Traumlos oder chancenlos? Wie der 1.FC Heidenheim die DFB-Pokal Auslosung bewertet

Lesedauer: 6 Min
 In der Zweiten Liga ist der 1. FC Heidenheim an die Aufstiegsplätze herangekommen. Im DFB-Pokal wartet im Viertelfinale der FC
In der Zweiten Liga ist der 1. FC Heidenheim an die Aufstiegsplätze herangekommen. Im DFB-Pokal wartet im Viertelfinale der FC Bayern München. (Foto: dpa)
Sportredakteur/DigitAalen

DFB-Pokal, Viertelfinale (2./3. April): FC Schalke 04 – Werder Bremen, Bayern München – 1. FC Heidenheim, SC Paderborn – Hamburger SV, FC Augsburg – RB Leipzig.

Im Fußballmuseum in Dortmund hat die Fußball-Geschichte ihren Platz. Der 1. FC Heidenheim darf sich auch weiterhin in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs einschreiben – dann etwa, wenn er den FC Bayern München im eigenen Stadion besiegen würde. Dort muss der FCH als Zweitligist im Viertelfinale des DFB-Pokals antreten, Anfang am April.

Die Hoffnung auf einen Sieg, solch einen sensationellen wie im Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen (2:1), scheint allerdings nicht groß sein – zumindest wenn man FCH-Beiratsvorsitzender Rainer Domberg anhörte. „Gewinnen werden wir sicher nicht, aber es ist ein Riesenerlebnis und eine Belohnung für die Mannschaft“, sagte Domberg in der ARD, nachdem das Los in der „Sportschau“ feststand.

Freilich war die Freude beim derzeitigen Tabellenvierten der 2. Liga groß – das Jahr läuft weiter gut, nach dem 2:1 (1:0)-Sieg in Darmstadt dank eines Doppelpacks des Top-Torschützen Robert Glatzel an diesem Sonntag folgte die nächste positive Nachricht für den Heidenheimer Fußball. Wenn es läuft dann läuft es.

Mit einer Einschränkung: Sie hatten sich beim FCH ein Heimspiel gewünscht, doch das wäre dann erst im Halbfinale möglich. „Wir freuen uns darauf, dass wir uns im Viertelfinale jetzt mit dem deutschen Rekordmeister messen dürfen. Natürlich wäre uns ein Heimspiel lieber gewesen, erst recht gegen diesen hochkarätigen Gegner, der uns auf dem Papier haushoch überlegen ist“, erklärte Holger Sanwald, FCH Vorstandsvorsitzender, nach der Auslosung.

Doch die Heidenheimer, die bundesweit schon mit ihrem Sieg gegen Leverkusen für Aufsehen gesorgt hatten, sehen sich bereit. „Dennoch wird unsere Mannschaft alles dafür geben, dass wir uns in diesem David-gegen-Goliath-Duell so teuer wie möglich verkaufen.“

Apropos teuer: Kosten wird den Fans die Anreise etwas, dem FCH spült das Duell in der Allianz Arena weitere lukrative Einnahmen in die Kasse. Die Zuschauereinnahmen werden im Pokal geteilt, die Arena verfügt über ein fünf Mal so hohes Fassungsvermögen wie 15000-Zuschauer-Voith Arena. Zudem winken dem Zweitligisten von der Ostalb weitere Gelder für das Erreichen des Halbfinals – auch wenn das schwierig wird. Nach dem 1,3 Millionen für den Einzug ins Viertelfinale würden 2,2 Millionen Euro dazu kommen.

Auf jeden Fall steht der FCH aber wieder, in einem noch größeren, Rampenlicht. Gut möglich, dass diese Partie neben „Sky“ auch auf einem öffentlich rechtlichen Sender live übertragen wird. Das kleine, große Los für den FCH zog übrigens Handball-Nationalspieler Fabian Böhm.

DFB-Pokalwunder in Heidenheim
Den Fußballern des 1. FC Heidenheim ist die große Sensation gelungen. Verdient besiegte der Zweitligist die Bayer-Elf aus Leverkusen mit 2:1 und zog somit ins DFB-Pokal Viertelfinale ein. Es war ein harter Kampf, der am Ende auch belohnt wurde.

DFB-Pokal, Viertelfinale (2./3. April): FC Schalke 04 – Werder Bremen, Bayern München – 1. FC Heidenheim, SC Paderborn – Hamburger SV, FC Augsburg – RB Leipzig.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen