Welt wieder intakt: Hüfner zurück in Erfolgsspur

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Deutsche Presse-Agentur

Eine Woche nach ihrem WM-Debakel hat Tatjana Hüfner in die Sieg-Spur zurückgefunden und die Rodel-Welt wieder zurechtgerückt.

Die Oberwiesenthalerin kam auf der Olympia-Bahn im kanadischen Calgary zu einem ungefährdeten Erfolg und steht vor dem letzten Rennen vor dem erneuten Gewinn des Gesamt-Weltcups. „Ich bin überglücklich. Natürlich fiel es mir nicht leicht, die Enttäuschung über mein schlechtes WM-Resultat zu verarbeiten“, sagte die mit WM-Rang sechs brutal entthronte Titelverteidigerin. WM-Sensationssiegerin Erin Hamlin (USA) wurde diesmal nur Siebte. Mit ihrem sechsten Saisonsieg vor Natalie Geisenberger aus Miesbach setzte Hüfner auch die seit November 1997 anhaltende Weltcup-Siegesserie der deutschen Rodel- Frauen fort.

„Es kann ja nicht sein, dass ich plötzlich das Rodeln verlernt habe“, hatte sich Hüfner vor dem vorletzten Weltcup-Rennen der Saison auf ihre Stärken besonnen. Am Fuße der Rocky Mountains legte die 25 Jahre alte Seriensiegerin trotz starken Schneetreibens gleich im ersten Lauf Bestzeit vor. Im entscheidenden Durchgang toppte die Oberwiesenthalerin ihre starke erste Fahrt sogar noch und landete bei ihrem 16. Weltcup-Sieg am Ende einen ungefährdeten Erfolg vor der jungen Europameisterin und WM-Zweiten Geisenberger. Hüfners Vereinskollegin Anke Wischnewski fiel im zweiten Lauf von Rang zwei auf den vierten Platz zurück und verpasste hinter der überraschend starken Österreicherin Veronika Halder das Podest. Corinna Martini aus Winterberg enttäuschte mit Rang 14.

„Ich hatte hart zu kämpfen“, offenbarte Hüfner einen Blick auf die schweren Tage nach der WM in Lake Placid. Erst mit einigem Abstand sei es ihr gelungen, den Blick wieder nach vorne zu richten. Die einmal mehr von Hüfner in die Schranken verwiesene Miesbacherin Geisenberger freute sich sogar für die siegreiche Oberwiesenthalerin: „Das tut der Stimmung im Team gut.“ Vor dem Weltcup-Finale in einer Woche auf der neuen Olympia-Bahn im kanadischen Whistler hat Hüfner nun satte 85 Punkte Vorsprung auf Geisenberger. Damit reicht der 25- Jährigen schon ein 25. Platz im letzten Rennen für den zweiten Gesamtsieg nach 2007/08.

Eine Woche nach ihrem Sensationssieg von Lake Placid konnte die 22 Jahre alte Hamlin nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Am Ende wurde die Athletin aus den USA nur Siebte - mit der Rodel- Ewigkeit von mehr als sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Hüfner.

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