Zweiter WM-Titel für Wilhelm in Pyeongchang

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Deutsche Presse-Agentur

Dritter WM-Start, zweiter Titel für Kati Wilhelm: Nach Gold im Sprint und Silber in der Verfolgung hat die dreimalige Olympiasiegerin bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Pyeongchang im Einzelrennen über 15 Kilometer ihren fünften WM-Titel seit 2001 gewonnen.

„Wenn es läuft, dann läuft es“, sagte die als „Rotkäppchen“ bekannt gewordene Skijägerin und stellte zufrieden fest: „Sicherlich geht es einfacher, wenn man zwei Medaillen in der Tasche hat.“

Nach ihrem zweiten WM-Erfolg binnen fünf Tagen in 44:03,1 Minuten mit einem Vorsprung von 39,5 Sekunden vor der Überraschungs-Zweiten Teja Gregorin aus Slowenien und weiteren sieben Sekunden vor Norwegerin Tora Berger stellte Kati Wilhelm zufrieden fest: „Ich wollte immer zeigen, dass ich auch im Einzel gewinnen kann.“ Für die 32 Jahre alte Skijägerin, die wegen ihrer rot gefärbten Haare auch optisch zu den auffälligsten Biathletinnen zählt, war es die zwölfte WM-Medaille - aber die erste in dem Biathlon-Klassiker über 15 Kilometer. „Das war mein heimliches Ziel. Diesen Sieg wollte ich mir eigentlich für Olympia aufheben.“

Nur beim ersten Stehendanschlag traf die Thüringerin eine Scheibe nicht, ansonsten war sie treffsicher. „Da hatte ich Probleme mit den kalten Fingern und kein Gefühl in der Hand“, sagte sie. „Ich habe überlegt nachzujustieren, aber dann doch geschossen“, sagte sie. Es machte nichts. „Die Kati ist einfach gut drauf. Das war erneut eine großartige Leistung“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Sie sei die einzige, die ihre Trainingsleistungen umsetzte. „Sie strahlt eine unglaubliche Souveränität aus“, meinte der Coach.

Andrea Henkel, bei der letzten WM in Östersund dreimalige Weltmeisterin, ging in Pyeongchang nach insgesamt drei Schießfehlern als Zehnte erneut leer aus. „Es soll einfach hier bei mir einfach nicht sein“, sagte die Weltmeisterin von 2005 und Olympiasiegerin in dieser Disziplin. Auch Martina Beck, bei den letzten beiden Titelkämpfen mit Silber und Bronze dekoriert, war als 28. genauso chancenlos wie Kathrin Hitzer nach insgesamt neun Fehlern am Schießstand auf Rang 78.

„Da habe ich schon das Vertrauen der Trainer, und dann läuft es so schlecht. Es ist einfach nur blöd“, sagte die Zimmerkollegin von Magdalena Neuner unter Tränen. Die sechsmalige Weltmeisterin Neuner war von Bundestrainer Uwe Müssiggang für das Einzelrennen nicht aufgestellt worden. Die 22-Jährige wird neben Michael Greis und Arnd Peiffer in der Mixed-Staffel laufen. Die zweite Frau hat Müssiggang noch nicht benannt. Kati Wilhelm kündigte bereits ihren Verzicht auf einen Einsatz an.

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