Traumstart für DEB-Team: 7:1 gegen Japan

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Deutsche Presse-Agentur

Mit einem Traumstart hat Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft den ersten Schritt auf dem schweren Weg zu Olympia 2010 in Vancouver geschafft.

Bei der Qualifikation in Hannover gewannen die Gastgeber zum Auftakt souverän 7:1 (3:1, 3:0, 1:0) gegen Außenseiter Japan, das in den letzten beiden Vergleichen heftigen Widerstand geleistet hatte.

Yannic Seidenberg (4.), Torjäger Michael Wolf (7.) und Philip Gogulla (15.) sorgten schon im ersten Drittel für einen klaren Vorsprung. Mit einem Dreier-Pack binnen 87 Sekunden machten Manuel Klinge (32.), Richard Mueller (32.) und John Tripp (33.) frühzeitig alles klar. Erneut Tripp (54.) traf zum Endstand. Für Japan war Masato Domeki (20.) erfolgreich.

Das Schlüsselspiel steigt am Samstag gegen Österreich. Der WM-Aufsteiger zitterte sich nach dreimaligem Rückstand zu einem 4:3 (0:0, 2:3, 1:0) nach Verlängerung über Slowenien. Bei einer deutschen Niederlage im Nachbarschaftsduell hätten die Österreicher den Turniersieg und das Olympia-Ticket fast schon sicher, da sie in ihrer letzten Partie Favorit gegen Japan sind. Das DEB-Team spielt am Sonntag in der abschließenden Begegnung gegen WM-Absteiger Slowenien.

Bundestrainer Uwe Krupp hatte unmittelbar vor der Partie noch einmal vor hartumkämpften Spielen gewarnt. „Selbst unsere Eishockey- Kenner unterschätzen, wie schwer das Turnier ist und messen der Weltrangliste zu viel Bedeutung zu“, sagte Krupp mit Blick auf die nur auf Rang 22 geführten Japaner. Angesichts guter Vorbereitung und guter Stimmung war Krupp aber auch optimistisch.

Zu Recht: Dank japanischer Hilfe erwischten seine Schützlinge einen Blitzstart. Yannic Seidenberg nutzte in seinem 50. Länderspiel einen katastrophalen Abspielfehler vor dem Tor zur Führung. Nur gut zwei Minuten später drückte Wolf ein Zuspiel von Gogulla zu seinem 20. Länderspiel-Tor ins Netz. Gogulla selbst brauchte in Überzahl nur den Schläger nach Pass von Michael Hackert zum 3:0 hinzuhalten.

Hackert komplettierte nach seiner Grippe die deutsche Top-Reihe. Ebenfalls dabei war der zuletzt angeschlagene Kölner Christoph Ullmann, auch wenn er ebenso wie Hackert laut Krupp noch nicht wieder völlig fit war. In Zweitliga-Profi Travis Mulock von den Tölzer Löwen schenkte der Bundestrainer auch einem Debütanten das Vertrauen. Nachdem die kurzfristige Gegenwehr der Japaner gebrochen war, gönnte Krupp dem als Nummer eins gesetzten Torhüter Dimitri Pätzold im letzten Drittel eine Pause. Den Lokalmatador von DEL-Spitzenreiter Hannover Scorpions ersetzte der Augsburger Dennis Endras, der vor 4380 Zuschauern zu seinem zweiten Länderspiel kam.

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