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Ein Aushängeschild für das Bergfest sind auch die Bergfesttrommler. Wegen der Corona-Pandemie werden sie in diesem Jahr nicht an

Auch in Berg schweigen die Trommeln

Nach Vorbild der Trommeler vom benachbarten Ravensburg und vom benachbarten Weingarten haben sich auch die Bergfesttrommler aus der Gemeinde Berg dazu entschieden, in diesem Jahr aufs Antrommeln verzichten. Wie beim Rutenfest und auch beim Welfenfest gehören Trommeln zum Klang des Bergfestes, das dieses Jahr aber wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss.

„Wir haben beschlossen, mit Ravensburg und Weingarten gleichzuziehen, vor allem weil uns die Ansteckungsgefahr zu groß ist.

 Die neuen Kostüme sind ein Gemeinschaftsprojekt von Matthias-Erzerber-Schule, Schützendirektion und Landkreis (von links): Rain

Trommler- und Fanfarenzug erhält für 25.000 Euro neue Kostüme

Der Trommler- und Fanfarenzug der Matthias-Erzberger-Schule hat neue Kostüme für den Historischen Festzug des Biberacher Schützenfest bekommen. Gesponsert wurden die neuen Outfits im Wert von 25.000 Euro vom Landratsamt Biberach.

Am Mittwoch trafen sich Vertreter von Schützendirektion und Matthias-Erzberger-Schule (MES) mit Landrat Heiko Schmid zur offiziellen Übergabe am Biberacher Kreis-Berufsschulzentrum.

Die neuen Kostüme wurden von der Schützenbühne gestaltet, sie sind aus Samt und rubinrot.

Schützen: Wie diese Schüler mit den unerfüllten Tam-Träumen umgehen

Kein Schützenfest wie jedes andere wäre Schützen 2020 für Laura Groner (16) vom Pestalozzi-Gymnasium (PG) und Peter Voß (17) vom Wieland-Gymnasium (WG) gewesen. Als Tambourmajore (Tam) hätten sie die Musikgruppen ihrer Schulen anführen dürfen.

Die WG-Trommler zieren in diesem Jahr das Festplakat und das Festabzeichen. Schon deswegen wären die Festtage für die traditionsreiche Gruppe, die seit 1921 Bestandteil des Schützenfests ist, etwas Besonderes gewesen.

 Beim Troko bleiben die Trommeln während der diesjährigen Rutenfesttage zuhause.

Ravensburger Rutenhauptmann: „Wir werden unsere Trommeln nicht anrühren“

Kurz vor dem Wochenende, an dem das Ravensburger Rutenfest hätte stattfinden sollen, kursierten Gerüchte über Adressen, bei denen angeblich trotz der Festabsage angetrommelt wird, und über geheime Marschpläne von Trommlergruppen. Diesen tritt der Rutenhauptmann des Trommlerkorps der Gymnasien, Laurin Muschel, klar entgegen: „Wir werden dieses Wochenende unsere Trommeln nicht anrühren“, sagte er am Freitag im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“.

Seit 50 Jahren ist Kurt Schlacher Rutenbeauftragter. In diesem Jahr wollte er seieigentlich n Jubiläum groß feiern.

Ravensburger Rutenfest: Dieser Mann ist seit 50 Jahren der Trommlerbeauftragte

Kurt Schlachter betreut als Trommlerbeauftragter seit 50 Jahren die Ravensburger Rutentrommler. So kurz vor dem Rutenfest bekommt man normalerweise keinen Gesprächstermin mehr, da ist sein Kalender proppenvoll. Doch in diesem Jahr, in dem das Rutenfest abgesagt werden musste, ist alles anders.

Das heißt, nicht alles. Das Herzblut für seine Trommler-Buben und -Mädels fließt trotzdem, seine Liebe zum Rutenfest spürt man bei jedem Gespräch durch und durch.

