Suchergebnis

Militär übernimmt Macht in Myanmar und ruft Notstand aus

Das Militär in Myanmar hat die zivile Führung des südostasiatischen Landes um De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet und den Notstand ausgerufen. Das berichtete das Militärfernsehen am Montagmorgen.

© dpa-infocom, dpa:210201-99-248657/1

Regierungspartei-Sprecher: Aung San Suu Kyi in Myanmar festgesetzt

Myanmars De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und weitere ranghohe Politiker des Landes sind nach Angaben ihrer Partei vom Militär festgesetzt worden. Dazu kam es in der Nacht zum Montag (Ortszeit), wie ein Sprecher der Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Vorausgegangen waren Spannungen zwischen der zivilen Regierung und dem mächtigen Militär wegen Vorwürfen des Wahlbetrugs bei der Parlamentswahl vom November.

Aung San Suu Kyi

Verfahren gegen Aung San Suu Kyi in Myanmar begonnen

In Myanmar hat am Montag der Prozess gegen die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi begonnen. Die Justiz wirft der 75-Jährigen ein halbes Dutzend Vergehen vor.

Die Friedensnobelpreisträgerin sitzt seit dem Militärputsch von Anfang Februar im Hausarrest.

Seither wurden immer neue Vorwürfe gegen sie erhoben. Beobachter und Menschenrechtsexperten vermuten, dass die Junta die beliebte Politikerin durch die Verfahren langfristig zum Schweigen bringen will.

Proteste in Myanmar

„Blumenstreik“ zu Aung San Suu Kyis Geburtstag in Myanmar

In Myanmar haben am Samstag zahlreiche Menschen zum Zeichen ihrer Unterstützung für die entmachtete und festgesetzte Regierungschefin Aung San Suu Kyi mit Blumen im Haar demonstriert.

Anlass für den landesweiten sogenannten «Blumenstreik» war der 76. Geburtstag der beliebten Politikerin, die sich meist mit frischen Blumen im Haar präsentiert, wie örtliche Medien berichteten.

«Ich möchte, dass sie weiß, wie sehr die Menschen sie lieben», sagte die Demonstrantin Yin Yin in der größten Stadt Yangon der Deutschen ...

Aung San Suu Kyi

Myanmar: Aung San Suu Kyi trifft erstmals ihre Anwälte

Die unter Hausarrest gestellte Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi, hat am Montag erstmals seit dem Militärputsch von Anfang Februar Zugang zu ihren Anwälten bekommen.

Vor einem persönlichen Gerichtstermin in der Hauptstadt Naypyidaw habe die 75-Jährige in einem gesonderten Raum eine halbe Stunde Zeit bekommen, um sich mit ihrem Verteidigungsteam zu beraten, sagte der Anwalt Thae Maung Maung der Deutschen Presse-Agentur. «Sie ist bei guter Gesundheit», erklärte der Jurist.

General

Myanmar: Militär erklärt Wahlergebnis offiziell für nichtig

Die Militärjunta in Myanmar hat knapp sechs Monate nach ihrem Putsch das Ergebnis der Parlamentswahl vom November 2020 offiziell für ungültig erklärt.

Die Anfang Februar gestürzte Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte die Wahl mit ihrer Partei «Nationale Liga für Demokratie» (NLD) klar gewonnen. Größere Unregelmäßigkeiten waren von Beobachtern nicht festgestellt worden. Die Generäle hatten das Resultat aber angezweifelt und angeblichen Betrug als Grund für den Putsch genannt.

Polizei

UN-Sicherheitsrat verurteilt Gewalt in Myanmar

Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltende Gewalt in Myanmar verurteilt. Das Militär solle äußerste Zurückhaltung üben, hieß es.

«Die Mitglieder des Sicherheitsrates äußerten tiefe Besorgnis über die sich rasch verschlechternde Situation und verurteilten nachdrücklich die Anwendung von Gewalt gegen friedliche Demonstranten und den Tod von Hunderten von Zivilisten, darunter Frauen und Kinder», teilte das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen mit.

Protest gegen Militärjunta in Myanmar

Myanmars Militärjunta erklärt Opposition zu Terrorgruppe

Nach dem Putsch in Myanmar will die Militärjunta noch härter gegen die Opposition vorgehen. Die Generäle erklärten die von ihren Gegnern gebildete Gegenregierung zur terroristischen Organisation.

Ihre Mitglieder hätten die Menschen im Land zur Gewalt angestiftet, hieß es im Staatsfernsehen. Der im Verborgenen agierenden «Regierung der Nationalen Einheit» (NUG) gehören Politiker der entmachteten Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, Anführer der Protestbewegung und Vertreter ethnischer Minderheiten an.

Berichte über Anklage gegen Aung San Suu Kyi

Myanmar: Aung San Suu Kyi soll angeklagt werden

Die neue Militärführung in Myanmar will die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi nach deren Festsetzung anklagen.

Ein Mitglied ihrer Partei „Nationale Liga für Demokratie“ (NLD) schrieb auf Facebook, die 75-Jährige solle wegen Verstößen gegen die Import-Export-Gesetze des Landes zur Verantwortung gezogen werden. Berichten zufolge sollen bei einer Hausdurchsuchung Funkgeräte in Suu Kyis Haus gefunden worden sein. Es werde geprüft, ob diese illegal ins Land gebracht worden seien.

Myanmar

Medien: Mindestens zwei Tote bei Protesten in Myanmar

Bei Protesten gegen den Militärputsch in Myanmar sind Medienberichten zufolge am Samstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Mindestens sechs weitere Teilnehmer einer Kundgebung in der Großstadt Mandalay seien verletzt worden, berichteten die Nachrichtenportale „Myanmar Now“ und „Frontier Myanmar“ übereinstimmend. In der zweitgrößten Stadt des südostasiatischen Landes hätten Sicherheitskräfte am Nachmittag mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen.