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Nach dem Brexit will die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sich noch stärker dafür einsetzen, dass ihr Land unabhängi

Kein einig Land: Wie der Brexit den Zusammenhalt in Großbritannien auf die Probe stellt

Diesen Satz ließ der britische Premierminister Boris Johnson bei keiner Gelegenheit aus: „Wir verlassen die EU als einiges Land.“ Natürlich handelte es sich dabei um keine Zustandsbeschreibung, sondern um eine Beschwörungsformel. Denn die Uneinigkeit ist offensichtlich: Sämtliche drei Regionalparlamente von Schottland, Nordirland und Wales haben dem Austrittsgesetz der konservativen Regierung die Zustimmung verweigert. Schon setzen Brexit-Gegner ihre Hoffnung auf bevorstehende Verfassungskrisen.

Der irische Außenminister Simon Coveney (links) und der der britische Nordirlandminister Julian Smith bei ihrer Erklärung vor de

Einigung auf neue Regionalregierung in Nordirland

In Nordirland geraten die verhärteten Fronten in Bewegung. Nach wochenlangen intensiven Verhandlungen stimmten die wichtigsten politischen Kräfte der britischen Provinz am Freitag Abend einer Wiederbelebung der Belfaster Allparteien-Regierung zu. Womöglich schon am Samstag, auf jeden Fall aber am Montag wird das Regionalparlament zusammentreten und die Minister bestimmen.

Die Einigung kam auf Druck der britischen und irischen Regierung zustande.

 Arlene Foster führt die protestantisch-nordirische DUP, die mit zehn Abgeordneten im Unterhaus vertreten ist.

Die nordirischen Unionisten von der DUP: Die Partei ist das Neinsagen gewohnt

Nordirland hat in den vergangenen Jahrzehnten viele herausragende Politiker hervorgebracht. Zu ihnen zählte Ian Paisley, Chef einer fundamentalistischen Protestantensekte und Pate der erzkonservativen DUP, die heute im Parlament von Westminster das Zünglein an der Waage abgibt. Paisley war Stachel im Fleisch der kompromisswilligeren Unionisten, von konservativen wie Labour-Politikern in London verhasst und gefürchtet – Paisleys Karriere baute darauf auf, möglichst laut „No“ und „Never“ zu sagen.

 Das britische Unterhaus kommt am Samstag zu einer Brexit-Sondersitzung zusammen.

Im Unterhaus muss Johnson viele Skeptiker überzeugen

Nach der Einigung in Brüssel konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Londoner Politik nun auf die notwendige Zustimmung des Parlaments. Das Unterhaus stimmte am Donnerstagnachmittag der ersten Samstagssitzung seit 37 Jahren zu. Um seinen „großartigen neuen Deal“ verabschieden zu können, muss Premier Boris Johnson viele Skeptiker umstimmen. Sowohl die Oppositionsparteien wie auch die nordirische Unionistenpartei DUP kündigten ihre Ablehnung an.

Weil das Votum der DUP auch die Stimmung unter Johnsons konservativen Brexit-Hardlinern ...

Arlene Foster und Nigel Dodds

Wer ist die nordirisch-protestantische DUP?

Beim Ringen um ein Brexit-Abkommen hat sich immer wieder eine Kleinstpartei als Zünglein an der Waage herausgestellt.

Die nordirisch-protestantische DUP (Democratic Unionist Party) hat nur zehn Mandate im Parlament in Westminster, doch ihr Einfluss ist seit der vorgezogenen Wahl im Juni 2017 erheblich. Das liegt daran, dass die Konservative Partei der damaligen Premierministerin Theresa May ihre Mehrheit verlor. Nur mithilfe der DUP konnte sie an der Macht bleiben und mit einer Minderheitsregierung weitermachen.

Brexit

Durchbruch oder nicht? Irritationen um angeblichen Brexit-Deal

Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen - oder etwa doch nicht? Kurz vor Beginn des EU-Gipfels sollen sich Großbritannien und die EU auf eine Vereinbarung geeinigt haben.

Das jedenfalls vermeldete EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf Twitter.

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Deal - wir haben einen“, schrieb Juncker am Donnerstag.

Er schlage dem Gipfel der Staats- und Regierungschef nun vor, das Abkommen zu billigen.

Brexit-Verhandlungen

Wichtige Brexit-Fragen geklärt - aber noch keine Einigung

Kurz vor dem EU-Gipfel haben Experten der EU und Großbritanniens die wichtigsten Brexit-Fragen geklärt. Darunter war auch die lange sehr umstrittene Zollregelung für Irland, wie Unterhändler Michel Barnier nach Angaben von Diplomaten am Abend in einem EU-Treffen berichtete.

Eine Gesamteinigung stand aber noch aus, weil einige komplexe Details offen waren. Die britische Regierung rechnete damit laut Medienberichten auch nicht mehr für Mittwoch.

 Der britische Premier Boris Johnson.

Iren, Schotten und Waliser gegen Johnson

Zum Abschluss seiner ersten Woche in der Downing Street hat Boris Johnson am Mittwoch Nordirland besucht. Der britische Premierminister drängte die Vertreter der fünf größten Parteien in Belfast zur Wiederbelebung der Regionalregierung für die britische Provinz. Zuvor hatte der irische Premier Leo Varadkar seine Kollegen dazu ermahnt, das Karfreitagsabkommen zu beachten und seine Macht „mit gründlicher Objektivität“ auszuüben. Die Chefin der Republikanerpartei Sinn Féin, Mary Lou McDonald, nannte den britischen EU-Austritt „eine erstaunliche ...

Journalistin in Nordirland erschossen

Frau bei „terroristischem Vorfall“ in Nordirland erschossen

Unruhen auf der Grünen Insel: Bei gewaltsamen Ausschreitungen ist in der nordirischen Stadt Londonderry eine Journalistin mit einem Kopfschuss getötet worden.

Der Tod der 29-Jährigen im Wohngebiet Creggan am Stadtrand sei wohl ein „terroristischer Vorfall“, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die Polizei leitete Mordermittlungen ein. Sie vermutet, dass hinter der Tat eine militante Republikaner-Gruppe namens Neue IRA stecken könnte.

Explosion in Londonderry

Autobombenanschlag in Nordirland: Verdacht gegen Neue IRA

Nach der Explosion einer Autobombe in der nordirischen Stadt Londonderry sind fünf Männer festgenommen worden, die der militanten Gruppierung Neue IRA angehören sollen.

Am Sonntag wurden vier Männer im Alter von etwa 20 bis 42 Jahren festgesetzt. Am Montag meldete die Polizei die Festnahme eines 50-Jährigen. Im britischen Nordirland treiben diverse Gruppierungen ihr Unwesen.

Nach Ansicht des Mediators Michael Doherty kann der geplante EU-Austritt Großbritanniens solche Vorfälle anfachen.