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 Der österreichische Schriftsteller Arno Geiger, aufgenommen 2015 auf der Buchmesse Leipzig.

Friedrich-Schiedel-Literaturpreis ist vergeben

Der mit 10 000 Euro dotierte Friedrich-Schiedel-Literaturpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Als kommenden Preisträger hat die Jury der Stiftung den österreichischen Autor Arno Geiger und seinen 2018 erschienenen geschichtlichen Roman „Unter der Drachenwand“ im Kontext des zweiten Weltkriegs ausgewählt.

Angesichts der derzeitigen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie wird die ursprünglich für diesen September geplante Preisverleihung erst im kommenden Jahr stattfinden.

Christoph Keller erhält Alemannischen Literaturpreis

Der Schweizer Schriftsteller Christoph Keller wird mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Der in St. Gallen lebende Autor bekommt den mit 10 000 Euro dotierten Preis für seinen Roman „Der Boden unter den Füßen“, wie das Kulturamt Waldshut-Tiengen am Donnerstag mitteilte. Laut Jury würdigt der Preis Kellers „sprachlich und kompositorisch meisterhafte Annäherung an die drängenden Fragen unserer Zeit.“

Der Literaturpreis wird seit 1981 alle drei Jahre vergeben und fördert nach Angaben der Organisatoren die Literatur ...

Sibylle Berg

Autorin Sibylle Berg erhält Hebel-Preis mit Verspätung

Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin und Dramatikerin Sibylle Berg wird mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis 2020 ausgezeichnet - allerdings erst im kommenden Jahr.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird normalerweise alle zwei Jahre im Rahmen des Hebelfests in Hausen im Wiesental vergeben. Berg soll ihn wegen der Corona-Pandemie allerdings erst im Mai 2021 erhalten, wie das Kunstministerium in Stuttgart mitteilte.

„Wie kaum eine andere zeitgenössische Autorin hat Sibylle Berg eine außergewöhnliche Sensibilität für ...

  Im Anschluss an die Lesung signierte Pirmin Meier (links) gerne Exemplare seines Paracelsus-Romans.

Mit Paracelsus in die Winterpause

„Ich sehe niemand hier, dem ich nicht zu Dank verpflichtet wäre“, stellte Friedemann Maurer beim literarischen Kehraus zufrieden fest. Der Schweizer Schriftsteller Pirmin Meier las auf dem Hohenkarpfen aus seinem Paracelsus-Roman.

Stellvertretend für die vielen großzügigen Unterstützer der Kunststiftung Hohenkarpfen lobte der Vorsitzende die Mäzene Michael Ungethüm und Ewald Marquardt, welche ihre kulturelle Verantwortung beispielhaft erfüllen würden.

Maria Beig.

Schriftstellerin Maria Beig aus Oberschwaben ist gestorben

Heimatroman – das klingt nach rührseliger Herz-Schmerz-Literatur, nach falscher Romantik. Maria Beigs Heimatromane haben nichts von alledem. Es sind lakonische, ja mitleidlose Chroniken des oberschwäbischen Dorflebens. Sie hat vor allem den unterdrückten Frauen in diesem vom Katholizismus geprägten Landstrich eine Stimme gegeben. Diese Stimme ist verstummt. Maria Beig, die Spätberufene, die erst nach der Pensionierung mit dem Schreiben angefangen hat, ist am Montag in Friedrichshafen gestorben.

Peter Blickle war in Ehingen zu Gast.

Peter Blickle kennt Maria Beigs Werk wie kein anderer

Mit einer Lesung aus „Hochzeitslose“ und literaturwissenschaftlichen Informationen über die Autorin Maria Beig von Peter Blickle hatte sich die VHS Ehingen beim Literatursommer Baden-Württemberg beworben und war auch angenommen worden. Maria Beig, die erst kurz vor ihrem 60. Geburtstag mit dem Schreiben begonnen hatte, wurde von Martin Walser als Mittelpunkt der oberschwäbischen Marienheiligen der Literatur bezeichnet. Walser meinte außerdem Maria Menz und Maria Müller-Glögler.


Helga Rüdiger.

Das Siegergedicht von Helga Rüdiger heißt „Huimet, Huimweh“

Die Lindauerin Helga Rüdiger hat den Literaturpreis „Lahrer Murre“ für Lyrik in alemannischer Mundart gewonnen. Mit ihrem Gedicht „Huimet, Huimweh“ belegte sie den ersten Platz.

Huimet, Huimweh

Im junge Bfluedere fliegt me furt

Und merkt im Werktagswusle net,

Wie d´ Wurzle allad meh vergond,

Bis se hofele verzwazglet lond.

.

Am End isch´s z´spät fürs Z´ruck,Retour.

Do hanne git´s niemd, wo rueft:

Kommet inne, hocket ane!


Helga Rüdiger.

„Schwätzen habe ich in Lindau gelernt“

Die Lindauerin Helga Rüdiger hat den Literaturpreis „Lahrer Murre“ für Lyrik in alemannischer Mundart gewonnen. Mit ihrem Gedicht „Huimet, Huimweh“ belegte sie den ersten Platz und gewann ein Preisgeld von 200 Euro. Die Lindauerin, die jetzt in Würzburg wohnt, schreibt normalerweise unter ihrem Pseudonym Johanna Plähn – dem Namen ihrer ihr sehr verbundenen Großmutter.

Frau Rüdiger, Sie haben als Lindauerin den Literaturpreis „Lahrer Murre“ gewonnen.

Maria Beig in den 80er-Jahren in ihrem Garten.

Zum 95. Geburtstag der Schriftstellerin Maria Beig

Maria Beig, vielfach geehrte Schriftstellerin aus Oberschwaben, feiert heute ihren 95.Geburtstag. Mit dem Schreiben hat die aus Senglingen bei Tettnang stammende Bauerntochter erst spät angefangen. Sie war 60 Jahre alt und gerade als Lehrerin in Pension gegangen, als ihr ein Arzt zum Schreiben riet. Was als Therapie begann, wurde zu einem zweiten Lebenswerk. Acht Romane, 52 Erzählungen, eine Autobiografie und Essays hat Maria Beig in den vergangenen 35Jahren geschrieben.

Kehraus mit Peter Stamm

Am letzten Ausstellungstag, Sonntag, 9. November, um 16 Uhr, findet im Kunstmuseum Hohenkarpfen der Literarische Kehraus statt. Der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm wird aus seinem zuletzt erschienenen Buch „Nacht ist der Tag“ lesen.

Der aus dem Kanton Thurgau stammende Peter Stamm ist seit 1990 freier Autor und Journalist. Sein erster Roman „Agnes“ gehört seit 2014 zur Pflichtlektüre für das Abitur an allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg.