Vollgas und Effizienz: Nagelsmann will die Bayern knacken

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Julian Nagelsmann
Nächstes Ziel für Julian Nagelsmann mit RB Leipzig: Den FC Bayern knacken. (Foto: Jan Woitas / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Tom Bachmann

Erste Reifeprüfung als Trainer von RB Leipzig: Mit konsequentem Pressing, gnadenloser Effizienz von Vollgas bis zum Abpfiff will Julian Nagelsmann die Bayern knacken und die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigen.

Vor dem Spitzenspiel gegen den Rekordmeister am Samstag (18.30 Uhr/Sky) zeigte sich Nagelsmann prächtig gelaunt und überzeugt von seinem Matchplan.

„Erfolgreiche Spiele gegen Bayern können einen tragen. Wir werden bestätigen, dass wir gut drauf sind und eine gute Mannschaft haben“, sagte Nagelsmann und meinte grinsend zum von Bayern-Trainer Niko Kovac zum „Abnutzungskampf“ auserkorenen Gipfel: „Die Spieler werden das Spiel in den Knochen merken, sowohl bei den Bayern als auch bei uns.“

Gleichzeitig warnte der mit drei Siegen aus drei Spielen in das Projekt RB gestartete Nagelsmann seine Mannschaft. Der 32-Jährige will in der Vorbereitung des Spiels auch darauf eingehen, wie man nach einer Führung weiterspielen muss. „Selbst wenn man 2:0 führt, reicht das gegen Bayern noch lange nicht aus“, betonte Nagelsmann. Man müsse den Gegner 90 Minuten lang beschäftigen und Vollgas geben.

In den letzten drei Duellen mit den Bayern blieb RB ohne eigenes Tor. Was aber vor allem daran lag, dass die Mannschaft mit den eigenen Chancen verschwenderisch umgegangen war. „Man darf nicht immer zehn Chancen brauchen, sondern es müssen auch mal ein oder zwei reichen, um ein Tor zu machen. Das ist es, was Spitzenteams von denen unterscheidet, die es werden wollen“, sagte Nagelsmann.

Seine Spieler strotzen jedenfalls vor Selbstvertrauen und glauben fest an einen Sieg. „Ich glaube, dass wir Schritt für Schritt leistungstechnisch näher rankommen an die Bayern. Es ist an der Zeit, sie mal wieder zu schlagen“, sagte Kapitän Willi Orban dem „kicker“. Das gelang bisher erst ein Mal beim 2:1 im März 2018.

Das Siegtor schoss damals Timo Werner. Und der Nationalspieler wird auch am Samstag eine wichtige Rolle spielen. „In solchen Spielen kann die Qualität der Einzelspieler entscheiden. Timo ist bereit zu treffen und wird ein wichtiger Faktor sein. Er kann dem Gegner weh tun“, sagte Nagelsmann.

Das würde auch die persönliche Bilanz von Nagelsmann, der als Kind Bayern-Fan war, gegen den 29-maligen deutschen Meister aufpolieren. Die ersten drei Spiele als Trainer von Hoffenheim verlor er nicht, feierte zwei Siege. Doch dann setzte es drei Niederlagen in Serie.

Verzichten muss Nagelsmann wohl auf Kevin Kampl. Den Spielmacher plagen Probleme mit dem Sprunggelenk. Auch für Neuzugang Patrik Schick kommt das Spiel zu früh. Dafür wäre Dayot Upamecano eine Option. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Saison in München erst bärenstark gespielt, dann aber den Fehler gemacht, der zum 0:1 führte.

Trotz des frühen Spieltags wäre ein Sieg gegen die Bayern doppelt wertvoll. Zum einen würde RB seinen Vorsprung vor den Münchnern auf fünf Punkte ausbauen. Zum anderen würde der Mannschaft etwas gelingen, was sie in der vergangenen Saison nicht geschafft hat. Ein Sieg gegen eine Spitzenmannschaft der Bundesliga.

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