Vettel enthüllt neuen Rennwagen von Red Bull

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Deutsche Presse-Agentur

Schon vor den ersten Kilometern im neuen Dienstwagen schlug Formel-1-Jungstar Sebastian Vettel forsche Töne an. „Das Ziel sind Siege“, sagte der Red-Bull-Neuzugang, nachdem er im spanischen Jerez sein Auto für die Ende März beginnende Saison 2009 enthüllt hatte.

Mit einer Wollmütze schützte sich der 21-Jährige gegen die kühle Witterung in Andalusien, beim Anblick des RB5 aber wurde dem Heppenheimer warm ums Herz. „Das Auto sieht toll aus“, urteilte Vettel über den von Stardesigner Adrian Newey entworfenen Boliden. „Aber es muss auch schnell sein.“

Kurz nach elf Uhr durfte der Hesse die Premierenrunde im neuen Gefährt drehen. Die Erwartungen an Vettel sind hoch, er gilt als eine der größten Zukunftshoffnungen der Branche. Nicht nur Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht in ihm einen „neuen Weltmeister“, seit Vettel in der Vorsaison in Monza im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Geschichte einen Grand Prix gewann. „Es gibt keinen Grund, warum wir das mit den neuen Regeln nicht auch schaffen sollten“, meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Trotz aller Lobeshymnen gab sich Vettel gewohnt gelassen. „Ich spüre nicht mehr Druck als vorher, weil ich immer von mir erwarte zu gewinnen. Es kümmert mich nicht, was andere von mir erwarten“, erklärte der Rennfahrer, der in der neuen Saison die Startnummer 15 auf dem Auto trägt. Seinen Wechsel von Toro Rosso zum Mutter-Rennstall hat er ohne Probleme vollzogen. „Bei Red Bull arbeiten drei Mal so viele Leute, aber am Ende kommt es darauf an, herauszufinden, wer die entscheidenden Leute sind“, sagte Vettel.

Sein interner Rivale ist 2009 Mark Webber. Der Australier, der sich im November bei einem Fahrrad-Unfall das rechte Bein gebrochen hatte, will bei den Tests in Jerez zum ersten Mal wieder ins Auto steigen. Der 32-Jährige humpelte allerdings noch unverkennbar. „Mein Ziel ist Melbourne. Da bin ich zu 100 Prozent so fit, dass ich den Grand Prix durchfahren kann“, versprach Webber mit Blick auf den Saisonstart in knapp sieben Wochen.

Von seinem neuen Teamkollegen ist der Routinier voll überzeugt. „Sebastian ist ein junger Angaser. Red Bull darf sich glücklich schätzen, so ein Juwel wie ihn in ihrem Kader zu haben“, sagte Webber. Teamchef Horner erwartet ein enges Duell zwischen Altmeister und Aufsteiger. „Vettel ist für ihn die größte Herausforderung seiner Karriere, aber das gilt auch umgekehrt. Die beiden werden sich gegenseitig anstacheln“, meinte der Brite.

Vettel allerdings orientiert sich an der Spitze: „Die Favoriten sind wieder Ferrari und McLaren. Red Bull hat das Potenzial aufzuschließen.“ Wie bei der Konkurrenz, die ihre neuen Autos zumeist schon der Öffentlichkeit vorgestellt hat, präsentiert sich auch der RB5 wegen der umfangreichen Änderungen der Aerodynamik-Regeln in frischem Design. Die spitze, hohe Nase, zwei Höcker auf dem Chassis sowie die tief abfallenden Seitenkästen und der bis zur Bodenplatte reichende Heckflügel verleihen dem Boliden ein ungewöhnliches Aussehen. Horner ist von der Qualität des Gefährts fest überzeugt: „Es ist alles für eine gute Saison angerichtet.“

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