Zuschauerrekord beim DFB-Hallenpokal in Magdeburg

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Deutsche Presse-Agentur

Der DFB-Hallenpokal der Frauen setzt seinen Siegeszug mit einer neuen Bestmarke fort. Bei der 16. Auflage des „Budenzaubers“, der erstmals in Magdeburg stattfindet, werden so viele Fans erwartet wie nie zuvor.

Der Zuschauerrekord steht bereits fest, bevor der erste Ball rollt. Nach DFB-Angaben konnten für den Jahres-Aufgalopp der gesamten Frauen-Bundesliga-Elite schon mehr als 3000 Karten verkauft werden. Damit haben die Organisatoren die Bestmarke von 2600 Fans aus den vergangenen Jahren schon übertroffen. Gleichwohl macht sich bei DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg eine gewisse Anspannung breit. „Wir haben den DFB-Hallenpokal in den vergangenen neun Jahren in Bonn ausgetragen. Ein bisschen Lampenfieber vor der Premiere in Magdeburg ist ganz normal.“

Nach den starken Zahlen hoffen die Stadt und der Landesverband Sachsen-Anhalt auf eine ähnliche Tradition wie zuletzt in der ehemaligen Bundeshauptstadt. Doch die Beauftragte für Frauen- und Mädchenfußball dämpft zu große Erwartungen: „Jetzt warten wir erst einmal ab, wie das Turnier am Samstag läuft. Danach werden wir alles gründlich analysieren und auswerten. Erst wenn das geschehen ist, wird es eine Entscheidung über den Austragungsort für den Hallenpokal 2010 geben“, sagte Ratzeburg.

Als Titelverteidiger geht der 1. FFC Turbine Potsdam in der Bördelandhalle an den Start und trifft in der Gruppe C auf den Hamburger SV, die SG Essen-Schönebeck und den TSV Crailsheim. Der sechsmalige Rekordsieger 1. FFC Frankfurt bekommt es in der Gruppe B mit dem Turnier-Favoriten FCR Duisburg, dem SC 07 Bad Neuenahr und dem SV Herford zu tun. Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München spielt mit USV Jena, SC Freiburg und VfL Wolfsburg um den Einzug ins Viertelfinale. Für die K.o.-Runde qualifizieren sich die ersten beiden Teams jeder Gruppen. Die beiden besten Gruppen-Dritten komplettieren die Finalrunde.

Dort möchte Nationalspielerin Anja Mittag auf jeden Fall noch dabei sein. Mit Turbine Potsdam will sie den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. „Wir wollen hier viel Spaß haben und den Hallenpokal möglichst wieder gewinnen“, sagte die 51-malige Auswahlspielerin. Die Bürde der Lokalmatadorin trägt die 23 Jahre alte Stürmerin gern. „Wir wollen unseren vielen Fans etwas bieten.“

Aus einem ganz anderen Grund besucht WM-Botschafterin Sandra Minnert das Turnier. Als Glücksfee lost die Weltmeisterin vor den Finalspielen die Halbfinalpaarungen im DFB-Pokal aus. Im Lostopf befinden sich neben dem Sieger der Viertelfinalpartie zwischen dem Zweitliga-Club VfL Sindelfingen und Turbine Potsdam noch Duisburg, Wolfsburg und der ehemalige Erstligist SG Wattenscheid 09.

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