Towerstars jubeln auch in Kassel

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 Die Towerstars um Kapitän Vincenz Mayer und Ilkka Pikkarainen kommen derzeit aus dem Jubeln gar nicht heraus. Auch in Kassel g
Die Towerstars um Kapitän Vincenz Mayer und Ilkka Pikkarainen kommen derzeit aus dem Jubeln gar nicht heraus. Auch in Kassel gewann Ravensburg deutlich. (Foto: Jan-Malte Diekmann)
Sportredakteur

Kassel Huskies – Ravensburg Towerstars 2:6 (0:2, 1:4, 1:0)

Tore: 0:1 (3:24) Vincenz Mayer (Czarnik, Pikkarainen), 0:2 (3:57) Robbie Czarnik (Mayer, Supis), 0:3 (20:44) Maximilian Kolb (Mayer, Pikkarainen), 1:3 (21:46) Toni Ritter, 1:4 (27:02 ÜZ) Mathieu Pompei (Driendl), 1:5 (29:12 UZ) Daniel Pfaffengut (Schwamberger), 1:6 (31:18 ÜZ) David Zucker (Pompei, Driendl), 2:6 (44:23) André Reiß (Meilleur, Gron),

Strafen: Kassel 12 Minuten, Ravensburg 6 Minuten

Zuschauer: 3671

Die Ravensburg Towerstars bleiben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 eine Macht. Auch bei den Kassel Huskies setzten sich die Ravensburger am Mittwochabend deutlich durch. 6:2 hieß es am Ende, es war der sechste Sieg der Towerstars im sechsten Spiel.

Schon der Beginn hätte für die Ravensburger besser nicht sein können. Die Kassel Huskies ließen den Gästen im ersten Drittel ein ums andere Mal zu viel Platz zum Abschluss. Das nutzten die Towerstars in ihrer derzeitigen Verfassung gnadenlos aus. In der vierten Minute legte Robbie Czarnik den Puck klug mit der Rückhand vors Tor der Huskies, dort stand Kapitän Vincenz Mayer richtig und traf zum 1:0 für die Towerstars. Nur 33 Sekunden später gab es die Kombination andersrum. Mayer umkurvte das Kasseler Tor, bediente den freien Czarnik – 2:0. „Die frühe Führung hat uns natürlich gutgetan“, meinte Trainer Jiri Ehrenberger.

Kurioser Treffer von Kolb

Das war ein Auftakt nach Maß für die Oberschwaben. Dazu zeigten sich die Ravensburger in der Defensive sehr aufmerksam – und sie konnten sich auf Goalie Jonas Langmann verlassen. Gegen Matthew Neal und vor allem bei einem Unterzahl-Konter von Nick Walters zeigte der Schlussmann der Ravensburger starke Paraden. Die Huskies kamen nach dem frühen Schock nach und nach etwas besser in die Gänge und hatten gegen Ende des ersten Drittels auch eine kleine Druckphase. Doch mit dem 2:0 im Rücken gingen die Towerstars in die erste Pause.

Kurios begann das zweite Drittel. Kassel leistete sich in der neutralen Zone einen Fehlpass, Maximilian Kolb und Robbie Czarnik konterten. Nur Huskies-Verteidiger Marco Müller war noch mit dabei. Kolb wollte den Querpass spielen, Müller fälschte im Rutschen jedoch ab und Goalie Marcel Melicherchik rutschte der Puck durch zum 0:3. Toni Ritter hatte dann aber die schnelle Antwort, ließ im Laufduell Daniel Schwamberger keine Chance und verkürzte auf 1:3.

Kurz darauf hämmerte Sam Povorozniouk die Scheibe knapp über das Ravensburger Tor, in Unterzahl eroberte sich Ritter den Puck stark gegen Mayer, scheiterte aber dann an Langmann. Das hätte das 2:3 sein können, stattdessen drehten nun die Towerstars wieder auf. In Überzahl zeigte Andreas Driendl seine Übersicht, bediente Mathieu Pompei, der auf 4:1 stellte. Als Thomas Merl draußen saß, traf Ravensburg sogar in Unterzahl. Daniel Schwamberger gewann im Angriffsdrittel das Bully, Daniel Pfaffengut tunnelte Melicherchic zum 5:1.

Torwartwechsel bei Kassel

Zwei Minuten später gab es den nächsten Überzahltreffer durch David Zucker. Nach dem 1:6 verließ Melicherchic frustriert seinen Kasten, für ihn kam Leon Hungerecker ins Spiel. „Wir haben das Powerplay gut ausgenutzt und auch in Unterzahl getroffen. Das war natürlich eine Vorentscheidung“, freute sich Ehrenberger. So hatten sich die Kassel Huskies das Heimspiel nach der 8:3-Auswärtsgala bei den Bietigheim Steelers am Sonntag natürlich nicht vorgestellt. Merl hätte die Führung im zweiten Drittel sogar noch ausbauen können, scheiterte jedoch an Hungerecker.

Doch auch so war die Partie weit von Spannung entfernt. Das ganz große Tempo war jetzt raus. Gute Chancen gab es dennoch. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels prüfte Neal den Towerstars-Goalie Langmann. Auf der Gegenseite verlor Walters die Scheibe als letzter Mann gegen Pompei, doch dieser kam nicht an Hungerecker vorbei. Die wenigen Ravensburger Fans unter den fast 3700 Zuschauern in Kassel hatten ihren Spaß an der Begegnung – wenig verwunderlich. Daran änderte auch das 2:6 von André Reiß in der 45. Minute nichts. „Gemmer aufs Eishockey“ schallte es durch die Eishalle.

Die Kasseler versuchten zwar noch einmal, näher heranzukommen und verzeichneten durch Jace Hennig auch noch einen Pfostentreffer. Doch richtig viel anbrennen ließen die Towerstars nicht mehr. „Meine Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt“, lobte Ehrenberger. „Die Jungs sind einfach gut drauf.“

Kassel Huskies – Ravensburg Towerstars 2:6 (0:2, 1:4, 1:0)

Tore: 0:1 (3:24) Vincenz Mayer (Czarnik, Pikkarainen), 0:2 (3:57) Robbie Czarnik (Mayer, Supis), 0:3 (20:44) Maximilian Kolb (Mayer, Pikkarainen), 1:3 (21:46) Toni Ritter, 1:4 (27:02 ÜZ) Mathieu Pompei (Driendl), 1:5 (29:12 UZ) Daniel Pfaffengut (Schwamberger), 1:6 (31:18 ÜZ) David Zucker (Pompei, Driendl), 2:6 (44:23) André Reiß (Meilleur, Gron),

Strafen: Kassel 12 Minuten, Ravensburg 6 Minuten

Zuschauer: 3671

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