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 Alfred Andersch gab sich gern weltläufig.

Lebenslügen der Nachkriegsliteraten

Die Kritik an der literarischen Sprache der ersten Nachkriegsjahre setzt früh ein. Günter Grass hatte 1959 dem damals 20-jährigen Klaus Völker, der später als Dramaturg und Rektor der Berliner Schauspielschule Ernst Busch bekannt wurde, eine Einladung zum Treffen der Gruppe 47 in Elmau verschafft. Völker fiel bei den Lesungen prompt die „Sprache der Landserhefte“ auf. Ähnliches beschreibt der Basler Schriftsteller Urs Widmer 1966 in seiner Doktorarbeit: „1945 oder die ‚Neue Sprache’“.

 Das ist kein Fahndungsplakat der RAF, sondern eine Galerie mit Porträts der Mitglieder der Gruppe 47.

Literatur der Nachkriegszeit

Kein Name steht so repräsentativ für die westdeutsche Nachkriegsliteratur wie die Gruppe 47. Fast alle Autoren, die in den 1960-, 1970-, 1980er-Jahren bekannt geworden sind, waren einmal mit ihr in Kontakt – und sei es, wie Heinrich Böll, nur für kurze Zeit. Bei den Treffen wurde die literarische Produktion diskutiert. Einer trug vor, die Kollegen kritisierten.

Dieses Verfahren inszeniert noch heute der Bachmann-Preis in Klagenfurt, nur dass die Jury aus Kritikern besteht.


Dorothee Kimmich lehrt Literaturwissenschaften an der Universität Tübingen.

Interview zum Deutschabitur

Wer Deutschlehrer wird, der hat im Studium diverse Literaturseminare besucht. Sie bilden damit die Grundlage für den Kanon, den Lehrer für ihre Themenvorschläge nutzen. Dorothee Kimmich lehrt am Deutschen Seminar der Universität Tübingen. In ihren Veranstaltungen sitzen unter anderem angehende Deutschlehrer. Stefan Fuchs hat sich mit ihr über die Auswahl der Schwerpunktthemen im Deutschabitur unterhalten.

Frau Kimmich, betrachtet man die Auswahl der Literatur für die Abiturprüfungen, entsteht der Eindruck, dass, von wenigen ...

Kalenderblatt

Kalenderblatt 2017: 10. September

Das aktuelle Kalenderblatt für den 10. September 2017:

36. Kalenderwoche, 253. Tag des Jahres

Noch 112 Tage bis zum Jahresende

Sternzeichen: Jungfrau

Namenstag: Nikolaus

HISTORISCHE DATEN

2016 - Angelique Kerber gewinnt als zweite deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf die US Open.

2015 - Der populäre Oppositionspolitiker Leopoldo López wird in Venezuela zu fast 14 Jahren Haft verurteilt.

Kalenderblatt

Kalenderblatt 2017: 21. Februar

Das aktuelle Kalenderblatt für den 21. Februar 2017:

8. Kalenderwoche

52. Tag des Jahres

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Sternzeichen: Fische

Namenstag: Gunthild, Petrus, Pippin

HISTORISCHE DATEN

2014 - Bestechung und Bestechlichkeit von Abgeordneten sollen schärfer bestraft werden. Der Bundestag verabschiedet mit den Stimmen aller Fraktionen ein entsprechendes Gesetz.

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Sternzeichen: Wassermann

Namenstag: Christian, Gilbert, Johanna, Veronika

HISTORISCHE DATEN

2016 - In Auckland (Neuseeland) unterzeichnen Vertreter von zwölf Staaten den Transpazifischen Freihandelspakt TPP. Der Pakt muss nun noch von den Mitgliedsländern ratifiziert werden.

Hans Korte

Schauspieler Hans Korte gestorben

Musik, Theater, Film - Hans Korte war in vielen Künsten bewandert. Als Mephisto stand er in Goethes „Faust“ auf der Bühne, für Regisseur Dieter Wedel gab er den „König von St. Pauli“ im gleichnamigen Sat.1-Mehrteiler.

Er schauspielerte, führte Regie, musizierte und inszenierte sogar eine Oper. Und noch vor einigen Jahren sprach er Hörbücher mit seiner präzisen Stimme ein, mit der er so hervorragend modulieren konnte, dass die Kritiker begeistert waren, etwa von „Das Parfüm“ von Patrick Süskind.

Freunde oder Fremde? Frisch und Andersch in Briefen

Zürich (dpa) - Nein, enge Freunde waren sie nicht. Dabei haben Max Frisch (1911-1991) und Alfred Andersch (1914-1980) sich nicht nur über ihre literarischen Projekte ausgetauscht.

Jahrelang wohnten sie im Tessiner Bergdorf Berzona praktisch Tür an Tür, duzten sich, sahen sich regelmäßig, hielten auch Kontakt, wenn der eine oder andere nach Berlin, Zürich oder New York reiste. Aber die beiden Schriftsteller fanden doch nie wirklich zueinander, Missverständnisse gab es viele und wenig intuitives Einfühlen in den anderen.