Towerstars verpassen Platz zwei

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 Mit viel Einsatz und Leidenschaft holte sich der ESV Kaufbeuren (rechts Lubomir Stach) den Derbysieg gegen die Ravensburg Tower
Mit viel Einsatz und Leidenschaft holte sich der ESV Kaufbeuren (rechts Lubomir Stach) den Derbysieg gegen die Ravensburg Towerstars (Jakub Svoboda). (Foto: Florian Wolf)
Sportredakteur

ESV Kaufbeuren – Ravensburg Towerstars 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)

Tore: 1:0 (4:46 UZ) Sami Blomqvist, 1:1 (11:20 ÜZ) David Zucker (Pozivil, Just), 2:1 (13:22) Sami Blomqvist (Gracel, Vajs), 3:1 (24:47 ÜZ) Branden Gracel (Blomqvist, Lewis), 3:2 (44:24) Andreas Driendl (Pompei, Dronia)

Strafen: Kaufbeuren 16 Minuten + 10 (de Paly, unnötige Härte), Ravensburg 18 Minuten + 10 (Pokorny, unnötige Härte)

Zuschauer: 3100

Platz zwei hinter den Löwen Frankfurt zum Ende der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga 2 war greifbar, doch am Ende fehlte den Ravensburg Towerstars ein Tor. Nach der 2:3-Niederlage im Derby beim ESV Kaufbeuren am Sonntagabend spielen die Towerstars als Tabellendritter in den Play-offs gegen den Sechstplatzierten EC Bad Nauheim.

Die Towerstars präsentierten sich im Vergleich zum Sieg gegen die Kassel Huskies leicht verändert: Stephan Vogt war in Ravensburg geblieben, Maximilian Kolb half bei den Schwenninger Wild Wings in der DEL aus, dafür war Julian Kornelli vom Kooperationspartner in der vierten Reihe dabei.

Kaufbeurens Topleute treffen

Die Towerstars spielten also mit vier vollen Blöcken, allerdings gleich mal in Unterzahl. In seinem 800. Karrierespiel musste Andreas Driendl schon nach 32 Sekunden auf die Strafbank. Das Powerplay blieb zwar ohne Folgen, dafür fiel in der ersten Ravensburger Überzahl ein Tor – allerdings für Kaufbeuren. Sören Sturm verlor die Scheibe in der neutralen Zone, Sami Blomqvist nutzte die Gelegenheit eiskalt und traf zum 1:0 (5.).

Keineswegs geschockt davon suchten die Towerstars mit schnellem Eishockey ihre Chancen. In der zweiten Überzahlsituation stand Daniel Pfaffengut ESV-Goalie Stefan Vajs geschickt im Weg, David Zucker nutzte den Raum und traf aus kürzester Distanz zum Ausgleich (12.). Doch wieder leisteten sich die Ravensburger einen Fehler in der neutralen Zone, dieses Mal legte quasi Ondrej Pozivil für Blomqvist auf – der Toptorjäger der Liga ließ sich wieder nicht lange bitten und traf zum 2:1 (14.). Obwohl die Spielanteile im ersten Drittel nahezu ausgeglichen waren, mussten die Towerstars froh sein, nicht noch höher im Rückstand zu liegen. Doch im dritten Kaufbeurer Powerplay schoss Daniel Oppolzer nur ans Außennetz (19.), obwohl das Ravensburger Tor praktisch leer war.

Im zweiten Drittel ging die gute spielerische Linie etwas verloren. Beide Teams leisteten sich mehrere Ausflüge auf die Strafbank. „Es war ein typisches Derby mit vielen Zweikämpfen“, meinte Towerstars-Trainer Rich Chernomaz. Die Towerstars wussten mit dem Platz auf dem Eis aber wenig anzufangen. Kaufbeuren dagegen war zwischenzeitlich sogar zwei Mann mehr, weil Driendl und David Zucker draußen waren. Genau in dem Moment, als Driendl wieder zurückkehrte, schlug ein Schuss von Branden Gracel (25.) neben Langmann zum 3:1 ein. „Ihre Schlüsselspieler Blomqvist und Gracel haben drei Tore geschossen“, sagte Chernomaz. „Unsere waren nicht so gut.“ Offensiv war Ravensburg nicht zwingend genug, trotz mehrerer Powerplays; Kaufbeuren blieb dagegen stets gefährlich. Mit einer großen Parade verhinderte Langmann gegen Steven Billich (38.) kurz vor der zweiten Pause den vierten Gegentreffer.

So sah es vor dem Schlussdrittel ganz danach aus, dass die Towerstars die Hauptrunde auf Platz drei abschließen und gegen Bad Nauheim im Play-off-Viertelfinale antreten würden – und das, obwohl Frankfurt und Bietigheim zurücklagen und die Chance nach ganz oben gegeben war. Immerhin bestand nach hinten keine Gefahr, da auch Weißwasser einem Rückstand hinterherrennen musste.

Am 15. März geht es los

Erst musste Ravensburg froh sein, nicht höher zurückzuliegen, doch Blomqvist hatte mehrfach nicht scharf gestellt. Dann machte es Driendl mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 (45.) noch einmal spannend. Gleich danach verpasste Jakub Svoboda aus bester Position den Ausgleich – ein Punkt hätte zu Platz zwei gereicht. Doch der dritte Treffer wollte nicht mehr fallen. Auch nicht nach einer Auszeit in der letzten Minute, als Langmann vom Eis fuhr. „Es war ein sehr intensives Spiel“, sagte Kaufbeurens Trainer Andreas Brockmann. Seine Mannschaft sprang noch auf Platz vier. „Die Jungs haben einen unglaublichen Job gemacht.“

Die Towerstars treffen im Play-off-Viertelfinale auf den EC Bad Nauheim. Das erste Duell findet am Freitag, 15. März, in Ravensburg statt.

ESV Kaufbeuren – Ravensburg Towerstars 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)

Tore: 1:0 (4:46 UZ) Sami Blomqvist, 1:1 (11:20 ÜZ) David Zucker (Pozivil, Just), 2:1 (13:22) Sami Blomqvist (Gracel, Vajs), 3:1 (24:47 ÜZ) Branden Gracel (Blomqvist, Lewis), 3:2 (44:24) Andreas Driendl (Pompei, Dronia)

Strafen: Kaufbeuren 16 Minuten + 10 (de Paly, unnötige Härte), Ravensburg 18 Minuten + 10 (Pokorny, unnötige Härte)

Zuschauer: 3100

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