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Der Alterspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gratuliert der neuen Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD), seiner Nachfolgerin in

Konstituierende Sitzung des Bundestags: Sitzstreit im Parlament

Berlin - Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder hat der bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ein unterschätztes schauspielerisches Talent oder er ist wirklich ganz zufrieden mit seinem Abgang von der großen politischen Bühne. Bitter werde dieser Tag für ihn werden, hatte es im Vorfeld der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags geheißen. Statt zweithöchster Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland wird der 79-Jährige künftig einfacher Abgeordneter seiner Partei in der Opposition sein.

 Deutscher Bundestag Herrichtung Plenarsaal für die 20. Legislaturperiode Der Sitzungssaal des Deutschen Bundestags im Berliner

So groß wie nie und eine Milliarde Euro teuer: Das ist der neue Bundestag

Am heutigen Dienstag tritt zum ersten Mal der neu gewählte Bundestag zusammen. Ein Blick in das Parlament, das in den nächsten vier Jahren das Volk vertritt.

Der Bundestag in Zahlen Mit 736 Abgeordneten ist der Bundestag so groß wie noch nie – es sind 27 mehr als in der letzten Legislaturperiode. Eigentlich sollen es nur 598 sein, aber durch Überhangmandate ziehen deutlich mehr ein. 299 Parlamentarier wurden direkt in einem der Wahlkreise gewählt, 437 über die Landeslisten.

Bundestag

Neuer Bundestag tritt zusammen - Streit zeichnet sich ab

Mit seiner konstituierenden Sitzung nimmt der am 26. September gewählte Bundestag an diesem Dienstag seine Arbeit auf. Der bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) wird als dienstältester Abgeordneter die Sitzung eröffnen und so lange leiten, bis ein Nachfolger gewählt ist. Die SPD hat dafür die Abgeordnete Bärbel Bas nominiert. Auch im neuen Parlament wird voraussichtlich ein alter Streit fortgeführt, wenn es um einen Vizepräsidentenposten für die AfD geht.

Jörg Meuthen

Scheidender AfD-Chef Meuthen: „Ich war nie ein Feigenblatt“

Der langjährige AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hätte sich von den Unterstützern seines Kurses in der Partei manches Mal mehr Mut gewünscht.

«Es mag sein, dass es einige aufgrund eigener Ambitionen für nötig halten, Kompromisse einzugehen und sich zu arrangieren - etwa um Mandate und Ämter in Partei oder Fraktion zu erlangen», sagte Meuthen der Deutschen Presse-Agentur. Dieses Verhalten sehe er «mit einiger Sorge».

Meuthen hatte am Montag seinen Rückzug von der Parteispitze angekündigt.

AfD-Chef Meuthen kündigt Rückzug von Parteispitze an

Der Co-Parteivorsitzende der AfD, Jörg Meuthen, hat in einer internen Mail seinen Rückzug von der Parteispitze angekündigt. Das berichtet t-online. Demnach wolle der 60-Jährige auf dem kommenden Parteitag der AfD im Dezember nicht mehr für eine neue Amtszeit kandidieren. Meuthen gilt manchen als Puffer gegen die radikalen Kräfte innerhalb der AfD.

Der Baden-Württemberger Meuthen ist seit 2015 Vorsitzender der AfD. 2017 wurde er wiedergewählt, damals an der Seite von Alexander Gauland.

Alice Weidel zusammen mit Alexander Gauland auf dem Weg zur AfD-Fraktionssitzung.

Weidel bleibt AfD-Fraktionschefin

Alice Weidel führt gemeinsam mit Tino Chrupalla die neue AfD-Fraktion im Bundestag an. Das ist das nüchterne Resultat einer selbst für AfD-Verhältnisse turbulenten Woche in Berlin. Am Ende war es ein Patt bei einer Abstimmung, das Weidel vor einer Blamage bewahrte. Aber der Reihe nach: Vier Jahre lang bildete Weidel gemeinsam mit Alexander Gauland ein ungleiches Paar an der Fraktionsspitze. Der 80-jährige Gauland wollte nicht mehr in die erste Reihe, Weidel dort bleiben.

Tino Chrupalla und Alice Weidel

AfD-Fraktion wählt Weidel und Chrupalla als Vorsitzende

Die AfD-Bundestagsfraktion hat Alice Weidel und Parteichef Tino Chrupalla zu ihren Vorsitzenden gewählt. Für das Duo stimmten am Donnerstagabend zwei Drittel der Fraktionsmitglieder.

Ein Antrag zur Abkehr vom Prinzip der Doppelspitze, der sich nach Ansicht von Beobachtern vor allem gegen Weidel richtete, hatte zuvor keine Mehrheit erhalten.

Die AfD habe halt «diskussionsfreudige Mitglieder», kommentierte Weidel lapidar. Sein Ziel sei es, dafür zu sorgen, dass die AfD bis 2025 «koalitionsfähig» sei, sagte Chrupalla.

AfD-Fraktion

Neue AfD-Fraktion ruckelt sich zusammen - Einer geht

In einer stürmischen ersten Sitzung hat sich die neue AfD-Fraktion im Bundestag formiert.

Noch vor der Wahl der neuen Fraktionsvorsitzenden beriet die Fraktion am Mittwoch darüber, ob die erstmals in den Bundestag gewählten Abgeordneten Matthias Moosdorf aus Sachsen und Matthias Helferich aus Nordrhein-Westfalen der Fraktion angehören sollen oder nicht.

Als die Debatte hitzig wird, werden die Mitarbeiter der Fraktion vor die Tür geschickt.

 Mehr als 150 Menschen folgen dem Aufruf eines breiten, überparteilichen Bündnisses für Vielfalt und Toleranz.

AfD trifft auf mehr als 150 Gegendemonstranten

Mehr als 150 Menschen, vom Punk bis zur Oma, sind am Sonntagnachmittag dem Aufruf eines breiten, überparteilichen Bündnisses gefolgt, um vor dem Graf-Zeppelin-Haus ein friedliches, aber deutliches Zeichen für Offenheit und Toleranz zu setzen - während drinnen im GZH die Spitzenkandidaten der AfD, Alice Weidel und Tino Chrupalla, um Wählerstimmen warben.

Vom Punk bis zur Großmutter: Die AfD-Gegner beweisen Vielfalt „Liberté, Égalité, FCKAfD“ steht auf dem T-Shirt, das sich Kevin über die Schulter geworfen hat.

 Vor der Stadthalle demonstrierten rund 200 Menschen gegen die AfD.

Rund 200 Menschen demonstrieren in Biberach gegen die AfD

Begleitet von einer Gegendemonstration vor der Biberacher Stadthalle hat die AfD am Mittwochabend eine Wahlkampfveranstaltung abgehalten. Während draußen für ein buntes Biberach demonstriert wurde, gab es in der Halle einen ungeplanten Wechsel auf der Rednerliste.

Geschätzt rund 200 vorwiegend junge Menschen hatten sich bereits eine Stunde vor der AfD-Veranstaltung im Stadtgarten neben der Halle versammelt, um in bunten Klamotten für ein buntes Biberach zu werben.