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Raimund Fellinger

Suhrkamp-Cheflektor Raimund Fellinger gestorben

Der Cheflektor des Suhrkamp Verlages, Raimund Fellinger, ist tot. Fellinger, der auch Präsident der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft war, starb am Samstag im Alter von 68 Jahren in Frankfurt am Main, wie der Suhrkamp Verlag am Montag in Berlin mitteilte.

Der Verleger Siegfried Unseld (1924-2002) hatte Fellinger bezeichnet als „den verläßlichsten Lektor, den sich bis zur Selbstaufgabe hingebenden Arbeiter am Text, den Mitdenker der Inhalte der Verlage, den Mann, der sich so bedingungslos für "seine" Autoren einsetzt“.

Suhrkamp Verlag

Der Suhrkamp-Verlag wird 70

Brechts „Mutter Courage“ ist lila. Judith Butlers „Körper von Gewicht“ leuchtet orange. „Die Ermittlung“ von Peter Weiss präsentiert sich in hellem Blau. In unzähligen bundesdeutschen Bücherregalen ist Literaturgeschichte auch ein Spiel der Spektralfarben.

Der bildungsbürgerliche Regenbogen aus Romanen, Gedichten oder philosophischen Analysen geht auf den Suhrkamp Verlag zurück, dessen Edition die Farbtupfer setzt. Nicht nur optisch hat der Verlag ein Stück Literaturgeschichte im Nachkriegsdeutschland geschrieben.

Neue Aspekte: „Liebesgrüße aus Nordkorea“

Der norwegische Künstler Morten Traavik kann sich rühmen, in Nordkorea Pionierarbeit geleistet zu haben. Er organisierte nämlich das erste Rockkonzert im Land.

Seine Beziehung zu der als äußerst verschlossen geltenden Nation währte an die zehn Jahre. So bekam er tiefere Einblicke als westliche Touristen, die sich meist nur für kurze Zeit dort aufhalten. Entsprechend informativ ist sein Buch „Liebesgrüße aus Nordkorea“.

Natürlich bietet es auch die üblichen bizarren Geschichten über das abgeschottete Reich, die man als ...

Die gefährliche Philosophie vom Glück

Die Glücksindustrie boomt: Glücks-Ratgeber schaffen es regelmäßig auf die Bestseller-Liste, Glücks-Coaches machen gute Geschäfte und in einem Ranking wird jedes Jahr das glücklichste Land der Welt gekürt.

Glück kann man lernen, jeder ist seines Glückes Schmied, suggeriert die Positive Psychologie. Doch jetzt holt die bekannte Soziologin Eva Illouz zu einem Frontalangriff gegen die Glücksmacher aus. Zusammen mit ihrem spanischen Kollegen Edgar Cabanas nimmt sie in ihrem Buch „Das Glücksdiktat“ die Positive Psychologie regelrecht ...

Annie Ernaux über ihre Mutter

Sie war „Arbeiterin, aber anständig.“ Darauf legte schon das junge Mädchen großen Wert. Sie wusste genau, was sie wollte, träumte vom eigenen Laden und bekam ihn auch.

Sie vermied den provinziellen Dialekt und las so viele Romane, wie sie in die Finger bekam. Als Mutter machte es sie stolz, dass die Tochter die höhere Schule besuchte. Doch der Aufstieg der Tochter ist gleichzeitig der Beginn einer unaufhaltsamen Entfremdung beider Frauen.

Hitler und Mussolini - eine Männerfreundschaft?

Das erste Treffen zwischen Hitler und Mussolini findet 1934 in Venedig statt. Es folgt einem pompösen Protokoll. Der Duce, seit zwölf Jahren an der Macht, lässt den Novizen Hitler deutlich spüren, wer hier die erste Geige spielt.

Zehn Jahre später dann das letzte Treffen der beiden Diktatoren in finsterer Umgebung: Hitler, gerade einem Attentat entkommen, empfängt Mussolini in seinem Hauptquartier Wolfsschanze inmitten mückengeplagter ostpreußischer Wälder.

Siegfried Unseld

Suhrkamp-Kultur: Siegfried Unselds „Reiseberichte“

Der Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld ist nach den heftigen Attacken seines „Star-Autors“ Max Frisch wie am Boden zerstört und zweifelt an Gott und der (Verlags-) Welt.

Das „stellte alles in den Schatten“, und: „Auch ich habe ein Recht, nicht gedemütigt werden zu wollen.“ Aber auch mit einem anderen Hausautor wie Thomas Bernhard läuft es nicht immer gut: „Ich weiß nicht, ob ich noch einmal die Nerven habe, ein solches Gespräch durchzustehen.

Marieke Lucas Rijneveld

Booker-Literaturpreis geht an Niederländerin Rijneveld

Der britische International-Booker-Literaturpreis geht an die Niederländerin Marieke Lucas Rijneveld für ihren Roman „The Discomfort of Evening“. Sie ist mit 29 Jahren die jüngste Autorin, die jemals die hohe Auszeichnung bekommen hat.

„Ich bin so stolz wie eine Kuh mit sieben Eutern“, sagte Rijneveld am Mittwoch in einer ersten Reaktion per Videobotschaft. Sie teilt sich den mit 50.000 Pfund (knapp 56.000 Euro) dotierten Preis mit Michele Hutchison, die das Werk ins Englische übersetzt hat.

Lidia Jorge

Bedeutender FIL-Literaturpreis geht an Lídia Jorge

Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge erhält in diesem Jahr den FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache. Die mit 150.000 US-Dollar (etwa 127 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas.

Jorges Karriere zeichne sich durch „die Originalität und Subtilität ihres Stils, die Unabhängigkeit in der Bewertung und eine immense Menschlichkeit“ aus, teilte die Jury der internationalen Buchmesse der mexikanischen Stadt Guadalajara (FIL) am Freitag mit.

Lidia Jorge

Bedeutender FIL-Literaturpreis geht an Lídia Jorge

Die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge erhält in diesem Jahr den FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache. Die mit 150.000 US-Dollar (etwa 127 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas.

Jorges Karriere zeichne sich durch „die Originalität und Subtilität ihres Stils, die Unabhängigkeit in der Bewertung und eine immense Menschlichkeit“ aus, teilte die Jury der internationalen Buchmesse der mexikanischen Stadt Guadalajara (FIL) am Freitag mit.