Virus stoppt Pechstein und Anschütz-Thoms

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Deutsche Presse-Agentur

Virus stoppt deutsche Eisschnelllauf-Stars: Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms müssen ihre Hoffnungen auf Siege im Gesamt-Weltcup der Eisschnellläufer krankheitsbedingt abschreiben.

Beide Olympiasiegerinnen teilten mit, dass sie am Wochenende wegen Virus-Infekten nicht bei der vorletzten Weltcup-Station in Heerenveen an den Start gehen.

„Das ist besonders bitter, weil ich in beiden Wertungen so gut platziert bin“, bedauerte Daniela Anschütz-Thoms. „Aber es macht einfach keinen Sinn, in Heerenveen auf Krawall zu laufen und damit das Risiko eines Rückfalls einzugehen. Dann könnte man die WM in Richmond in den Wind schreiben“, sagte die 34 Jahre alte Erfurterin, die vor einer Woche von dem Infekt überrascht wurde und daher gar nicht zur Mehrkampf-WM nach Hamar gereist war. Sie hat aber inzwischen wieder mit einem leichten Aufbautraining begonnen.

Die besten Chancen auf ihren ersten Weltcup-Gesamterfolg hatte die Thüringerin über 1500 Meter, wo sie mit 280 Punkten nur 26 Zähler hinter der Kanadierin Kristina Groves auf Platz zwei rangiert. Die deutschen Hoffnungen trägt nun Weltmeisterin Anni Friesinger, die aber zu Saisonbeginn drei Rennen auf der Mittelstrecke wegen der Nachwirkungen ihrer Knie-Operation auslassen musste und keine Chance auf den Gewinn des mit 14 000 Dollar dotierten Weltcups besitzt.

Europameisterin Claudia Pechstein klagte auch drei Tage nach ihrer bitteren WM-Absage in Hamar weiter über Fieber. „Zwischenzeitlich hatte sie noch Hoffnung auf Besserung, aber nach dem erneuten Fieber ist ein Start ausgeschlossen“, informierte ihr Manager Ralf Grengel. Von „einer gute Entscheidung“, sprach daraufhin auch ihr Trainer Peter Mueller. Die 36 Jahre alte Berlinerin wird nun den Infekt vollständig auskurieren, um bei der WM Mitte März auf der Olympia-Bahn noch einmal angreifen zu können.

Ihre glänzende Ausgangsposition im Langstrecken-Weltcup mit Platz zwei hinter Mehrkampf-Weltmeisterin Martina Sablikova (Tschechien) wird sie durch den Startverzicht in Heerenveen allerdings einbüßen. Die Thüringerin Stephanie Beckert möchte hingegen in der Thialf-Arena ihren Aufwärtstrend, den sie mit dritten Plätzen über 5000 Meter beim Weltcup in Moskau und der WM in Hamar zeigte, bestätigen.

Die Erkältungswelle hat indes auch die deutsche Männer-Mannschaft erreicht. Wie Teamchef Helge Jasch berichtete, wird auch der Inzeller Moritz Geisreiter wegen einer Grippe die Reise nach Heerenveen nicht antreten können.

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