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Susanna Krüger

„Jemen ist der schlimmste Ort für Kinder auf der Welt“

Der Jemen wurde lange vernachlässigt, sagt Susanna Krüger, Geschäftsführerin der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ (Foto: Save the Children), im Gespräch mit Daniel Hadrys.

Sie waren kürzlich selbst in der jemenitischen Hafenstadt Hodeida. Was haben Sie dort erlebt?

Ich habe eine Stadt voller Angst erlebt. Seit dreieinhalb Jahren wird die zivile Infrastruktur bewusst attackiert. In Krankenhäusern gibt es keine Möglichkeit mehr, Menschen zu behandeln.

Kinder in Syrien

Fast jedes fünfte Kind wächst in Konfliktgebieten auf

Mehr als 100.000 Babys sterben jedes Jahr durch Kriege und Konflikte in den zehn am schlimmsten betroffenen Ländern. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz veröffentlicht hat.

Fast jedes fünfte Kind wächst demnach in einem Konfliktgebiet auf. „Das ist mehr als je zuvor in den vergangenen 20 Jahren“, sagte die Leiterin von Save the Children International, Helle Thorning-Schmidt.

Immer mehr Mädchen als Kinder verheiratet

Immer mehr Mädchen werden als Kinder zwangsverheiratet

Die Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ warnt, dass immer mehr Mädchen bereits im Kindesalter verheiratet werden. Demnach leben laut den Vereinten Nationen derzeit weltweit rund 700 Millionen Frauen und Mädchen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingehen mussten.

Im Jahr 2050 könnten es bis zu 1,2 Milliarden sein, schätzt „Save the Children“. In Ländern wie Afghanistan, dem Jemen, Indien und Somalia würden Mädchen bereits teilweise im Alter von 10 Jahren verheiratet, heißt es in dem Bericht.

Markus Söder

SPD: Flüchtlingen Arbeit und Ausbildung ermöglichen

Vor dem Start der Ankerzentren in Bayern haben Flüchtlingshelfer und Opposition die Pläne kritisiert. Zugleich erinnerten sie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an dessen Ankündigung, der Freistaat werde „deutlich offener sein und alle Ermessensspielräume nutzen, um eine bessere Balance zu finden“, wenn die Flüchtlinge Integrationsleistungen bringen. Das könnten etwa Arbeitserlaubnisse und Möglichkeiten zur Ausbildung sein.

Die SPD im Landtag rief Söder auf, diese Erlaubnisse rasch erteilen zu lassen.

Bayerisches Transitzentrum Manching

Kritiker sehen neue Ankerzentren als Abschiebeanstalten

In Bayern arbeiten seit heute die bundesweit ersten der umstrittenen sogenannten Ankerzentren. Die Einrichtungen sollen Asylverfahren und damit auch Abschiebung oder Rückführung derjenigen Migranten beschleunigen, die kein Bleiberecht haben.

Durch die Bündelung aller wichtigen Behörden bekomme man noch schneller Klarheit über den Ausgang des Asylverfahrens, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Start der Einrichtungen.

Pater Alfred Tönnis mit zwei Patienten.

„Helfen bringt Freude“: 81 lokale Initiativen sind in aller Welt aktiv

Schulen, Krankenstationen, Kindergärten: Ein Blick auf die 81 lokalen Initiativen, die die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ mit ihren Spendengeldern unterstützen, beweist: Vor allem Bildungsprojekte in aller Welt profitieren vom Engagement der Weihnachtsspendenaktion 2018.

Die ehrenamtlich tätigen „Motoren“, also Männer und Frauen aus der Region, haben diesen Schwerpunkt bewusst gewählt und bekämpfen dadurch Fluchtursachen.

Denn Flüchtlingskinder haben generell in vielen Ländern nur wenig Chancen auf gute Bildung, wie ...

Schweden-Krimi ohne Klischees: Gefängnispastorin entdeckt "Was Gott nicht sah"

Ingrid, die Heldin des schwedischen Krimis "Was Gott nicht sah", ist keine spröde, beziehungsgeschädigte Kommissarin, sondern Pastorin. Nicht nur dies macht den ersten Roman von Helena von Zweigbergk origineller als so manches andere Werk aus der Feder jener skandinavischen Autoren, die sich den Krimi-Boom mit schnell angefertigter Austauschware zunutze machen wollen.

Die Protagonistin hat sich mit einem für den Leser bis zuletzt rätselhaften Mord auseinander zu setzen und gerät darüber selbst in eine große seelische Krise.

 Die Kreis- und Regionalmeister der TG.

Etienne Duclaux knackt Kreisrekord

Die Leichtathleten der TG Trossingen haben am Dienstag ihre erfolgreichen und verdienten Sportler geehrt. Gewürdigt wurden die Leistungen der Kreis- und Regionalmeister, Sport- und Laufabzeichen wurden verliehen sowie Mehrkampfnadeln- und Medaillen. Außerdem erhielten die Kinderliga-Teilnehmer eine Überraschung und es wurde ein neuer Kreisrekord verkündet.

„Es ist ein Ehrentag für euch Athleten“, sagte Helga Koch. Sie erinnerte an die letztjährigen Sportveranstaltungen, beispielsweise den Einzelmeisterschaften in Tuttlingen im Mai ...

Ensemble bringt Vergessenes ans Licht

Bekannte Komponisten präsentieren und vergessene Meister wieder ans Licht und zu Gehör bringen: Das ist Wilfried Bergmann und seinem Ensemble des Collegium Musicum bei einer Abendmusik in der Nonnenhorner St. Jakobuskapelle gelungen.

Mit Werken ausschließlich des Barock wusste Bergmann, der vom Cembalo aus das Ensemble leitete, den Zuhörern ein anspruchsvolles und interessantes Programm zu bieten. An den 300. Todestag von Johann Pachelbel erinnerte er mit einer eingangs auf der Orgel gespielten Toccata und Fuge sowie den ...

Inder aus Toronto: Meisterhaftes Familienepos von Rohinton Mistry

Rohinton Mistry wirkt zurückhaltend. Er denkt sorgfältig nach, bevor er spricht. Der 50-jährige Mann aus Bombay wirkt so gar nicht wie ein medienverliebter Starautor. Dabei hat ihm sein neuer Roman "Die Quadratur des Glücks" erneut die Anwartschaft auf den Booker Prize 2002 gebracht und die internationale Kritik zu wahren Lobeshymnen beflügelt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sieht in dem heute bei Toronto lebenden Schriftsteller einen der "großen Erzähler unserer Zeit".