Wolfsburg stürmt auf Platz drei: Freiburger Ärger über Tor

VfL Wolfsburg - SC Freiburg
Wolfsburgs Wout Weghorst (M) jubelt mit den Mannschaftskameraden Renato Steffen (r) und Yannick Gerhardt nach seinem Tor zum 2:0. (Foto: Swen Pförtner / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Thomas Eßer

Starke Offensive und Glück bei einer Schiedsrichter-Entscheidung: Der VfL Wolfsburg hat seine Erfolgsserie auch gegen den SC Freiburg fortgesetzt und nimmt eindrucksvoll Kurs auf die Champions League.

Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner besiegte die Badener zum Abschluss des 19. Spieltags in der Fußball-Bundesliga verdient mit 3:0 (2:0). Damit rückten die Niedersachsen auf den dritten Tabellenplatz vor. John Anthony Brooks in der 21. Minute, Top-Stürmer Wout Weghorst (39.) und Yannick Gerhardt (85.) erzielten am Sonntag die Tore für den VfL, der zu Hause in dieser Saison ungeschlagen bleibt.

Beim ersten Tor profitierten die Gastgeber allerdings von einer klaren Fehlentscheidung des Unparteiischen. Tobias Reichel hatte ein Foul von Kevin Mbabu an Keven Schlotterbeck nicht gesehen. Auch nach einer Videoüberprüfung wurde das Tor anerkannt. „Er tritt mir ganz klar auf den Fuß, das ist ein Foul“, sagte Schlotterbeck im TV-Sender Sky.

Auch Freiburgs Trainer Christian Streich echauffierte sich: „Das ist falsch. Dafür haben wir die Überprüfung. Das ist ein klares Foul und wird nicht gepfiffen. Der Schiedsrichter kann nicht alles sehen, aber dafür haben wir den Videoschiedsrichter.“ Wolfsburgs Trainer Glasner stimmte nach Ansicht der Fernsehbilder zu: „Wenn ich das jetzt sehe, denke ich, hätte man Foul geben können.“

Die zuletzt ebenfalls starken Freiburger hatten vor allem im Angriff zu wenig entgegenzusetzen. Auch der eingewechselte Nils Petersen konnte die Niederlage in seinem 200. Pflichtspiel für die Breisgauer nicht verhindern. Freiburg bleibt auf Rang neun der Tabelle und hat fünf Punkte Rückstand auf die Europacup-Plätze. „Wolfsburg war reifer und hat verdient gewonnen“, anerkannte Streich.

Bei eisigen Temperaturen lieferten sich beide Mannschaften im 400. Bundesliga-Heimspiel des VfL zu Beginn ein ausgeglichenes Duell. Weder Wolfsburg noch der SCF konnten sich nennenswerte Vorteile erspielen. Für die erste Chance brauchte es eine Standardsituation. Nach einer Ecke sprang der Ball zu Brooks und der Innenverteidiger drosch das Spielgerät aus kurzer Distanz ins Tor.

Der Treffer gab den Wölfen Auftrieb. Die Gastgeber erarbeiteten sich ein Übergewicht im Mittelfeld und blieben äußerst effizient. Die zweite Torchance nutzte Wolfsburg zum zweiten Tor. Renato Steffen schickte Weghorst mit einem flachen Pass in den Strafraum, der Niederländer setzte im Zweikampf geschickt seinen Körper ein und schoss den Ball aus spitzem Winkel mit dem Außenrist in die Ecke. Es war bereits sein 13. Saisontor. So viele Treffer waren zuvor noch nie einem Wolfsburger an den ersten 19 Spieltagen gelungen.

Schlecht spielte Freiburg nicht, doch in der Nähe des Wolfsburger Tores fehlten den Gästen die entscheidenden Ideen. Ein abgeblockter Schuss und ein unpräziser Kopfball von Ermedin Demirovic - mehr hatte Freiburg vor der Pause in der Offensive nicht zu bieten.

Nach dem Seitenwechsel wurde der SCF etwas gefährlicher. Vor allem Baptiste Santamaria, der nach überstandener Verletzung zurück in die Startelf gerückt war, machte Druck, zielte bei zwei guten Gelegenheiten aber nicht genau genug. Auf der anderen Seite scheiterte Weghorst zunächst am Pfosten (53.) und dann am sehr stark reagierenden Florian Müller im Freiburger Tor (64.). Auch Wolfsburgs Keeper Koen Casteels konnte sich noch einmal auszeichnen: Mit einer Glanztat gegen Lucas Höler verhinderte er den Anschlusstreffer (73.). Kurz vor dem Ende sorgte Gerhardt mit seinem Tor dann endgültig für die Entscheidung.

© dpa-infocom, dpa:210131-99-246538/3

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