WM-Finale: Keine Medaille für Biathlon-Damen

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Deutsche Presse-Agentur

Magdalena Neuner tröstete sich mit Staffel- Silber, Kati Wilhelm nahm ihren letzten Platz beim WM-Finale mit viel Humor.

„So weit hinten war ich noch nie, aber ich habe eh noch ein Streichresultat gebraucht“, sagte die bei den Biathlon- Weltmeisterschaften in Pyeongchang mit zweimal Gold und zweimal Silber dekorierte Weltcup-Spitzenreiterin. „Klar hätte ich gerne einen schönen Abschluss gemacht, aber ich ärgere mich nicht darüber. Ich bin sehr zufrieden mit der Weltmeisterschaft.“

„Das letzte Schießen war eine Katastrophe. Bei fünf Starterinnen dachten wir schon, dass eine durchkommt“, kritisierte Bundestrainer Uwe Müssiggang nach insgesamt 24 Fehlern seiner Skijägerinnen beim letzte Auftritt am Schießstand im Massenstartrennen.

Auch die noch immer erkältete Magdalena Neuner, bei den letzten beiden Welt-Titelkämpfen mit je dreimal Gold dekoriert, war alles andere als niedergeschlagen. „Ich kann ganz gut damit umgehen, ich weiß ja, woran es liegt. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das Gleiche erreiche wie in den letzten zwei Jahren“, sagte sie. Dank der Staffel hat die 22-Jährige ihr Ziel doch noch erreicht: „Ich wollte eine Medaille mit heimnehmen - und die habe ich mit Silber.“

„Ich hatte schon bessere Weltmeisterschaften, ich hatte schon schlechtere, aber jede, die ich hatte, war schöner als die hier“, sagte Andrea Henkel, die dreimalige Titelträgerin von Östersund. Über 12,5 Kilometer war sie als Fünfte beste Deutsche. „Ich wollte schon mit einer Einzel-Medaille nach Hause fahren“, gab sie zu. Magdalena Neuner wurde Siebte, Martina Beck Elfte und Simone Hauswald, in der Staffel nicht eingesetzt, aber im Sprintwettbewerb am Auftakt-Sonntag Zweite hinter Kati Wilhelm, kam auf Rang zwölf.

Die als Titelverteidigerin gestartete Neuner hatte nach fünf Strafrunden 50,1 Sekunden Rückstand auf ihre Nachfolgerin Olga Saizewa aus Russland. „Meine Erkältung steckt noch ganz schön drin. Aber ich wollte es versuchen, auch wenn es mir nicht ganz so gut ging. Aber mir fehlen jetzt die Kräfte, es wird Zeit, dass wir heim fahren“, sagte die Bayerin mit heiserer Stimme und stellte fest: „Ich weiß, dass die Saisonvorbereitung nicht optimal war. Von daher kann ich das ganz gut relativieren.“

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