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Erdogan und Davutoglu

Konkurrenz für Erdogan: Davutoglu stellt neue Partei vor

In einem Schlag gegen den türkischen Präsidenten hat dessen ehemaliger Weggefährte und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu das Programm seiner neuen Partei vorgestellt.

„In einer Zeit der autoritären und populistischen Tendenzen in der Welt müssen wir ein Land aufbauen, in dem ehrenwerte Menschen erhobenen Hauptes und mit freiem Willen leben (können)“, sagte er am Freitag in Ankara. Das war ein Seitenhieb auf Präsident Reccep Tayyip Erdogan, dem vorgeworfen wird, Grundfreiheiten zu untergraben.

 Eine türkische Nationalflagge ragt aus dem Nebel.

Protzerei statt Volksnähe: Wie die türkische Regierungspartei AKP ihre Wähler verprellt

Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos im abendlichen Berufsverkehr auf der Istanbuler Autobahn. Da rast von hinten ein Wagen mit blau-roten Springlichtern im Kühlergrill auf der Standspur heran und zieht an den Wartenden vorbei. Dass die Buchstaben „AK“ auf dem Nummernschild stehen, wundert niemanden im Stau: Das Auto mit den Sonderrechten gehört offenbar einem Funktionär der AK-Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Und die dürfen in der Türkei von heute fast alles.

 Ali Babacan will der AKP Konkurrenz machen.

Erdogans neuer Gegenspieler: Der türkische Politiker Ali Babacan im Porträt

Dass sich Oppositionspolitiker im Fernsehen ausführlich an die Wähler wenden können, ist selten geworden in der Türkei. Doch Ali Babacan ist nicht irgendjemand. Der 52-Jährige gehört zu den Gründern der Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan und feierte als Wirtschafts- und als Außenminister in den Anfangsjahren der Erdogan-Regierung große Erfolge. Jetzt kündigte Babacan in einem Live-Interview im Sender Habertürk die Gründung einer eigenen Partei bis zum Jahresende an, mit der er die Ein-Mann-Herrschaft seines früheren ...

Mann im Anzug

Der Kahlschlag geht unter

Als Bürgermeisterin Nilüfer Yilmaz am Montag früh zur Arbeit kam, fand sie das Tor verschlossen und das Rathaus von Polizisten besetzt vor: Als 15. Kommune im türkischen Kurdengebiet wurde die Stadt Kiziltepe vom türkischen Innenministerium unter Zwangsverwaltung gestellt. „Ich bin vom Volk gewählt“, rief die Bürgermeisterin und rüttelte am Rathaustor, doch die Polizisten schickten sie fort.

Während die Welt auf die türkische Intervention gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien blickte, hat Ankara die kurdischen Kommunalverwaltungen ...

 Mustafa Yeneroglu war einer der profiliertesten Reformpolitiker der AKP – nun verlässt er die Erdogan-Partei.

Warum der in Deutschland aufgewachsene Mustafa Yeneroglu die AKP verlässt

Mustafa Yeneroglu war seinem Chef schon lange unbequem. Immer wieder stellte Yeneroglu, Jurist und Abgeordneter der türkischen Regierungspartei AKP, den Kurs von Präsident Recep Tayyip Erdogan infrage. Er forderte mehr Meinungsfreiheit und eine Stärkung des Rechtsstaates. In der AKP machte er sich damit so unbeliebt, dass Erdogan schließlich Yeneroglus Parteiaustritt forderte. Unter dem Druck des Präsidenten gab Yeneroglu jetzt sein Parteibuch zurück.

Wechselkurse

Höllisch oder kleinformatig? Ankara und die US-Sanktionen

Die USA haben Sanktionen gegen drei Minister sowie zwei Ministerien angekündigt, außerdem die Anhebung von Strafzöllen auf Stahlimporte aus der Türkei auf 50 Prozent und den Abbruch von Verhandlungen über ein Handelsabkommen. Was sind die Konsequenzen für die türkische Wirtschaft - unter anderem die Landeswährung und die deutsch-türkischen Handelsbeziehungen?

DIE WÄHRUNG: Im vergangenen Jahr hatten amerikanische Sanktionen wegen eines anderen Streitfalls zwischen Ankara und Washington sofort eine handfeste Währungskrise ausgelöst.

Erdogan

Erdogan schließt Waffenruhe in Syrien aus und verhöhnt Maas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schließt trotz massiven Drucks aus den USA und Europa eine Waffenruhe in Nordsyrien aus. Zugleich machte sich der Staatschef über den teilweisen Stopp der deutschen Rüstungsexporte lustig und griff Außenminister Heiko Maas (SPD) persönlich an.

Unmittelbar vor dem Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence in Ankara erklärte Erdogan, man werde nicht mit den Gegnern von der Kurdenmiliz YPG verhandeln.

Personen auf der Ladefläche eines Autos

Der Krieg in Nordsyrien nützt Erdogan

Donald Trump tut derzeit alles, um die Türken in ihrem Hang zu Verschwörungstheorien zu bestärken. Dass der US-Präsident zuerst grünes Licht für den türkischen Einmarsch in Syrien gibt und dann Sanktionen erlässt, um diesen wieder zu stoppen, versteht schon in Washington niemand – wie sollte dann erst die türkische Regierung daraus schlau werden. Trumps Sanktionen stoßen die türkische Wirtschaft nun zwar tiefer in die Krise. Dennoch dürfte Präsident Recep Tayyip Erdogan innenpolitisch erst einmal profitieren, denn die Strafen bestätigen viele ...

Erdogan spricht in Ankara

Auf permanentem Kriegsfuß - Erdogan und die Syrienoffensive

Seit Mittwochnacht sind türkische Truppen in Nordsyrien und greifen kurdische Milizen an. Kurz danach begannen die Proteste.

Bundesregierung, EU-Staaten, der Nato-Chef - sie alle machten Recep Tayyip Erdogan die Hölle heiß. Innerhalb weniger Stunden hat sich der türkische Präsident im Ranking umstrittener Politiker wohl gleich um einige Plätze nach oben gearbeitet.

Gleichzeitig drohen der Türkei massive Risiken. Experten gehen davon aus, dass es wieder vermehrt Anschläge geben könnte, weil die kurdische Terrororganisation ...

Erdogan spricht in Ankara

Offensive in Syrien: Erdogan droht EU mit 3,6 Millionen Flüchtlingen

Als Folge der jüngsten Eskalation im Syrienkonflikt sind den Vereinten Nationen und Aktivisten zufolge Zehntausende Menschen auf der Flucht.

In den ersten 36 Stunden seit Beginn einer türkischen Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien seien mindestens 60.000 Menschen vertrieben worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Deren Angaben zu Flüchtlingen beruhen auf Schätzungen, eine unabhängige Bestätigung gab es für diese Zahl nicht.