Urs Fischer verteidigt Trainer-Wechsel: „völlig normal“

Union-Trainer Fischer
Kann einen Sittenverfall wegen der Trainer-Wechsel nicht erkennen: Union-Trainer Urs Fischer. (Foto: Andreas Gebert / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Union Berlins Trainer Urs Fischer sieht trotz der aktuell vielen Jobwechsel in der Fußball-Bundesliga keinen Sittenverfall in der Branche.

„Das ist etwas völlig Normales. In der Privatwirtschaft passiert das auch die ganze Zeit, nur ist da nicht die Öffentlichkeit involviert“, sagte der Schweizer bei einer digitalen Pressekonferenz seines Clubs.

Bei rund der Hälfte der Bundesliga-Clubs von Spitzenreiter FC Bayern München bis zum 1. FC Köln im Tabellenkeller ist entweder derzeit nicht sicher, wer in der kommenden Saison Chefcoach sein wird oder ein Wechsel wurde bereits jetzt verkündet. Unter anderen waren die Wechsel von Marco Rose von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund und Adi Hütter von Eintracht Frankfurt zu Gladbach publik geworden. Fischer war durch seine gute Arbeit bei den Eisernen in dieser Saison auch schon Spekulationsobjekt.

Der 55-Jährige sieht aber im Moment keinen Grund für eine berufliche Veränderung. „Was ich versichern kann, ist, dass ich einen gültigen Kontrakt habe und keinen Kontakt zu einem anderen Verein habe.“ Er gehe davon aus, auch in der neuen Spielzeit Union-Trainer zu sein, wenn er nicht entlassen werde.

Als Garantie wollte er diese Aussage aber auch nicht verstanden wissen. Die gäbe es im Fußball nicht. Als Trainer des FC Thun bekam er in der Saisonvorbereitung einst kurzfristig die Chance, zum FC Basel zu wechseln und ging zum damaligen Schweizer Branchenprimus. „Dann musst du es dir überlegen, da ist nichts Schlechtes dran“, sagte Fischer.

„Ich suche nicht nach etwas Neuem, was ich habe, passt mir und gefällt mir. Aber ich kann nicht behaupten, dass das in vier oder fünf Wochen immer noch gleich ausschaut, wenn Bayern München anfragt. Es ist doch logisch, dass sich das Trainer dann überlegen“, beschrieb Fischer die Logik des Fußball-Geschäfts. Zuletzt hatte es auch Spekulationen über einen Trainerwechsel von Hansi Flick zu Leipzigs Julian Nagelsmann in München gegeben.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-217998/2

Kader Union Berlin

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Tage der letzten Innenstadtbrachen gezählt - Fulminanter Neubau am Östlichen Stadtgraben

Die Tage einer der letzten Innenstadtbrachen sind gezählt: Am Montagmittag haben Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Baubürgermeister Wolfgang Steidle gemeinsam mit Gerhard Seibold für die Investorenfamilie, mit Planern und Architekten sowie Vertretern des Innenstadtvereins ACA ein durchaus fulminant zu nennendes Bauvorhaben präsentiert, das im Östlichen Stadtgraben auf der Fläche des derzeitigen dortigen Kiesparkplatzes verwirklicht werden soll.

Im ehemaligen Kloster in Oggelsbeuren soll Seniorenappartements entstehen.

Aus für Flüchtlingsunterkunft in Oggelsbeuren – Alfred Tönnis bewirbt sich als Pfarrer

Rund 60 Geflüchtete sind zurzeit bei der Stiftung „Heimat geben“ in Oggelsbeuren untergebracht. Jetzt hat die Einrichtung bekannt gegeben, dass die Verträge mit den Gemeinden Ende des Jahres auslaufen. Ein Grund dafür ist auch die berufliche Zukunft des Paters Alfred Tönnis.

Bei einer gemeinsamen Konferenz hat die Stiftung „Heimat geben“ den Vertretern der Gemeinden Schemmerhofen, Schwendi, Mittelbiberach und Attenweiler mitgeteilt, dass die Verträge für die Flüchtlingsunterbringung im Kloster in Oggelsbeuren Ende des Jahres nicht ...

Mehr Themen