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Prozessauftakt

Priester wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

Beim Computerspielen, beim Baden, beim Fernsehen: Mehr als 30 Mal soll ein katholischer Priester aus dem Erzbistum Köln Mädchen missbraucht haben, als sie bei ihm zu Besuch waren. Am Dienstag begann vor dem Kölner Landgericht der Prozess wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen den 70-Jährigen.

Gleich zu Beginn beantragt sein Verteidiger den Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch die 2. Große Strafkammer entscheidet: Bei der Anklageverlesung dürfen die Zuschauer dabei bleiben.

Rolf Steinhäuser

Weihbischof bekennt Schuld der Kirche bei Missbrauch

Für die Opfer brennen Kerzen vor dem Kreuz: In einem Bußgottesdienst im Kölner Dom hat der Apostolische Administrator Rolf Steinhäuser das Versagen der katholischen Kirche beim sexuellen Missbrauch durch Geistliche bekannt.

«Von Priestern und weiteren kirchlichen Mitarbeitern unseres Bistums ist eine große Zahl von Verbrechen sexualisierter Gewalt an Schutzbefohlenen verübt worden», sagte der Weihbischof am Donnerstag. Als derzeitiger Leiter des Erzbistums sei er «Chef der Täterorganisation Erzbistum Köln».

Kardinal Woelki

Kardinal Woelki zu Exerzitien im Bistum Eichstätt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (65) hält sich für Exerzitien im oberbayerischen Bistum Eichstätt auf. Das teilte eine Bistumssprecherin am Dienstag mit. Nähere Angaben machte sie nicht. Mehrere Medien hatten berichtet, dass der Kardinal derzeit im Eichstätter Priesterseminar zu Gast ist. Woelki hatte sich Mitte Oktober eine Auszeit genommen, die bis Aschermittwoch 2022 dauern soll.

Das Erzbistum Köln befindet sich in einer Krise.

Dienstgebäude des Erzbischöflichen Ordinariats

Münchner Missbrauchsgutachten verzögert sich bis Januar

Das neue Gutachten zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising verzögert sich. Es soll erst Anfang des kommenden Jahres vorgestellt werden, wie die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) am Mittwoch in München mitteilte. Sie begründete die «geringfügige Verzögerung gegenüber der ursprünglich geplanten Veröffentlichung des Gutachtens» mit «in der jüngeren Vergangenheit gewonnenen neuen Erkenntnissen sowie deren intensiver Überprüfung».

Kardinal Woelki

Steuerzahlerbund kritisiert Gehalt für Woelki in Auszeit

Der Steuerzahlerbund NRW hat die Zahlung des vollen Gehalts an den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki während seiner Auszeit scharf kritisiert.

«Wenn Bezüge fortbezahlt werden, ohne dass die eigentliche Arbeit verrichtet wird, ist das nicht in Ordnung», sagte Haushaltsexperte Markus Berkenkopf der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Die Auszeit komme einer Freistellung gleich und solle ohne Bezüge erfolgen. Das Erzbistum hatte mitgeteilt, dass Woelki weiter sein volles Monatsgehalt in Höhe von fast 13.

Kardinal Woelki

13.800 Euro: Woelki bekommt während Auszeit volles Gehalt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki erhält während seiner Auszeit weiter sein volles Monatsgehalt von fast 13 800 Euro.

«Eine geistliche Auszeit ist kein Urlaub», teilte das Erzbistum Köln auf Anfrage mit. «Der Erzbischof ist weiterhin im Amt.» Somit erhalte er während seiner bis Anfang März dauernden Auszeit seine vollen Bezüge nach der Beamtenbesoldungsgruppe B10, was dem Gehalt eines Oberbürgermeisters entspreche. «Einen erheblichen Teil davon» wolle Woelki für Missbrauchsopfer spenden.

Kardinal Woelki

Kardinal Woelki geht in Auszeit - Weihbischof übernimmt

Führungswechsel im größten deutschen Bistum: Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki geht von Dienstag an in seine angekündigte «geistliche Auszeit».

Als sogenannter Apostolischer Administrator übernimmt dann Weihbischof Rolf Steinhäuser bis zum 1. März 2022 die Leitung des Bistums. So sehe es ein Dekret aus Rom vor, das am Dienstag offiziell veröffentlicht werden soll, teilte das Kölner Erzbistum am Montag mit. Steinhäuser werde mit der Ernennung alle entsprechenden Rechte und Pflichten erhalten.

Restaurierung «Die Kreuzigung Petri»

Rubens-Gemälde „fühlt sich wohl“ in Kölner Kirche

Ein riesiges Gemälde von Peter Paul Rubens, das seit 380 Jahren in einer Kölner Kirche hängt, ist dort noch immer gut aufgehoben. Das ist das Hauptergebnis einer Restaurierung des Spätwerks «Die Kreuzigung Petri» aus der Kirche St. Peter in der Kölner Innenstadt.

«Es ist in der Vergangenheit immer mal wieder in Frage gestellt worden, ob ein so prominentes Bild überhaupt in einer Kirche hängen darf», sagte der Gemälderestaurator Andreas Hoppmann.

Synodalversammlung der katholischen Kirche

Missbrauchsskandal prägt Diskussion auf Synodalversammlung

Missbrauchs-Opfer haben die katholische Kirche auf eine angemessene Entschädigung der Überlebenden sexueller Gewalt gedrängt.

«Diese Kirche kann, ja darf nicht so bleiben», betonte Kai-Christian Moritz, einer der Sprecher des Betroffenenbeirats bei der Deutschen Bischofskonferenz auf der zweiten Synodalversammlung in Frankfurt. «Sie muss ihre dunklen Missbrauchsseiten grundlegend aufarbeiten, sie muss Betroffene angemessen entschädigen.

Protest

Katholiken auf Reformkurs - Bätzing tadelt Konservative

Mit einer scharfen Replik gegen den konservativen Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat die zweite Synodalversammlung der katholischen Kirche in Frankfurt/Main begonnen.

Voderholzer, neben dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki Wortführer der Traditionalisten, hatte den Reformern vorgeworfen, sie würden den Missbrauchsskandal für eine Umgestaltung der Kirche instrumentalisieren.

Dazu sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am Donnerstag: «Von Instrumentalisierung des Missbrauchs zu ...