Suchergebnis

Praxis

Manager: Deutsche Radstars keine Patienten von Mark S.

Die deutschen Spitzen-Radsportler Tony Martin, Marcel Kittel und John Degenkolb sowie die verunglückte Bahnspezialistin Kristina Vogel sollen keine Patienten in der Gemeinschaftspraxis des Erfurter Sportarztes Mark S. gewesen sein.

Das sagte ihr Manager Jörg Werner, der die Radstars zu seinen Klienten zählt, in einem Bericht der Zeitung „Neues Deutschland“. Werner selbst war dort in hausärztlicher Betreuung: „Deswegen war ich öfter in der Praxis.

Früherer Rad-Profi Danilo Hondo gesteht Blutdoping

Der ehemalige Rad-Profi Danilo Hondo hat gestanden, beim Erfurter Sportmediziner Mark S. Blutdoping betrieben zu haben. Das sagte der 45-Jährige der ARD-Dopingredaktion in der „Sportschau“. Passiert sei das 2011. „Ich hatte diesen schwachen Moment“, sagte er. Hondo beendete 2014 seine Karriere nach 18 Jahren. Mark S. soll angeblich Drahtzieher eines mutmaßlichen Doping-Netzwerkes sein. Bekannt war bislang, dass insgesamt mindestens 21 Sportler aus acht Nationen Blutdoping bei ihm praktiziert haben sollen.

Sportmediziner

Ärztekammer leitet Verfahren gegen Erfurter Sportarzt ein

Die Landesärztekammer Thüringen hat ein sogenanntes Berufsrechtsverfahren gegen den Erfurter Sportarzt Mark S. eingeleitet. Das bestätigte eine Kammersprecherin in Erfurt.

Aus den Akten der Staatsanwaltschaft München gehe hervor, dass der mutmaßliche Drahtzieher eines Doping-Netzwerks vermutlich massiv gegen die Berufsordnung verstoßen habe. Darum habe die Kammer das Verfahren eingeleitet. Zuerst hatte der MDR darüber berichtet.

Mit einem berufsrechtlichen Ermittlungsverfahren solle geklärt werden, inwieweit der ...

Anwalt des Erfurter Sportmediziners: Arzt kooperiert

Der in Untersuchungshaft sitzende Sportmediziner Mark S. kooperiert nach Aussage seines Anwalts mit den Ermittlungsbehörden. Der kooperiere vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden, zitierte die „Bild“-Zeitung den Rechtsanwalt Andreas Kreysa. Zuvor hatte ein Haftrichter in Erfurt entschieden, den Haftbefehl gegen den Arzt aus Thüringen nicht aufzuheben. Dem Sportmediziner war in seiner früheren Rolle als Radsport-Teamarzt schon die Verwicklung in Doping-Praktiken vorgeworfen worden.

Stefan Matschiner

Stefan Matschiner: „Jedes Land hat seinen Mark S.“

Der frühere Doping-Sünder Stefan Matschiner erwartet, dass sich die staatlichen Ermittler nicht mehr lange mit dem in Erfurt aufgeflogenen Doping-Netzwerk beschäftigen werden.

„Aus meiner Erfahrung spricht die Zahl von 40 sichergestellten Blutbeuteln dafür, dass der Arzt Mark S. maximal zehn Athleten versorgt hat“, sagte Matschiner im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“. Das sei „eine andere Größenordnung, als es damals beim spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes der Fall war“.

Doping-Sünder Matschiner: „Jedes Land hat seinen Mark S.“

Der frühere Doping-Sünder Stefan Matschiner erwartet, dass sich die staatlichen Ermittler nicht mehr lange mit dem in Erfurt aufgeflogenen Doping-Netzwerk beschäftigen werden. „Aus meiner Erfahrung spricht die Zahl von 40 sichergestellten Blutbeuteln dafür, dass der Arzt Mark S. maximal zehn Athleten versorgt hat“, sagte Matschiner im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag-Ausgabe). Das sei „eine andere Größenordnung, als es damals beim spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes der Fall war“.

Marcel Kittel

Rad-Star Kittel über Dopingskandal: „Schlag ins Gesicht“

Rad-Star Marcel Kittel hat mit großer Entrüstung auf den Dopingskandal um den Erfurter Sportmediziner Mark S. reagiert. „Das ist ein Schlag ins Gesicht aller sauberen Sportler wie mich“, schrieb der 30 Jahre alte Katusha-Alpecin-Profi auf seiner Webseite.

Der aus Erfurt stammende Kittel bezog sich vor allem auf die Dopingbeichte seines einstigen Teamkollegen Georg Preidler. Der Österreicher hatte sich aufgrund der Doping-Razzien bei der Nordischen Ski-WM und in Erfurt selber angezeigt.

Tony Martin

„Extrem erschreckend“: Martin geschockt von Causa Erfurt

Nach Marcel Kittel hat in Tony Martin ein weiterer deutscher Radsport-Star geschockt auf den Blutdoping-Skandal um den Erfurter Arzt Mark S. reagiert.

„Ich hatte gehofft, dass wir weiter sind und dass solche Übeltäter mittlerweile in und von der Szene ausgemerzt sind“, sagte der 33-jährige Martin in einem Interview der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. „Dass Doping in Deutschland auf diese Art und Weise praktiziert wurde, ist extrem erschreckend“, ergänzte der viermalige Zeitfahrweltmeister vom niederländischen Team Jumbo-Visma.

Nordische Ski-WM Seefeld

ÖSV-Präsident Schröcksnadel hinterfragt Razzia-Umstände

Der Präsident des Österreichischen Skiverbands Peter Schröcksnadel hat die Umstände der Doping-Razzia von Seefeld hinterfragt.

„Es kommt mir vor, es war eine getürkte Aktion, wie das inszeniert worden ist, gerade bei der WM“, sagte der 77-Jährige. „Man muss nachdenken, ob es nicht eine Gruppe gibt, die uns schaden will“, sagte Schröcksnadel in einem ORF-Interview.

Bei einer Doping-Razzia waren am Mittwoch sieben Verdächtige am Rande der Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld festgenommen worden.