Werner-Gala: RB-Stürmer überragt bei Rekordsieg

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Timo Werner
Übeerragender RB-Akteur gegen Mainz: Nationalspieler Timo Werner. (Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Frank Kastner und Tom Bachmann

Nach seiner Gala-Vorstellung gegen hilflose Mainzer nippte Timo Werner kurz an seiner Trinkflasche und schlappte in Badelatschen mit einem breiten Grinsen in die Kabine. So richtig fassen konnte er nicht, was ihm gerade gelungen war.

„Für mich persönlich natürlich unglaublich, aber auch für die ganze Mannschaft. Wie wir von der ersten Minute gespielt haben, war Wahnsinn“, sagte der Nationalstürmer. Mit einem Dreierpack sowie drei Vorlagen glänzte Werner beim historischen 8:0 von RB Leipzig gegen den 1. FSV Mainz 05.

Pünktlich zum Kräftemessen in der Champions League bei Zenit St. Petersburg am Dienstag (18.55 Uhr/Sky) hat RB seine magere Ausbeute von jeweils nur einem Treffer in zuletzt vier sieglosen Bundesligaspielen mit 14 Toren aus zwei Pflichtspielen förmlich weggeballert. Erst der 6:1-Rekordsieg im DFB-Pokal in Wolfsburg, dann das 8:0 gegen die zuletzt erstarkten Mainzer: „Das ist ein Statement“, betonte Werner, der mit zehn Torbeteiligungen in beiden Spielen eine Traum-Quote vorzuweisen hat.

Werners Auftritt verschaffte ihm zudem einen prominenten Platz in den Bundesliga-Statistiken. Denn sechs Scorerpunkte in einem Spiel schaffte seit Beginn der detaillierten Datenerfassung in der Saison 2004/2005 nur Claudio Pizarro 2013 mit seinen vier Treffern und zwei Assists beim 9:2 der Bayern gegen den HSV.

Mit Spielwitz, Zweikampfstärke (80 Prozent) und einer traumhaften Passquote von 96 Prozent legte Werner erst für Marcel Sabitzer (5.) auf, traf dann nach einer halben Stunde selbst und bereitete fünf Minuten später für Christopher Nkunku vor. Nach dem Wechsel erhöhte der 23-Jährige auf 6:0 (48.), flankte dann punktgenau auf den Kopf von Nordi Mukiele (50.), ehe er den Endstand (87.) selbst markierte. „Jeder Schuss war ein Treffer“, meinte Werner.

So richtig fassen konnte niemand die Blitzwandlung der zuletzt kriselnden Sachsen. „Wir sind selbst in der Kabine gesessen und haben es nicht so richtig glauben können, was hier passiert. Nach dem 7:0 ist Yussi zu mir gekommen und hat gefragt, wie hoch das noch ausgehen soll“, berichtete Werner. Sturmkollege Yussuf Poulsen (44.) hatte sich wie Marcel Halstenberg (39.) ebenfalls am Torfestival beteiligt.

Mit dem ersten Bundesliga-Heimsieg seit dem 25. August kletterte Leipzig auf Rang drei der Tabelle. „Es war jahrelang sehr langweilig, es gab einen Verein, der seine Kreise gezogen hat. Dieses Jahr machen es vier bis fünf Mannschaften sehr gut und ich bin froh, dass wir dabei sind“, meinte Werner.

Für den Mainzer Jean-Paul Boetius war nach dem Spiel klar: „So ist Leipzig ein Meisterschaftskandidat.“ Torhüter Peter Gulacsi, der mit RB in der Champions League noch nie zu null gespielt hat, betonte: „Wir haben zwei Spiele gewonnen, nicht die Meisterschaft. Die Füße sind auf dem Boden, es gibt kein Grund, irgendetwas zu feiern, wir haben noch nichts erreicht.“

Das Spiel für die Leipziger Geschichtsbücher war laut Gulacsi nur ein Mutmacher für die kommenden Aufgaben. Nach dem Spitzenspiel in der Königsklasse in Russland geht es für RB am kommenden Samstag (18.30 Uhr) zu Hertha BSC - ein Lieblingsgegner für die Leipziger. Von den bisherigen sechs Ligaduellen gewann RB fünf und erzielte dabei 22 Treffer (Hertha sechs) - allein Werner traf sechs Mal.

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