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 Ein Mann rasiert einen anderen Flüchtling im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos.

Europa schaut weg: Das Elend der Flüchtlinge auf Samos

Es stinkt so eindringlich, dass man instinktiv die Nase schließt und durch den Mund atmet, weil Abfälle und Exkremente sich den Geruch streitig machen. Zwischen Bäumen, Geröll und Matsch stehen provisorische Zelte, abgedichtet mit Gestrüpp und Plastiktüten. Manche Flüchtlinge arbeiten daran, zum Schutz vor Kälte, Regen und sengender Sommerhitze Hütten aus Holzresten zu bauen. Sie haben verstanden, dass sie hier, am Rande Europas, mindestens Monate oder sogar länger als ein Jahr ausharren werden.

 Was vom Kalifat bleibt: Eine Flagge des IS liegt zwischen Müll und Trümmern auf dem Boden eines Zeltlagers im syrischen Baghus.

Unerwünschte Extremisten: Was passiert mit inhaftierten IS-Kämpfern?

Sie waren aufgebrochen, weil sie von einem mächtigen „Staat“ träumten, der in ihrer Ideologie „Kalifat“ heißt. Stattdessen aber sitzen sie nun seit Monaten in einem öden Gefangenenlager irgendwo im Norden Syriens, wo niemand weiß, was mit ihnen geschehen soll. Hunderte ausländische Kämpfer der IS-Terrormiliz sind dort in die Hände der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gefallen, darunter auch Dutzende Deutsche.

Kämen sie frei, hätten sie ein Recht auf Rückkehr in ihr Heimatland.

Razzien

Klopfgeräusche aus Lastwagen: Polizei befreit Flüchtlinge

Auf einem Autobahnparkplatz bei Langenau hat die Polizei am Freitag einen Lastwagen mit sechs Flüchtlingen gestoppt. Der Lkw war in Serbien gestartet und befand sich in Deutschland, als der Fahrer Klopfgeräusche aus dem Auflieger hörte, wie die Polizei am Samstag in Baden-Württemberg mitteilte. Er verständigte daraufhin die Polizei. Als die Beamten den Auflieger auf dem Parkplatz im Alb-Donau-Kreis öffneten, fanden sie sechs junge Männer in guter gesundheitlicher Verfassung auf der Ladefläche vor.

Innenminister Horst Seehofer

Seehofer legt Entwurf für kürzere Asylklageverfahren vor

Die Bundesregierung arbeitet an einem Gesetzentwurf zur Vereinfachung und Beschleunigung von Asylklageverfahren.

Mit diesem Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag soll eine Entlastung der Verwaltungsgerichte erreicht werden. Dort hatten sich zu Jahresbeginn mehr als 300.000 Verfahren aus dem Asyl-Bereich angehäuft.

Außerdem sollen schnellere Entscheidungen dafür sorgen, dass abgelehnte Asylbewerber, die gegen ihren Asylbescheid klagen, nicht nur deshalb länger in Deutschland bleiben, weil überlastete Richter es nicht ...

Polizisten

UN-Menschenrechtler befürchtet Gefahr für Assanges Rechte

Der UN-Sonderberichterstatter zum Thema Folter hat Ecuador aufgefordert, Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht zum Verlassen seiner Botschaft in London zu zwingen.

Im Fall einer Ausweisung aus der ecuadorianischen Botschaft sei es wahrscheinlich, dass Assange von den britischen Behörden festgenommen und an die USA ausgeliefert würde, teilte Nils Melzer am Freitag in Genf mit. Dies könne ihn „einem echten Risiko schwerwiegender Verletzungen seiner Menschenrechte aussetzen, einschließlich seiner Redefreiheit, seines Rechts auf einen ...

 Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD/Mitte), beim Festakt zusammen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg (li.) und US-Außenm

Die USA lesen Deutschland wieder einmal die Leviten

Das Gepolter rund ums Geld war Heiko Maas sicher, als er nach Washington zum Treffen mit seinen Nato-Außenministerkollegen fuhr. Da es mit einer deutlichen Steigerung der deutschen Verteidigungsausgaben nichts wird, gab es schon vorher ordentlich Ärger mit dem größten Nato-Partner. US-Vizepräsident Mike Pence zum Beispiel griff die Bundesregierung frontal an. Der letzte Bericht zur Bundeswehr habe „unübersehbare Defizite“ in ihrer Verteidigungsbereitschaft nachgewiesen.

Jens Stoltenberg

Die Nato - Militärbündnis im ständigen Wandel

Die Nato wurde am 4. April 1949 in Washington in Reaktion auf die als bedrohlich wahrgenommene Politik der kommunistischen Sowjetunion gegründet.

Im Kalten Krieg sollte das Verteidigungsbündnis der östlichen Militärmacht ein abschreckendes Gegengewicht entgegensetzen und zu Frieden und Sicherheit beitragen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion nahm die Allianz dann zeitweise die Rolle einer Art Weltpolizei ein. So griff sie unter anderem in die Konflikte in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und in Libyen ein.

Fast-Food

Elf Millionen Tote im Jahr durch ungesunde Ernährung

Schätzungsweise elf Millionen Todesfälle im Jahr sind weltweit gesehen auf ungesunde Ernährung wie zu viel zuckerhaltige Getränke oder zu wenig Gemüse zurückzuführen. Das sei jeder fünfte Todesfall, schreiben internationale Forscher im Fachblatt „The Lancet“.

Hierzulande gab es im Jahr 2017 demnach 162 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, die ungesunder Ernährung zuzurechnen sind. Das Hauptproblem dabei sei ein zu niedriger Konsum (weniger als 125 Gramm pro Tag) von Vollkornprodukten, schreiben die Forscher.

 Henning Riecke leitet das Programm USA/Transatlantische Beziehungen bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Streit um Verteidigungsausgaben – „Deutschland schwächt den Zusammenhalt in der Nato“

Der Politologe Henning Riecke hält die Kritik an Deutschland wegen zu geringer Verteidigungsausgaben durchaus für berechtigt. Wenn der größte europäische Nato-Staat die Zwei-Prozent-Quote nicht erfülle, schwäche das den Zusammenhalt in der Nato, sagte Riecke, Leiter des Programms USA/Transatlantische Beziehungen bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, im Gespräch mit Claudia Kling.

Herr Riecke, die Feiern zum 70-jährigen Bestehen der Nato werden überschattet durch den Vorwurf an Deutschland, zu wenig für die ...

4. April 1949: Im Beisein von US-Präsident Harry S. Truman (Mitte) und des britischen Außenministers Ernest Bevin (li.) unterzei

NATO-Geburtstagsfeier in der Höhle des Löwen

Über den Zustand eines Bündnisses sagt es viel aus, wenn zur Jubiläumszeremonie nicht die Chefs der beteiligten Staaten zusammenkommen, sondern deren Vertreter. In Washington sind es die Außenminister von 29 Staaten, die dieser Tage die Gründung der Nato vor 70 Jahren begehen. Ein höherrangiges Treffen kam nicht zustande. Zu groß war die Sorge, dass ein unbedachter Tweet eines führenden Vertreters das ohnehin angeschlagene Schiff der transatlantischen Verteidigung vollends leck schlagen könnte.