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Rolf Steinhäuser

Weihbischof bekennt Schuld der Kirche bei Missbrauch

Für die Opfer brennen Kerzen vor dem Kreuz: In einem Bußgottesdienst im Kölner Dom hat der Apostolische Administrator Rolf Steinhäuser das Versagen der katholischen Kirche beim sexuellen Missbrauch durch Geistliche bekannt.

«Von Priestern und weiteren kirchlichen Mitarbeitern unseres Bistums ist eine große Zahl von Verbrechen sexualisierter Gewalt an Schutzbefohlenen verübt worden», sagte der Weihbischof am Donnerstag. Als derzeitiger Leiter des Erzbistums sei er «Chef der Täterorganisation Erzbistum Köln».

Kardinal Woelki

Kardinal Woelki zu Exerzitien im Bistum Eichstätt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (65) hält sich für Exerzitien im oberbayerischen Bistum Eichstätt auf. Das teilte eine Bistumssprecherin am Dienstag mit. Nähere Angaben machte sie nicht. Mehrere Medien hatten berichtet, dass der Kardinal derzeit im Eichstätter Priesterseminar zu Gast ist. Woelki hatte sich Mitte Oktober eine Auszeit genommen, die bis Aschermittwoch 2022 dauern soll.

Das Erzbistum Köln befindet sich in einer Krise.

Dienstgebäude des Erzbischöflichen Ordinariats

Münchner Missbrauchsgutachten verzögert sich bis Januar

Das neue Gutachten zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising verzögert sich. Es soll erst Anfang des kommenden Jahres vorgestellt werden, wie die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) am Mittwoch in München mitteilte. Sie begründete die «geringfügige Verzögerung gegenüber der ursprünglich geplanten Veröffentlichung des Gutachtens» mit «in der jüngeren Vergangenheit gewonnenen neuen Erkenntnissen sowie deren intensiver Überprüfung».

Kardinal Woelki

Steuerzahlerbund kritisiert Gehalt für Woelki in Auszeit

Der Steuerzahlerbund NRW hat die Zahlung des vollen Gehalts an den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki während seiner Auszeit scharf kritisiert.

«Wenn Bezüge fortbezahlt werden, ohne dass die eigentliche Arbeit verrichtet wird, ist das nicht in Ordnung», sagte Haushaltsexperte Markus Berkenkopf der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Die Auszeit komme einer Freistellung gleich und solle ohne Bezüge erfolgen. Das Erzbistum hatte mitgeteilt, dass Woelki weiter sein volles Monatsgehalt in Höhe von fast 13.

Kardinal Woelki

13.800 Euro: Woelki bekommt während Auszeit volles Gehalt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki erhält während seiner Auszeit weiter sein volles Monatsgehalt von fast 13 800 Euro.

«Eine geistliche Auszeit ist kein Urlaub», teilte das Erzbistum Köln auf Anfrage mit. «Der Erzbischof ist weiterhin im Amt.» Somit erhalte er während seiner bis Anfang März dauernden Auszeit seine vollen Bezüge nach der Beamtenbesoldungsgruppe B10, was dem Gehalt eines Oberbürgermeisters entspreche. «Einen erheblichen Teil davon» wolle Woelki für Missbrauchsopfer spenden.

Kardinal Woelki

Kardinal Woelki geht in Auszeit - Weihbischof übernimmt

Führungswechsel im größten deutschen Bistum: Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki geht von Dienstag an in seine angekündigte «geistliche Auszeit».

Als sogenannter Apostolischer Administrator übernimmt dann Weihbischof Rolf Steinhäuser bis zum 1. März 2022 die Leitung des Bistums. So sehe es ein Dekret aus Rom vor, das am Dienstag offiziell veröffentlicht werden soll, teilte das Kölner Erzbistum am Montag mit. Steinhäuser werde mit der Ernennung alle entsprechenden Rechte und Pflichten erhalten.

Zweite Synodalversammlung

Wohin steuert die katholische Kirche?

Immer wieder trommelt Kardinal Rainer Maria Woelki mit dem Fuß auf den Boden - ein Zeichen von Ungeduld oder von Nervosität? Was am Samstag in der Frankfurter Messehalle vor sich geht, hat allemal das Potenzial, konservative Eminenzen zu beunruhigen.

Als einer unter vielen sitzt der schwarz gekleidete Erzbischof von Köln zwischen Frauen und Männern in Jeans, T-Shirt und Kapuzenpulli. In Serie werden Vorschläge für eine Reform der katholischen Kirche gemacht und häufig mit überwältigender Mehrheit angenommen.

Synodalversammlung der katholischen Kirche

Missbrauchsskandal prägt Diskussion auf Synodalversammlung

Missbrauchs-Opfer haben die katholische Kirche auf eine angemessene Entschädigung der Überlebenden sexueller Gewalt gedrängt.

«Diese Kirche kann, ja darf nicht so bleiben», betonte Kai-Christian Moritz, einer der Sprecher des Betroffenenbeirats bei der Deutschen Bischofskonferenz auf der zweiten Synodalversammlung in Frankfurt. «Sie muss ihre dunklen Missbrauchsseiten grundlegend aufarbeiten, sie muss Betroffene angemessen entschädigen.

ARCHIV - 11.03.2019, Niedersachsen, Lingen: Bischöfe beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bisc

Steine und Fallstricke auf “Synodalem Weg“ bringen Reformprozess der katholischen Kirche ins Stocken

Unversöhnt und ohne Aussicht auf Annäherung stehen sich seit Donnerstagnachmittag in Frankfurt bei der zweiten großen Versammlung im Reformprozess des Synodalen Wegs Liberale und Bewahrer gegenüber. Vor allem konservative und reformorientierte Bischöfe streiten sich um die Frage, wie stark Macht und Gewalt in der katholischen Kirche in die Hände von Laien gelegt werden können.

Bis Samstag noch beraten die 230 katholischen Laien, Priester, Ordensleute und Bischöfe über konkrete Reformen.

Zweite Synodalversammlung der katholischen Kirche

Katholiken auf Reformkurs: Bätzing tadelt Konservative

Mit einer scharfen Replik gegen den konservativen Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat die zweite Synodalversammlung der katholischen Kirche in Frankfurt/Main begonnen. Voderholzer, neben dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki Wortführer der Traditionalisten, hatte den Reformern vorgeworfen, sie würden den Missbrauchsskandal für eine Umgestaltung der Kirche instrumentalisieren.

Dazu sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am Donnerstag: «Von Instrumentalisierung des Missbrauchs zu sprechen, wenn ...