Unterschiedliche Meinungen zum Videobeweis in der 2. Liga

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Videobeweis
Schiedsrichter Bastian Dankert bedient sich des Videobeweises beim Spiel Bielefeld gegen St. Pauli. (Foto: Friso Gentsch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Einführung des Videobeweises in der Fußball-Bundesliga vor zwei Jahren wurde hitzig debattiert - seit dieser Saison kann der Assistent auch in der 2. Liga eingreifen und sorgte prompt für neue Diskussionen.

Viele Entscheidungen würden durch den Videoassistenten klarer werden, sagte Mirko Slomka, Trainer von Absteiger Hannover 96. Er sei ein „totaler Befürworter“. Auch SV Sandhausens Coach Uwe Koschinat bezeichnete den Videobeweis als Bereicherung. Er sei zwar eigentlich „Fußball-Romantiker“, habe sich aber davon überzeugen lassen, dass der Videoassistent zu mehr Gerechtigkeit beitrage.

Kritische Stimmen kamen aus Bochum. „Der Videoassistent gefällt mir nicht“, sagte VfL-Coach Robin Dutt. Wie auch Uwe Neuhaus, Trainer von Arminia Bielefeld, kritisierte Dutt die entstehenden Pausen im Spiel. Sein erster Kontakt mit dem Videoassistenten dürfte ihn allerdings etwas versöhnlicher gestimmt haben. Bei der Auswärtsniederlage des VfL am Sonntag bei Jahn Regensburg nahm der Videoschiedsrichter einen Elfmeter gegen die Rheinländer zurück. In so einem emotionalen Moment nehme er den Videobeweis natürlich gerne in Anspruch, gab Dutt zu.

„Es steht außer Frage, dass mal die Hölle los sein wird, wenn du 1:0 führst und dadurch den Ausgleich bekommst. Dann wird es dich auch mal treffen, wo es dir hilft“, sagte Cristian Fiel von Dynamo Dresden. Er versuche, sich mit dem Thema nicht zu beschäftigen. „Du musst es so nehmen, wie es kommt.“

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