Viermal Bronze für deutsche Schwimmer und Bahn-Radsportler

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Deutsche Presse-Agentur
Frank Thomas und Thomas Eßer

Freistilschwimmer Henning Mühlleitner und gleich drei Bahn-Rad-Teams haben den deutschen Sportlern einen bronzenen Auftakt bei den European Championships in Glasgow beschert.

Das nach dem Unfall von Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel neu formierte Teamsprint-Duo der Bahnradsportlerinnen mit Miriam Welte und Emma Hinze kam am Freitag im kleinen Finale zum Sieg gegen die Niederlande.

Schon vor dem ersten Start hatte Olympiasiegerin Welte eine „emotionale Achterbahnfahrt“ erwartet, da sie als viermalige Teamsprint-Weltmeisterin erstmals ohne ihre langjährige Sieggefährtin Kristina Vogel aus Erfurt an den Start gehen musste. „Respekt. Was Welte und Hinze hier angesichts der wirklich tragischen Ereignisse geleistet haben, kann man nicht hoch genug bewerten“, urteilte Bundestrainer Detlef Uibel. Doppel-Olympiasiegerin Vogel war Ende Juni in Cottbus im Training gestürzt und hatte sich schwere Rückenverletzungen zugezogen.

Die erste EM-Medaille seit sieben Jahren erkämpfte der deutsche Frauen-Vierer mit Bronze in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung. Die Damen bezwangen im Rennen um Platz drei in deutscher Rekordzeit von 4:23,105 Minuten das Quartett Polens. Zuletzt hatte es für die Verfolger-Frauen 2011 mit Silber eine EM-Medaille gegeben, damals waren aber nur drei Damen über 3000 Meter auf der Piste. Becker und Brennauer gehörten schon damals zum Team. Die dritte bronzene Plakette für die deutschen Bahnradsportler fuhren Timo Bichler, Stefan Bötticher und Joachim Eilers im Team-Sprint der Männer dank eines Sieges über die Niederlande im Kampf um Platz drei ein.

Der Neckarsulmer Henning Mühlleitner veredelte am Freitag den starken EM-Auftakt der Schwimmer und schlug über 400 Meter Freistil nach 3:47,18 Minuten als Dritter an. „Die Medaille ist das Sahnehäubchen“, sagte er lächelnd. Zwei persönliche Bestzeiten und weitere gute Ergebnisse sorgten zusätzlich für gute Laune im Schwimm-Team von Chefbundestrainer Henning Lambertz.

„Ich bin mehr als zufrieden“, sagte Lambertz nach den ersten Auftritten seiner Sportler. „Das war ein sehr, sehr gelungener und toller Auftakt“. Poul Zellmann, der in persönlicher Bestzeit von 3:47,14 Minuten den Einzug ins Finale geschafft hatte, wurde Siebter. Die 4 x 100 Meter Kraul-Staffeln belegten die Plätze sieben (Männer) und acht (Frauen).

Lange Gesichter gab es indes bei den deutschen Ruderern, die am Freitag gleich in vier olympischen Klassen den Sprung ins Finale verpassten. „Das ist sehr enttäuschend für uns. Wir müssen alles in Ruhe analysieren, aber auch grundsätzliche Überlegungen anstellen“, bilanzierte Ralf Holtmeyer als leitender Bundestrainer des Deutschen Ruderverbandes. Damit haben erst zwei Boote in den olympischen Klassen die EM-Finals erreicht. Darunter auch der Deutschland-Achter, der nach seinem Vorlaufsieg am Sonntag als Gold-Favorit gilt.

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