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Jean Castex

Frankreichs Präsident Macron wechselt mehrere Minister aus

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Rücktritt der Regierung seinen Innenminister und seine Umweltministerin ausgetauscht. Neuer Innenminister sei der 37-jährige Gérald Darmanin, teilte der Generalsekretär des Élyséepalastes, Alexis Kohler, am Montagabend in Paris mit.

Darmanin war vorher Haushaltsminister. Für Umwelt ist künftig die 45-jährige Barbara Pompili zuständig - sie kommt ursprünglich von den Grünen. Mit dem neuen Team will Macron Frankreich aus der Coronakrise führen - ein deutlicher Kurswechsel bleibt mit ...

Edouard Philippe

Justiz ermittelt gegen Ex-Premier Philippe in Corona-Krise

Nach dem Rücktritt der französischen Regierung hat die Justiz wegen Vorwürfen im Umgang mit der Corona-Krise gegen den bisherigen Premier Édouard Philippe und zwei Ex-Minister Untersuchungen eingeleitet.

Ihnen wird fehlende Bekämpfung einer Katastrophe vorgeworfen, wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichteten. Die Untersuchungen richten sich neben Philippe gegen die ehemalige Gesundheitsministerin Agnes Buzyn und ihren Nachfolger Olivier Véran.

Keine weiteren Götter

Macron duldet keine weiteren Götter neben sich

Als radikale Wende war die Regierungsumbildung angekündigt worden. Doch mit der Ernennung von Jean Castex setzt Präsident Emmanuel Macron erneut auf einen Regierungschef aus dem konservativen Lager. Der beliebte Edouard Philippe, ein ehemaliges Mitglied der Konservativen, wurde durch einen weniger bekannten Klon ersetzt – so sieht es zumindest aus. Macron setzt für seine Wiederwahl 2022 auf konservative Wähler. Sarkozys Republikaner, die sich bei den Kommunalwahlen am Sonntag achtbar schlugen, sind seine Zielgruppe.

Der alte und der neue: Jean Castex (re.) löst Edouard Philippe als Premierminister Frankreichs ab.

Neuanfang in Frankreich

Vor der Ernennung eines neuen Regierungschefs wird in Frankreich viel spekuliert. Meist ist der Name, der bekannt gegeben wird, schon irgendwann einmal gefallen. Doch die Personalentscheidung, die Präsident Emmanuel Macron am Freitag verkünden ließ, ist eine faustdicke Überraschung. Der kaum bekannte Jean Castex soll auf Edouard Philippe folgen. Damit entscheidet sich der Staatschef für einen klar konservativen Kurs, den der 55-Jährige Castex verkörpert: Er war Sozialberater des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Macron ernennt Jean Castex zum neuen Premier

Macrons Neustart - Kaum bekannter Castex wird Premier

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wagt den politischen Neuanfang und wechselt seinen Premierminister aus. Der 42-Jährige ernannte am Freitag den politischen Funktionär Jean Castex zum neuen Regierungschef.

Zuvor waren der beliebte Premier Édouard Philippe und die gesamte Regierung zurückgetreten. Der Schritt kam nicht überraschend. Mit seiner Wahl für den weitgehend unbekannten Castex setzt Macron auf Kontinuität - ein deutlicher Kurswechsel nach links bleibt aus.

Frankreichs Regierung tritt zurück

Die französische Mitte-Regierung unter Premierminister Édouard Philippe (49) ist komplett zurückgetreten. Das teilte der Präsidentenpalast in Paris am Freitag mit. Der Schritt wurde erwartet, da Präsident Emmanuel Macron seine Politik neu ausrichten will und deshalb Umbesetzungen in der Regierung plant.

© dpa-infocom, dpa:200703-99-657691/1

Nach dem Triumph der Grünen bei den französischen Kommunalwahlen hat Macron Zugeständnisse bei der Klimapolitik angekündigt.

Macrons grüne Neuerfindung

Breit lächelnd ging Emmanuel Macron über den sorgfältig gestutzten Rasen hinter dem Elysée-Palast auf sein Publikum zu. Der französische Präsident wirkte nach dem Debakel seiner Partei in der zweiten Runde der Kommunalwahlen entspannt und gut gelaunt. Er hatte den Tag nach der Stichwahl um die Rathäuser ausgesucht, um die letzte Phase seiner Amtszeit einzuleiten. Es soll eine „grüne“ Phase sein, wie Macron in seiner Rede vor den 150 Vertretern der Bürgerkonvention für das Klima deutlich machte.

Klimapolitik in Frankreich

Der französische Präsident und der grüne Durchmarsch

Eine lange Rede im Garten des Élyséepalastes, ein freundlicher Empfang für 150 Mitglieder des Bürgerkonvents für den Klimaschutz: Emmanuel Macron lächelt und lässt sich nichts anmerken.

Frankreichs Präsident umschifft am Montag das Reizthema Kommunalwahlen, bei denen die Grünen in großen Städten ungekannte Erfolge feierten und sein Mitte-Lager einen spektakulären Rückschlag einstecken musste. Die Bemerkung des 42-Jährigen, es handele sich um „einen etwas besonderen Tag“, durften Insider als subtile Anspielung verstehen.

Emmanuel Macron

„Grüne Welle“ bei Kommunalwahlen in Frankreich

Bei der Endrunde der Kommunalwahlen in Frankreich haben Grüne und ihre Verbündeten beispiellose Erfolge errungen. In Städten wie Lyon, Straßburg oder Besançon stehe ein Machtwechsel an, berichtete der TV-Sender France 2.

Die Sprecherin von Europe Écologie - Les Verts, Eva Sas, sprach von einer „grünen Welle“. Bisher ist Grenoble die einzige große Stadt mit einem grünen Bürgermeister.

Die Stichwahlen betrafen fast 5000 Kommunen, darunter waren die größten Städte des Landes.

Die Stichwahl am Sonntag könnte für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Debakel werden.

Eine Niederlage mit Ankündigung

„Nur weg hier“, scheint sich Emmanuel Macron für die Tage nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen vorgenommen zu haben. Am Montagnachmittag steht ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Meseberg auf der Agenda, bevor der französische Präsident nach Mauretanien und Senegal reist. Für den 42-Jährigen sind die Auswärtstermine eine willkommene Gelegenheit, sich in der Außenpolitik zu profilieren, während seine Partei La République en Marche (LREM) mit einem blamablen Wahlergebnis fertig werden muss.