihren selbstverfassten Anekdoten und Liedern zur großen Narretei beitragen. Auch am Fasnetsmontag zogen die Gruppen wieder durch die Innenstadt – darunter auch „Waldseer Auswärts“, die heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feiern. Ein Stimmungsbild:

„Fa-Fa-Fasnetskuss“ stimmen die zehn Fasnetsfreunde an und alle Besucher im „Gasthof Kreuz“ stimmen mit ein.

 In Laupheim herrscht rege Nachfrage nach Bauland. „Am Schlossgarten will die Stadt jetzt 17 Grundstücke erschließen.

„Am Schlossgarten“ sind 17 Bauplätze geplant

17 Bauplätze will die Stadt im künftigen Wohngebiet „Am Schlossgarten“ ausweisen. Am Montag hat der Gemeinderat die Erschließungsplanung zum Preis von rund 220 000 Euro an das Ingenieurbüro Marschall und Klingenstein aus Tettnang vergeben.

Der Auftrag umfasst die Pläne für Straßenbau, Kanalisation, Regenwasserbehandlung und Wasserversorgung. Parallel dazu bereitet das städtische Baudezernat derzeit einen Bebauungsplanentwurf vor. In wenigen Wochen soll der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss fassen.

 Laupheims Wasserversorgung fußt auf drei Säulen. Die Nitratwerte unterscheiden sich deutlich, liegen aber alle unter dem gesetz

Fast eine Million Euro fließen dieses Jahr ins Wasserleitungsnetz

Ein Gesamtvolumen von 13,6 Millionen Euro weist der Wirtschaftsplan 2019 des kommunalen Eigenbetriebs Stadtwerke Laupheim aus, davon 9,2 Millionen investiv im Vermögensplan. Die SZ gibt in loser Folge einen Überblick, was bei den fünf Betriebszweigen ansteht. Folge zwei: die Wasserversorgung.

Auch 2019 lautet ein wichtiges Ziel, den Wasserverlust zu verringern. 33 Rohrbrüche an Hauptleitungen und Hausanschlüssen haben die Wasserwerker allein von Januar bis Oktober 2018 lokalisiert und behoben.

 Gerold Rechle will Gewerbeflächen erschließen, um auch kurzfristig auf Bedarf von Unternehmen reagieren zu können.

„Zu weiterem Wachstum gibt es keine Alternative“

Wie will die Stadt Laupheim den Bedarf an Bauland stillen? Gründet sie eine eigene Wohnbaugesellschaft? Wird mit der Kommunalwahl 2019 ein Jugendgemeinderat etabliert? Diese und andere Fragen erörtert Roland Ray im zweiten Teil des Silvester-Interviews mit Oberbürgermeister Gerold Rechle.

SZ: Die Nachfrage nach Bauplätzen ist weiter enorm. Was tun?

Rechle: Zunächst steht 2019 die Erschließung der Baugebiete „Am Schlossgarten“, „Am Mäuerle“ und „Beckenkreuz/Müssenweg“ in Untersulmetingen an.