VfL Wolfsburg verliert 0:2 bei Paris St. Germain

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Nach zwei Torwartfehlern von Diego Benaglio ist der VfL Wolfsburg in seinem siebten UEFA-Cup-Spiel erstmals als Verlierer vom Platz gegangen. Der Schweizer verursachte durch seine Patzer das 0:2 (0:0) im Zwischenrunden-Hinspiel bei Paris St. Germain.

Guillaume Hoarou profitierte mit seinen Treffern in der 80. und 86. Minute von Benaglios zweimaligen Blackouts. Vor 25 000 Zuschauern im Prinzenpark, unter ihnen Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, zeigte die Mannschaft von Trainer Felix Magath in der ersten Halbzeit noch eine taktisch starke Partie. Gegen denn dann immer stärker aufspielenden französischen Tabellenzweiten verteidigte Wolfsburg mit Glück und Geschick zunächst das Remis, ehe Benaglio das Spiel entschied.

Am 26. Februar benötigt der Fußball-Bundesligist in der heimischen Volkswagen-Arena nun einen deutlichen Sieg, um die Runde der letzten 16 gegen Sporting Braga oder Standard Lüttich zu erreichen. Von Beginn standen die Wolfsburger sehr kompakt und ließen die Gastgeber kaum ins Spiel kommen. Magaths Mannschaft ließ nur wenig Torraumszenen der Gastgeber zu. Wie bereits in den Gruppenspielen schonte PSG-Trainer Paul Le Guen einige seiner Stars für das enge Rennen mit Olympique Lyon um die französische Meisterschaft. Claude Makelele und Ludovic Giuly fanden sich auf der Bank wieder, Mateja Kezman durfte trotz vier Treffern im UEFA-Cup aus disziplinarischen Gründen nicht spielen. Auf der Gegenseite ließ Magath bis auf den verletzten Grafite die beste Mannschaft ran. Die angeschlagenen Sascha Riether und Zvjezdan Misimovic waren rechtzeitig fit geworden.

Wolfsburgs Ein-Mann-Sturm Edin Dzeko war in der ersten Halbzeit noch zu sehr auf sich allein gestellt; aus dem numerischen Übergewicht im Mittelfeld konnte der VfL kein Kapital schlagen. So waren es Fernschüsse von Marcel Schäfer (5. Minute) und Sebastian Schiendzielorz (24.) die für Gefahr sorgten. Auf der Gegenseite dauert es über eine halbe Stunde, ehe Paris den taktisch cleveren Wolfsburgern etwas entgegen setzen konnte. Guillaume Hoarau (37.), Fabrice Pankrate (40.) und Jerome Rothen Sekunden später stellten VfL-Schlussmann Diego Benaglio auf die Probe, doch der Schweizer sicherte mit seinen Paraden das torlose Unentschieden zum Pausentee.

In der zweiten Hälfte kamen die Franzosen immer stärker auf und schnürten die Wolfsburger zunehmend in deren eigenen Hälfte ein. Zwei Kopfbälle von Hoarau nach Standardsituationen brachten Wolfsburg um das mögliche Remis. Zu allem Überfluss müssen die Niedersachsen im Rückspiel auf ihren gelbgesperrten Kapitän Josue verzichten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen