Weltcup-Premiere auf Olympia-Schanze

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Deutsche Presse-Agentur

Voller Neugier und mit Vorfreude fiebern die deutschen Skispringer der Weltcup-Premiere auf der Olympia-Schanze in Whistler entgegen.

Ein Jahr vor den Olympischen Winterspielen testen Martin Schmitt & Co. am Samstag und Sonntag erstmals den neu gebauten Bakken und zugleich ihre Form im Hinblick auf die in vier Wochen beginnenden Weltmeisterschaften. „Wir alle, Athleten und Betreuer, sind sehr gespannt, was uns erwartet. Wir freuen uns, im Rahmen des Weltcups schon einmal vorolympische Luft schnuppern zu können“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Neben den Routiniers Schmitt, Michael Uhrmann und Stephan Hocke, die schon 2002 olympisches Mannschafts-Gold in Salt Lake City gewannen, setzt der Bundestrainer auf ein Trio von Youngstern. „Mit Felix Schoft, Severin Freund und Pascal Bodmer geben wir drei jungen Athleten mit Perspektive die Möglichkeit, die neuen Wettkampfstätten kennenzulernen“, sagte Schuster.

Fast vier Jahre - von April 2004 bis Dezember 2007 - dauerte der Bau der Anlage im gut zwei Autostunden von Vancouver entfernten Whistler, wo Schmitt und Uhrmann im kommenden Jahr ihre letzte olympische Feuerprobe bestehen wollen. „Ich selbst bin jetzt schon viele Jahre im Weltcup-Zirkus unterwegs, war aber noch nie in Kanada zum Skispringen gewesen. Ich freue mich deshalb sehr auf die neuen Eindrücke von den olympischen Wettkampfstätten. Vancouver wird sicherlich sehr spannend“, erklärte Uhrmann.

Der 30 Jahre alte Olympia-Vierte von 2004 hat mit Rang sechs am vergangenen Wochenende neues Selbstvertrauen getankt und will erneut in die Top Ten springen. „Ich bin mit einem positiven Gefühl aus Zakopane abgefahren und möchte in Vancouver an die dortigen Leistungen anknüpfen. Ich habe nach Zakopane zwei Tage pausiert, um Kräfte für das kommende Wochenende zu sammeln und fühle mich jetzt wieder wesentlich besser“, äußerte sich der Bayer zuversichtlich.

Eine Wettkampfpause legt dagegen Michael Neumayer ein. Der Berchtesgadener hatte zuletzt, von einer Erkältung geschwächt, nicht überzeugen können. „Er will sich endgültig auskurieren und nach seiner vollständigen Genesung eine Trainingsphase einlegen, um in Japan wieder in den Weltcup einzusteigen“, kündigte Schuster an.

Keine Atempause gönnt sich Schmitt, der nach Rang drei in Zakopane wieder einen Podestplatz ins Visier nimmt. Allerdings weiß der viermalige Weltmeister, der am nächsten Donnerstag 31 Jahre alt wird, um die Schwere der Aufgabe. Denn neben den Favoriten Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl und Simon Ammann sind auch etliche Spitzenspringer wieder dabei, die zuletzt pausiert hatten. „Man muss schon an die eigene Perfektion herankommen, um mit ihnen mitzuhalten. Ich möchte von Mal zu Mal den Abstand verringern“, sagte Schmitt über das in diesem Winter überragende Trio.

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