Wilhelm mit Chancen auf Gesamtweltcup

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Deutsche Presse-Agentur

Kati Wilhelm hat allerbeste Chancen, zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Biathlon-Gesamtweltcup zu gewinnen. Magdalena Neuner kann sich die Titelverteidigung dagegen schon vor dem großen Finale abschminken.

Während die dreimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm mit Platz fünf im Massenstart-Rennen von Trondheim beim Sieg der Norwegerin Tora Berger vor Simone Hauswald erneut Boden gut machte auf ihre große Rivalin Helena Jonsson, fiel Magdalena Neuner in der Gesamtweltcup-Wertung auf Rang vier zurück. Im Vorjahr hatte sich die Bayerin als jüngste Biathletin die große Kristallkugel gesichert.

Vor den letzten drei Rennen in Chanty Mansijsk hat Kati Wilhelm in der Gesamtwertung nur noch 22 Punkte Rückstand auf Helena Jonsson. Die Verfolgungsweltmeisterin von Pyeongchang wurde lediglich Zwölfte, verteidigte aber trotzdem das Gelbe Trikot. Schon im Verfolgungsrennen war sie beim Sieg von Andrea Henkel nur auf Rang zehn gelaufen, während Wilhelm auch da auf Platz fünf kam. „Ich würde schon gerne noch einmal richtig in Gelb laufen. Wenn nicht, dann hoffe ich, dass es am Ende mit den Streichergebnissen trotzdem reicht“, sagte Kati Wilhelm. Neue Weltucp-Dritte ist nun Tora Berger, die allerdings schon 94 Punkte hinter Helena Jonsson zurückliegt. Magdalena Neuner hat als Vierte bereits einen Rückstand von 105 Punkten.

Seinen sechsten Weltcup-Gesamtsieg visiert Ole Einar Björndalen an. Obwohl der 35-Jährige in diesem Winter einige Rennen ausgesetzt hat, liegt der Norweger in der Gesamtwertung nach 23 von 26 Wettbewerben mit 926 Punkten vor Tomasz Sikora (Polen/853). Michael Greis ist Fünfter mit 711 Zählern. Der dreimalige Olympiasieger aus dem Allgäu verhinderte in Trondheim den totalen Durchmarsch des 14-maligen Weltmeisters Björndalen. Der 32-Jährige hatte den Norweger gleich im Auftakt-Sprint auf Platz zwei verwiesen.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich war dreimal bei der Siegerpräsentation dabei“, sagte Greis. Als Vierter hatte Greis das Podest in der 12,5-Kilometer-Verfolgung nur um 0,5 Sekunden verpasst. Im Massenstart über 15 Kilometer am Sonntag war der 32-Jährige aus Nesselwang als Achter zweitbester deutscher Skijäger. Christoph Stephan aus Oberhof kam auf Rang sechs.

Als Björndalen seinen 89. Weltcupsieg am vorletzten Biathlon- Wochenende der Saison in unnachahmlicher Manier perfekt gemacht hatte, klatschte selbst König Harald V. von Norwegen in der Loge begeistert Beifall. Bei den Heimrennen in Trondheim siegte Björndalen am Wochenende in der Verfolgung und im Massenstart - jeweils souverän vor dem Österreicher Simon Eder.

Andrea Henkel hatte die deutschen Biathletinnen mit ihrem zweiten Saisonsieg im Verfolgungsrennen wieder ins Rampenlicht gereückt. Zwei Tage nach dem schwachen Abschneiden im Sprint zeigten sich die deutschen Skijägerinnen im Verfolgungsrennen stark verbessert. „Ich wollte ein gutes Rennen machen und das ist mir gelungen“, sagte Andrea Henkel, die im Massenstart 16. wurde. Magdalena Neuner beendete die Trondheim-Rennen nach fünf Schießfehlern auf Rang 14.

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