Van Almsick: Zweite Chance für DDR-Doping-Trainer

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Franziska van Almsick fordert eine zweite Chance für ehemalige Doping-Trainer.

In einem Interview der „Bild“-Zeitung“ machte sich die stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe für einen faireren Umgang mit Trainern stark, die zu DDR-Zeiten Athleten gedopt haben. Man solle sich 20 Jahre nach dem Mauerfall und teilweise 30 Jahre nach solchen Vergehen, „schnellstmöglich etwas einfallen lassen, um diese Themen abzuschließen“. „Ich bin für ein rechtsstaatliches Prinzip. Jeder hat eine zweite Chance verdient“, erklärte die ehemalige Schwimmerin.

Durch ihre Kindheit in der ehemaligen DDR kenne sie den dortigen „Systemzwang“. „Nicht jeder hat die Courage, sich gegen ein ganzes System zu stellen“, sagte sie in dem Interview weiter, „Aber soll man diesen Menschen dann ein ganzes Leben verteufeln?“ An einen neuen Ost-West-Konflikt glaube sie unterdessen nicht. Man solle nicht glauben, dass „Doping nur in der DDR existierte“. „Nein, das gab es damals auch im Westen, wenn auch kein systematisches“, betonte van Almsick.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen