Towerstars freuen sich über Driendls Rückkehr

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 Kaum zurück und schon wieder in Torlaune: Ravensburgs Topscorer Andreas Driendl jubelt nach seinem Treffer gegen die Heilbronne
Kaum zurück und schon wieder in Torlaune: Ravensburgs Topscorer Andreas Driendl jubelt nach seinem Treffer gegen die Heilbronner Falken. (Foto: Florian Wolf)
Sportredakteur

Nach den Weihnachtstagen haben sich die Ravensburg Towerstars in der Deutschen Eishockey-Liga 2 nicht von ihrer besten Seite gezeigt. Niederlage in Crimmitschau, Niederlage gegen Bayreuth. Im neuen Jahr folgte der mühsame Sieg nach Verlängerung gegen Deggendorf. Dann gab es die durchaus vermeidbare – und zu hoch ausgefallene – 3:6-Niederlage in Bad Nauheim. Gegen Heilbronn war daher am Sonntag erstmals seit Monaten die Tabellenführung in Gefahr. Die Towerstars zeigten zwar keine starke Leistung, es reichte aber zum Sieg – auch dank des Rückkehrers Andreas Driendl.

Der Goldhelm der Ravensburger hatte sein letztes Spiel am 23. Dezember beim 3:0-Sieg gegen den EHC Freiburg gemacht. Nach einem Zusammenprall musste Driendl vom Eis, wegen einer leichten Gehirnerschütterung fehlte der 32-Jährige bis Sonntag. „Er hat wenig trainieren können, aber es ist ein Spieler mit viel Spielwitz und Spielverständnis“, lobte Trainer Jiri Ehrenberger seinen Stürmer. „Er hat gute Situationen vorbereitet.“ Das 3:1 von Sören Sturm und das 4:3 von Jakub Svoboda bereitete Driendl vor, das 2:1 machte er auf starke Vorlage von Mathieu Pompei selbst.

Zwangspause für Langmann

Neben Driendl kehrte nach zweiwöchiger Zwangspause auch Kilian Keller zurück, der als Verteidiger Stabilität ins Spiel brachte und zudem den wichtigen Ausgleich von Daniel Pfaffengut stark vorbereitete. „Nach langer Zeit haben wir wieder mit fast dem kompletten Kader spielen können“, meinte Ehrenberger. Das stimmt zwar nicht ganz, denn Pawel Dronia und Thomas Merl fehlen dem Tabellenführer noch immer. Doch vier volle Sturmreihen und drei feste Verteidigerpärchen hatte Ehrenberger tatsächlich eine ganze Weile lang nicht mehr.

Etwas Sorgen bereitet den Ravensburgern Goalie Jonas Langmann. „Er hat wenig gesehen“, sagte Ehrenberger über seine Nummer eins, die in Bad Nauheim einen Schläger ins Auge bekommen hatte. Zwei bis drei Tage Pause muss Langmann auf Anraten der Ärzte machen. „Aber es ist zum Glück nicht so schlimm“, meinte Ehrenberger. Langmanns Back-up Michael Boehm hatte im Schlussdrittel in Bad Nauheim keine glücklichen Momente. Gegen Heilbronn zeigte der 21-Jährige aber eine gute Leistung und zwei ganz starke Paraden im eins-gegen-eins gegen Greg Gibson und Justin Kirsch. „Wir hatten eine gute Drangperiode nach unserer Führung“, sagte Falken-Trainer Alexander Mellitzer. Nach dem 0:1 hatten die Towerstars tatsächlich kurz größere Probleme. „Wir waren etwas nachlässig und nicht mehr so aggressiv“, sagte Ehrenberger.

Czarnik ist bester Torschütze

Aber anders als in Bad Nauheim, als die Towerstars nach einem starken ersten Drittel nicht mehr richtig in die Gänge kamen, schafften sie es gegen Heilbronn, sich wieder ins Spiel zu kämpfen. Eben auch dank Driendl und seinen Reihenkollegen Svoboda und Pompei. „Ich hoffe, die Reihe kann ein paar Spiele so zusammenbleiben“, sagte Ehrenberger. Da auch Robbie Czarnik derzeit in guter Form ist – mit 19 Treffern ist er Ravensburgs Toptorschütze – bedeutet Ehrenbergers Aussage, dass in den kommenden Spielen entweder Ilkka Pikkarainen oder Olivier Hinse als überzähliger Ausländer draußen bleiben müsste. Pikkarainen wartet seit dem Doppelpack gegen Crimmitschau am 18. November auf seinen nächsten Treffer, in den vergangenen zwölf Spielen brachte es der Finne nur auf zwei Vorlagen. Auch Hinse war zuletzt teils etwas glücklos unterwegs. Warum der Kanadier am Sonntag zum besten Ravensburger Spieler gekürt wurde, war daher für einige nicht ganz nachvollziehbar. Driendl oder Sturm wären sicher eher infrage gekommen.

Auch ohne Auszeichnung: Die Rückkehr des Goldhelms haben die Towerstars-Fans sehnlichst erwartet. Aus gutem Grund.

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