Towerstars haben nur ein Spiel fürs gute Gefühl

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 Der Ex-Frankfurter Pawel Dronia (links) trifft mit den Ravensburg Towerstars am Freitag auf seine alten Teamkollegen.
Der Ex-Frankfurter Pawel Dronia (links) trifft mit den Ravensburg Towerstars am Freitag auf seine alten Teamkollegen. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Bereits am ersten Wochenende der Deutschen Eishockey-Liga 2 hatten die Ravensburg Towerstars nur ein Spiel. Auch an diesem Wochenende spielen die Towerstars nur einmal – gegen ein absolutes Topteam der Liga. Bei den Löwen Frankfurt müssen die Ravensburger vor allem in der Defensive deutlich stabiler stehen als bei der ersten Saisonniederlage in Bad Nauheim.

„Wenn man auswärts fünf Tore schießt, dann muss man eigentlich gewinnen“, sagt Towerstars-Verteidiger Pawel Dronia über das 5:7 beim EC Bad Nauheim. „Aber in der Defensive haben wir einfach schlecht gespielt.“ Die Bad Nauheimer hatten teilweise viel Platz vor dem Ravensburger Tor – das nutzten die Hessen aus und fügten den Towerstars die erste Saisonniederlage zu.

Am Freitagabend um 19.30 Uhr spielen die Towerstars erneut in Hessen, dieses Mal bei den Löwen Frankfurt. Die verloren am vergangenen Wochenende ebenfalls gegen Bad Nauheim – sogar zu Hause. Am Sonntag setzte sich der Meister von 2016/17 aber mit 6:2 beim Tabellenführer Lausitzer Füchse durch und kletterte an Ravensburg vorbei auf Platz zwei. „Frankfurt ist eine Topmannschaft, die ganz sicher den Aufstieg in die DEL zum Ziel hat“, sagt Ravensburgs Trainer Jiri Ehrenberger. „Das ist aber noch Zukunft.“ Erst ab der Saison 2020/21 gibt es zwischen den beiden höchsten deutschen Eishockeyligen wieder einen geregelten Auf- und Abstieg.

Die Gegenwart heißt: Topduell in der DEL2. Tabellenzweiter empfängt Tabellendritten. „Beide Teams spielen sehr gutes Eishockey“, meint Ehrenberger. „Ich erwarte ein attraktives Spiel auf Augenhöhe.“ Für Pawel Dronia ist es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Zwei Jahre verteidigte der 29-Jährige für die Löwen, wurde mit ihnen Meister. „Das ist sicher kein gewöhnliches Spiel für mich“, sagt Dronia. Sich und seine Kollegen nimmt Dronia vor allem in der eigenen Zone in die Pflicht. „Wir müssen viel besser verteidigen als in Bad Nauheim, sonst wird es sehr schwer.“

Spiel gegen Steelers verschoben

Weil die Towerstars das Heimspiel gegen den Meister Bietigheim Steelers am Sonntag wegen der Oberschwabenschau verschoben haben, haben sie nach der Partie in Frankfurt bereits zwei Spiele weniger absolviert als die Löwen. Der Druck, etwas aus Hessen mitzubringen, ist dadurch vielleicht ein bisschen größer. Gerade nach der ersten Niederlage. „Der Spielplan ist halt so“, sagt Ehrenberger gewohnt nüchtern. „Aber zwei Spiele weniger sind schon das Limit, das macht die Tabelle einfach unklarer.“ Die Niederlage in Bad Nauheim hat „die Mannschaft nicht umgehauen“, wie Ehrenberger sagt. „Die Jungs sind gut drauf.“ Gut drauf sind allerdings auch die Frankfurter. Vor allem in Überzahl sind die Löwen mit einer Erfolgsquote von 30 Prozent brandgefährlich.

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