Teichmann: Alle Konzentration auf Klassikrennen

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Deutsche Presse-Agentur

Axel Teichmanns Worte klingen wie eine Warnung an die Konkurrenz. „Das 15-Kilometer-Klassikrennen am Freitag sehe ich als meinen Hauptwettkampf bei dieser WM an“, sagt der Thüringer Skilangläufer vor dem ersten Start bei den nordischen Ski- Weltmeisterschaften in Liberec.

Viel deutlicher konnte der sonst eher zurückhaltende Bad Lobensteiner seine Ambitionen auf eine Einzelmedaille kaum ausdrücken. Wer Teichmann kennt, weiß, mit welcher Konzentration und Angriffslust er am Start stehen wird. „Wenn sich Axel was in den Kopf setzt, zieht er das voll durch. Da lässt er sich dann auch wohl von niemandem mehr reinreden“, bemerkt Bundestrainer Jochen Behle und ist gespannt darauf, was sein Paradeathlet leisten kann. „Axel ist in einer hervorragenden Form. Seine Auftritte bei der Tour de Ski und einigen anderen Weltcups sprechen für sich“, sagt der Coach. Die 15 Kilometer im klassischen Stil liebt sein Schützling besonders. Spätestens seit seinem WM-Sieg 2003 in Val di Fiemme über diese Distanz weiß dies auch die Konkurrenz, die allerdings auch etwas zu bieten hat. So haben sich der Schwede Johan Olsson oder der Norweger Martin Sundby Johnsrud auf diese Strecke spezialisiert und auch Tour-de-Ski-Sieger Dario Cologna aus der Schweiz fühlt sich da pudelwohl.

„Meine unmittelbare Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften lief absolut nach Plan. Wir hatten super Bedingungen in Toblach und ich konnte richtig gut trainieren. Die zwei Wochen zuvor hatten wir noch einen längeren Trainingsblock mit überwiegend Grundlagentraining eingeschoben“, erzählt Teichmann, der angesichts der weißen Pracht in Liberec einigermaßen beruhigt dem ersten Wettbewerb entgegensieht. „Vor einem Jahr konnte man ja nicht wirklich von einer WM- Generalprobe sprechen.“

Allerdings könnten gerade die Schneemassen zum Problem werden. „Axel liebt es, auf einem festen Untergrund zu laufen. Da könnte es langsam aufhören zu schneien“, sagt Behle, verweist aber auch darauf, dass es auf die Tagesform ankommt. „Die Bedingungen kommen demjenigen zugute, der gut drauf ist. Die Strecken jedenfalls sind anspruchsvoll und absolut WM-würdig“, betont der Bundestrainer, der auch auf die guten Rahmenbedingungen hinweist. „Wir sind bestens untergebracht, jeder Sportler hat ein Einzelzimmer mit Internet und Fernsehen. Die Voraussetzungen für gute Leistungen jedenfalls sind gegeben.“

Sollte es nicht mit dem erhofften ersten Edelmetall für Teichmann gleich im ersten Rennen klappen, wartet am Sonntag die zweite Chance. In der Doppelverfolgung ist der Thüringer immerhin Titelverteidiger. In beiden Rennen kann er sich der Unterstützung des wiedererstarkten Tobias Angerer gewiss sein. Der Vachendorfer ist derart gut in Form gekommen, dass er Teichmann sogar gefährlich werden könnte.

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