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Papst Franziskus gewährt Erzbischof Heße Auszeit

Papst Franziskus gewährt dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße eine Auszeit. Das teilte das Erzbistum Hamburg am Montag mit. Als Konsequenz aus einem Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln hatte Heße dem Papst seinen Amtsverzicht angeboten.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-13930/1

Erzbischof Heße bietet Papst Amtsverzicht an

Hamburgs Erzbischof Stefan Heße hat dem Papst wegen Pflichtverletzungen bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen seinen Amtsverzicht angeboten. «Um Schaden vom Amt des Erzbischofs sowie vom Erzbistum Hamburg abzuwenden, biete ich Papst Franziskus meinen Amtsverzicht an und bitte ihn um die sofortige Entbindung von meinen Aufgaben», sagte Heße am Donnerstag in einer persönlichen Erklärung. Der Strafrechtler Björn Gercke hatte dem früheren Personalchef im Erzbistum Köln elf Pflichtverletzungen vorgeworfen.

Erzbischof Heße

Papst Franziskus gewährt Erzbischof Heße Auszeit

Papst Franziskus hat dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße eine Auszeit gewährt. Als Konsequenz aus dem Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln hatte Heße dem Papst zuvor seinen Amtsverzicht angeboten.

Wie das Erzbistum Hamburg am Montag mitteilte, ging nun eine «erste Antwort» aus Rom ein. «Papst Franziskus hat dem Erzbischof von Hamburg, S.E. Mons. Stefan Heße, eine Auszeit gewährt», gab der Vatikan bekannt. Während seiner Abwesenheit werde Generalvikar Ansgar Thim das Erzbistum verwalten.

Reinhard Marx

Betroffenenbeirat Köln begrüßt Verzicht von Kardinal Marx

Der Betroffenenbeirat im Erzbistum Köln hat sich erleichtert über die Entscheidung des Münchner Kardinals Reinhard Marx geäußert, auf das Bundesverdienstkreuz zu verzichten.

Er finde den Schritt gut, teilte Beiratsmitglied Peter Bringmann-Henselder der Deutschen Presse-Agentur mit. «Es zeigt, dass auch hohe Kirchenfürsten endlich mal den Blick auf die Betroffenen werfen.»

Das Bundesverdienstkreuz hätte dem ehemaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz am Freitag in Berlin überreicht werden sollen.

Studie: Infrarotlaser soll Wachkoma-Patienten stimulieren

Berlin (dpa) - Mit Laserstrahlen wollen Berliner Mediziner Wachkoma-Patienten zu mehr Bewusstsein verhelfen.

Eine erste Studie dazu, bei der Patienten durch die Hirnschale hindurch mit einem Nah-Infrarotlaser stimuliert wurden, stellt das Team um Prof. Stefan Hesse von der Medical Park Klinik in Berlin auf einem Kongress für Neurorehabilitation (12.-14.12.) vor. „Es ist ein Hoffnungsschimmer“, sagte Hesse. Es gehe jedoch um eine Zustandsverbesserung, nicht um Heilung.

Jahrzehntelang vertuscht, geschwiegen, geschlampt und gelogen

Der heftigste Kirchenfeind hätte sich das Drehbuch für die samt und sonders selbst verschuldeten Einschläge, die die katholische Kirche derzeit treffen, nicht ausdenken können.

Die schärfer werdende, berechtigte Kritik an der dröhnenden Sprachlosigkeit angesichts der Frage nach dem Wirken Gottes in der Pandemie, dann Steuerschulden und -strafen in Millionenhöhe im Bistum Essen und das römische Verbot der Segnung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

Missbrauchsvorwürfe im Erzbistum Köln: Gutachter entlastet Kardinal Woelki und belastet Erzbischof Heße

Der Strafrechtler Björn Gercke hat dem heutigen Hamburger Erzbischof Stefan Heße elf Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln vorgeworfen.

Beim Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sehen Gercke und sein Team dagegen keine Pflichtverletzungen. Das sagten Gercke und die Rechtsanwältin Kerstin Stirner am Donnerstag in Köln bei der Vorstellung ihres Gutachtens.

Heße war vor seiner Berufung nach Hamburg Personalchef und Generalvikar im Erzbistum Köln.