Waldschmidt, Koch, Schwolow: Freiburg-Trio begeistert Löw

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Bundestrainer
Verfolgte den Freiburger Sieg gegen Hoffenheim live vor Ort: Bundestrainer Joachim Löw. (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Nils Bastek

Ein Besuch des Bundestrainers macht Nationalspieler Luca Waldschmidt längst nicht mehr nervös. Joachim Löw ist so oft bei Spielen des SC Freiburg zu Gast, dass es für den 23-Jährigen nichts Besonderes mehr ist.

Waldschmidt wusste nicht mal, dass Löw auch bei seinem ersten Startelf-Einsatz für die Freiburger seit 105 Tagen erneut auf der Tribüne des Schwarzwald-Stadions saß. „Er schreibt keine SMS vorher: "Ich bin heute da, du musst besonders gut spielen"“, erzählte der Angreifer mit einem Schmunzeln nach dem 1:0-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim. „Ich probiere immer, mein Bestes zu geben.“

Löw hatte fünf Tage nach seinem 60. Geburtstag nicht nur zu sehen bekommen, wie Waldschmidt per souverän verwandeltem Elfmeter in der 40. Minute der Treffer des Tages gelungen war. Der Bundestrainer beobachtete auch, wie Freiburgs zweiter Nationalspieler Robin Koch schon in der 28. Minute mit einer blutenden Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden musste. Zuvor war der Verteidiger nach einem Zweikampf mit Hoffenheims Diadie Samassekou mit dem Kopf gegen eine Werbebande geprallt. Koch selbst sagte im Anschluss zwar nichts mehr, sondern verließ mit einer Mütze auf dem Kopf das Stadion. Dafür gab sein Coach Christian Streich Entwarnung.

„Es sieht so aus, als ob alles in Ordnung ist“, sagte der 54-Jährige. Über einen langfristigen Ausfall von Koch muss sich also auch Löw keine Gedanken machen. Die Europameisterschaft im kommenden Sommer ist das große Ziel von Waldschmidt und Koch, der beste Freiburger war gegen Hoffenheim aber ein anderer. Torhüter Alexander Schwolow hatte mit etlichen Paraden die Grundlage dafür gelegt, dass der Sport-Club seine Mini-Krise von zuletzt zwei Niederlagen und 0:6-Toren beenden konnte. Und Schwolow wusste anders als Waldschmidt sogar, dass Löw seine Glanzleistung live im Stadion verfolgt hatte.

„Ich habe schon gehört, dass er da war“, erzählte der Torwart nach dem Spiel. Der 27-Jährige wollte seinen starken Auftritt aber bloß nicht als Bewerbungsschreiben in Richtung Nationalmannschaft benutzen. „Ich freue mich einfach, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben.“ Bis auf drei Punkte ist der SC nun am sechsten Platz dran. Aber weil ja auch Trainer Streich bescheiden ist, sprach er lieber davon, dass der Abstand „nach hinten“ nun noch größer sei.

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