Wirtschaftskrise: Kawasaki steigt aus MotoGP aus

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Deutsche Presse-Agentur

Der japanische Motorrad-Hersteller Kawasaki hat seine Ankündigung wahr gemacht und steigt wegen der Welt-Wirtschaftskrise mit sofortiger Wirkung aus der „Königsklasse“ MotoGP aus.

„Kawasaki wird sein Engagement in der MotoGP-Weltmeisterschaft 2009 beenden“, teilte das Unternehmen, das seit 2003 in der MotoGP aktiv war, in einer Presseerklärung mit. „Infolge der Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise müssen wir unsere Geschäftsstrukturen neu bewerten.“ Honda, Yamaha und Suzuki wollen dagegen im Motorrad-Zirkus vorerst weitermachen.

Im Motorradsport verlieren damit John Hopkins, Jamie Hacking und Anthony West ihre Maschinen. Auch Marco Melandri, der 2002 als jüngster Fahrer der Geschichte den WM-Titel in der 250-ccm-Klasse gewann, muss sich nun neu orientieren. Er hatte nach der letzten katastrophalen Saison seinen noch bis 2009 laufenden Vertrag mit Ducati vorzeitig aufgelöst und wollte bei Kawasaki einen Neuanfang starten.

Damit haben bisher vier japanische Hersteller ihre Aktivitäten im Motorsport drastisch zurückgeschraubt. Honda hatte Anfang Dezember seinen Ausstieg aus der Formel 1 bekanntgegeben. Subaru und Suzuki ließen nur wenig später verlautbaren, dass sie ihre Programme in der Rallye-Weltmeisterschaft stoppen.

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