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Bacon-Triptychon bringt rund 85 Millionen Dollar

Ein Triptychon des britisch-irischen Künstlers Francis Bacon (1909-1992) hat bei einer Online-Auktion rund 85 Millionen Dollar (etwa 75 Millionen Euro) eingebracht. Zwei Bieter - einer online und einer per Telefon - hätten sich einen zehnminütigen Wettstreit geliefert, teilte das Auktionshaus Sotheby's in der Nacht zum Dienstag mit.

Schließlich bekam der Telefonbieter, der zunächst anonym blieb, für rund 84,6 Millionen Dollar den Zuschlag.

Donna Leon

Donna Leons „Geheime Quellen“ - Brunetti fischt im Trüben

Es ist mal nicht das Acqua alta, das den Venezianern zu schaffen macht, sondern eine unbarmherzige Hitze. Brunetti schlägt sie aufs ohnehin eher melancholische Gemüt.

Der Commissario fühlt sich ausgelaugt und von den Touristenmassen so deprimiert, dass er Entspannung und Trost nicht - wie gewöhnlich - in griechischen Tragödien, sondern in deren Pendant sucht. Aber auch Aristophanes' „Lysistrata“ kann ihn nicht aufheitern. Schlimmer noch: Sein 29.

Donna Leon

Donna Leons „Geheime Quellen“ - Brunetti fischt im Trüben

Es ist mal nicht das Acqua alta, das den Venezianern zu schaffen macht, sondern eine unbarmherzige Hitze. Brunetti schlägt sie aufs ohnehin eher melancholische Gemüt.

Der Commissario fühlt sich ausgelaugt und von den Touristenmassen so deprimiert, dass er Entspannung und Trost nicht - wie gewöhnlich - in griechischen Tragödien, sondern in deren Pendant sucht. Aber auch Aristophanes' „Lysistrata“ kann ihn nicht aufheitern. Schlimmer noch: Sein 29.

Colm Toibin

Der antike Rachemythos im „Haus der Namen“

Das Unheil nimmt kein Ende. Den gesamten Stammbaum des Troja-Helden Agamemnon haben die Götter verflucht.

Zwar kennt die Antike viele Sagen über Geschwisterzwist und Vatermord, über Rachsucht und Blutbade. Doch die Erzählung um den griechischen König, seine Frau Klytaimnestra sowie die Kinder Iphigenie, Elektra und Orestes prägt die abendländische Kultur wie kaum eine zweite.

Es ist eine entmenschte Geschichte, so alt wie die europäische Literatur selbst.

Bacon-Triptychon könnte 60 Millionen Dollar einbringen

Ein Triptychon des britisch-irischen Künstlers Francis Bacon (1909-1992) könnte bei einer Auktion in New York mehr als 60 Millionen Dollar einbringen. Die drei Bilder des „Triptych inspired by the Oresteia of Aeschylus“ sollen am 13. Mai versteigert werden, teilte das Auktionshaus Sotheby's am Freitag in New York mit.

Das auf den Tragödien von Aischylos, einem griechischen Dichter der Antike, basierende Werk aus dem Jahr 1981 hatte 1984 der norwegische Sammler Hans Rasmus Astrup gekauft und seitdem in seinem Museum beheimatet.

Vom Schweizer Theaterregisseur Milo Rau gedrehte Videos aus dem zerstörten Mossul dienen als Hintergrund für seine Tragödie „Ore

Milo Raus „Orest in Mossul“ am Schauspielhaus Zürich

Mossul, das biblische Ninive, ist die größte Stadt im Nordirak und war Schauplatz des Krieges gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Irakische und US-Bomber verwandelten die Stadt in ein Trümmermeer. Anfang 2019 reist der Schweizer Theatermacher Milo Rau mit seinem Team in die immer noch gefährliche Ruinenmetropole, um mit belgisch-irakischen Schauspielerinnen und Schauspielern die Wunden offenzulegen, die der Krieg gegen den IS hinterlassen hat.

Die Orestie

„Orestie“ von Aischylos eröffnet Hamburger Theaterfestival

Verknappt, spannend, zeitlos. Und unkonventionell: So lautete eine der Kritiken zur Premiere von „Die Orestie“ von Aischylos in der Inszenierung von Thalia-Regisseur Antú Romero Nunes.

Die Produktion des Wiener Burgtheaters eröffnet am Montagabend im Deutschen Schauspielhaus das 11. Hamburger Theaterfestival. Erzählt wird die griechische Trilogie mit sieben Schauspielerinnen - darunter Maria Happel, Caroline Peters und Andrea Wenzl - aus der Perspektive der Rachegöttinnen.

 Robert Icke holt in Stuttgart die antike Tragödie der „Orestie“ ins bürgerliche Esszimmer. Auf dem Bild sind zu sehen: Matthias

Schauspiel Stuttgart: „Orestie“ nach Aischylos

Burkhard Kosminski beginnt seine Intendanz in Stuttgart mit einer „Orestie“-Bearbeitung von Robert Icke. Der englische Regisseur holt die antike Tragödie ins bürgerliche Esszimmer und präsentiert die grausame Atridensage als Therapiesitzung des Orest.

Hätte Aischylos so gewiefte Erben wie Bert Brecht, müsste sich Robert Icke auf eine saftige Klage einstellen. Der englische Schriftsteller und Theatermacher nutzt den Titel „Orestie“. Aber Ickes „Orestie“ ist keine Inszenierung der Dramentrilogie, für die Aischylos 458 v.

Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele 2018: ein Flop und viele Sternstunden

Echte Sternstunden sind selten, auch bei einem Hochklasse-Festival wie den Salzburger Festspielen. Doch diesmal waren sich Publikum und Kritik einig: Romeo Castelluccis Neuinszenierung von Richard Strauss' Oper „Salome“ war das Ereignis der am 30. August zu Ende gehenden Festspielsaison.

Vor allem der sängerische Furor der litauischen Sopranistin Asmik Grigorian in der Titelrolle, die als eine der schwersten der Opernliteratur gilt, löste Begeisterungsstürme aus.

Die Perser

In Stroboskopgewittern: Ulrich Rasche inszeniert in Salzburg

Ulrich Rasche ist so etwas wie der Rockstar unter den deutschen Theaterregisseuren. Seine zyklopischen, von Nebelschwaden im Gegenlicht umwaberten Bühneninstallationen könnten einem Konzert der martialischen Deutschrocker von Rammstein entsprungen sein.

Für sein gefeiertes Debüt bei den Salzburger Festspielen am Samstagabend im Salzburger Landestheater hatte sich Rasche mit dem Drama „Die Perser“ von Aischylos einen passenden Stoff ausgesucht: es handelt von der größten und blutigsten Seeschlacht der Antike, der Schlacht von ...