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Erst am Sonntag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin zur Libyen-Kon

Zukunft des Flüchtlingsabkommen mit der Türkei: Was hinter Erdogans Rhetorik steckt

Die Angst der Deutschen und anderer Europäer vor einer neuen Fluchtbewegung aus dem Nahen Osten und Nordafrika dominiert den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an diesem Freitag in Istanbul. Kurz vor dem Treffen, bei dem beide unter anderem über eine Anschlussregelung für das Flüchtlingsabkommen zwischen Türkei und EU reden wollen, verschärfen sich die Gefechte in der syrischen Provinz Idlib, wo 350000 Flüchtlinge an der Grenze zur Türkei lagern.

Libyen: Türkisches Parlament berät über Truppenentsendung

Das türkische Parlament berät heute über eine Entsendung von Truppen in das Bürgerkriegsland Libyen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will sich damit für ein Jahr die Erlaubnis für eine Militärintervention holen. Eine Zustimmung gilt als sicher: Erdogans AKP hat in der Regierungsallianz mit der MHP eine Mehrheit in der türkischen Nationalversammlung. Die Türkei unterstützt in Libyen die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Tripolis.

Erdogan

Erdogan will Truppen nach Libyen schicken

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will sich Anfang Januar für die Entsendung von Truppen nach Libyen die Erlaubnis des Parlaments holen. Dort hat seine Regierungspartei AKP gemeinsam mit dem Koalitionspartner MHP eine Mehrheit.

„Basierend auf dem Memorandum zur Sicherheits- und Militärzusammenarbeit ist das Erste, was wir tun werden, sobald das Parlament öffnet, eine Resolution für die Entsendung von Soldaten vorzulegen“, sagte Erdogan während einer Rede vor Provinzvorstehern am Donnerstag.

 Ekrem Imamoglu, der Bürgermeister Istanbuls, hatte den Erdogan-Kandidaten bei der vergangenen Kommunalwahl besiegt.

Gegenwind für Erdogan-Herausforderer

Die Lichtgestalt ist sauer. Eigentlich hatte Ekrem Imamoglu, neuer Bürgermeister der Megastadt Istanbul und Shootingstar der türkischen Politik, gute Nachrichten. Über seine Auslandsreisen zum Beispiel. Eine ging auch nach Deutschland, wo er im November sogar Termine hatte beim Außenminister und beim Finanzminister. Und wo die Deutsche Bank einen Kredit über 110 Millionen Euro rausgerückt hat für den U-Bahn-Bau. Noch einen Kredit für Istanbul gab es aus Frankreich, „wunderbare Ergebnisse“ auch in London, Kopenhagen und Straßburg.

Hier regiert die säkulare Opposition: Neujahrsbaum im Istanbuler Stadtbezirk Sisli.

Kulturkampf um den Christbaum

Wer sind wir, zu welchem Kulturkreis gehören wir, und was hat Religion damit zu tun? Diese Fragen beschäftigen die Türkei, seit Mustafa Kemal Atatürk die Republik vor 96 Jahren gründete – doch neuerdings besonders stark zur Weihnachtszeit, die mit Globalisierung und Kommerzialisierung auch in der muslimischen Gesellschaft eingezogen ist. Im Schein von Lichterketten und zu Instrumentalversionen von „Stille Nacht“ diskutiert das Land nun alle Jahre wieder im Dezember die Frage: Kann Neujahr denn Sünde sein?

 Die Journalistin und Buchautorin Mesale Tolu (2. v. l.) war am Gymnasium Ochsenhausen zu Gast, empfangen wurde sie von Schullei

Mesale Tolu hält Plädoyer für die Freiheit

Die Journalistin Mesale Tolu hat das Gymnasium Ochsenhausen besucht und über die Wertschätzung der demokratischen Rechte gesprochen. Das berichtet das Gymnasium. Warum die Türkei sich von der Demokratie entfernt hat, wieso die Pressefreiheit für demokratische Systeme wichtig ist und wie die derzeitige Situation ist, erklärte Tolu im Gespräch mit Schülern der elften Klasse.

Was Tolu berichtet, klingt wie eine Szene aus einem Thrilller: Es ist fünf Uhr morgens als Männer an die Wohnungstür hämmern.

Erdogan und Davutoglu

Konkurrenz für Erdogan: Davutoglu stellt neue Partei vor

In einem Schlag gegen den türkischen Präsidenten hat dessen ehemaliger Weggefährte und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu das Programm seiner neuen Partei vorgestellt.

„In einer Zeit der autoritären und populistischen Tendenzen in der Welt müssen wir ein Land aufbauen, in dem ehrenwerte Menschen erhobenen Hauptes und mit freiem Willen leben (können)“, sagte er am Freitag in Ankara. Das war ein Seitenhieb auf Präsident Reccep Tayyip Erdogan, dem vorgeworfen wird, Grundfreiheiten zu untergraben.

 Eine türkische Nationalflagge ragt aus dem Nebel.

Protzerei statt Volksnähe: Wie die türkische Regierungspartei AKP ihre Wähler verprellt

Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos im abendlichen Berufsverkehr auf der Istanbuler Autobahn. Da rast von hinten ein Wagen mit blau-roten Springlichtern im Kühlergrill auf der Standspur heran und zieht an den Wartenden vorbei. Dass die Buchstaben „AK“ auf dem Nummernschild stehen, wundert niemanden im Stau: Das Auto mit den Sonderrechten gehört offenbar einem Funktionär der AK-Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Und die dürfen in der Türkei von heute fast alles.

 Ali Babacan will der AKP Konkurrenz machen.

Erdogans neuer Gegenspieler: Der türkische Politiker Ali Babacan im Porträt

Dass sich Oppositionspolitiker im Fernsehen ausführlich an die Wähler wenden können, ist selten geworden in der Türkei. Doch Ali Babacan ist nicht irgendjemand. Der 52-Jährige gehört zu den Gründern der Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan und feierte als Wirtschafts- und als Außenminister in den Anfangsjahren der Erdogan-Regierung große Erfolge. Jetzt kündigte Babacan in einem Live-Interview im Sender Habertürk die Gründung einer eigenen Partei bis zum Jahresende an, mit der er die Ein-Mann-Herrschaft seines früheren ...

Mann im Anzug

Der Kahlschlag geht unter

Als Bürgermeisterin Nilüfer Yilmaz am Montag früh zur Arbeit kam, fand sie das Tor verschlossen und das Rathaus von Polizisten besetzt vor: Als 15. Kommune im türkischen Kurdengebiet wurde die Stadt Kiziltepe vom türkischen Innenministerium unter Zwangsverwaltung gestellt. „Ich bin vom Volk gewählt“, rief die Bürgermeisterin und rüttelte am Rathaustor, doch die Polizisten schickten sie fort.

Während die Welt auf die türkische Intervention gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien blickte, hat Ankara die kurdischen Kommunalverwaltungen ...