 Bernd Adler

Lasst es bleiben

Ravensburg steht im Juli 2020 vor einem traurigen Rutenfestjahr. Unser Stadt- und Heimatfest, auf das so viele so lange hinfiebern, fällt aus. Eigentlich unvorstellbar, ein Sommer ohne Rutenfest in Ravensburg. Doch die Corona-Pandemie zwingt dazu.

Massenveranstaltungen und Massenansammlungen von Menschen sind in diesen schwierigen Tagen zurecht abgesagt, weil viel zu riskant. Niemand möchte ein zweites Ischgl.

Für die jungen Trommler in allen Gruppen tut das verdammt weh.

Premiere: Die PG-Mädels bei einem ihrer ersten Auftritte beim Biberacher Schützenfest 1970.

PG-Mädels feiern 50-jähriges Bestehen

Der Spielmannszug des Pestalozzi-Gymnasiums Biberach (PG) feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen: Ein halbes Jahrhundert sind die PG-Mädels bereits Bestandteil des Schützenfests. Pandemiebedingt muss dieses Jubiläum heuer leider entfallen, wird aber sicher im kommenden Jahr gebührend nachgeholt.

Am 30. Juni 1970 spielten bei der Abnahme am Unteren Haberhäusle zwölf Trommlerinnen in schwarzen Schnürstiefeln ihre Märsche. Anette Schiffner schwang als erste Tambourmajorin den Tambourstab für ihre Mitspielerinnen.

Häuptling „Brennende Hütte, Nils Kaeding vom Jugendreferat, zeigt den kleinen Indianern im Ferienprogramm die Trommelrhythmen d

Trommeln mit Häuptling „Brennende Hütte“

Anschleichen üben, trommeln lernen, Wurfspiele und Stockbrot grillen am Lagerfeuer. Die Häuptlinge vom Jugendreferat „Brennende Hütte“, „Steve-the-chief“ und „Der-mit-dem-Rad-fährt“ haben sich für den Nachmittag am Grillplatz viel einfallen lassen. Jeder der acht kleinen Indianer bekommt seinen ganz persönlichen Namen und gestaltet seine Kette aus Naturmaterialien. Für kleine Schussenindianer gibt es Spiel, Spaß und Stockbrot beim Ferienprogramm.

Sie sitzen im großen Kreis unter den schattigen Bäumen am Grillplatz an der Schussen.

 Das Trommlerkorps der Gymnasien beim Antrommeln am 1. August 2020 – eine Woche nach dem ausgefallenen Rutenfest.

Geteilte Meinung in Ravensburg zum Antrommeln in den Ferien

An den Rutenfesttagen Ende Juli ließen die Ravensburger wegen der Coronapandemie ihre Trommeln ruhen – doch eine Woche später sind sie nun zum Einsatz gekommen. Während sich mehrere Gruppen bewusst gegen diese Möglichkeit entschieden hatten, trommelten die Landsknechte und das Trommlerkorps der Gymnasien (Troko) am 1. August bei privaten Adressen an. Auch die Polizei hatte ein Auge auf das Geschehen.

Das Rutenfest 2020 musste aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen.

 Rektorin Melita Paul mit der Schulbesten Gina Meier

220 Schüler der Realschule Weingarten erhalten ihre Abschlusszeugnisse

220 Schüler der Realschule Weingarten haben in einer improvisierten Abschlussfeier ihre Real- oder Hauptschulabschlusszeugnisse erhalten. Wie die Realschule mitteilt, fand die Veranstaltung coronabedingt in abgespeckter Form statt, was gleich zu Beginn beim Einmarsch des Trommlercorps der Realschule sichtbar wurde.

Mindestens die Hälfte der Gruppe fehlte, denn nur die Trommler aus den aktuellen zehnten Klassen durften spielen. Anstatt des Schulorchesters gab es Gesangsbeiträge von Solo-Sängerinnen aus den zehnten Klassen.