Marokko
Die marokkanische Fußball-Nationalmannschaft. (Foto: Str/EPA / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Vorfreude auf die erste WM-Teilnahme seit 20 Jahren ist in Marokko groß, die Aussicht auf den zweiten Achtelfinaleinzug nach 1986 aber nur gering.

Bei ihrem insgesamt fünften Endrundenstart bekommen es die Löwen vom Atlas in der Gruppe B neben Außenseiter Iran mit Europameister Portugal und Ex-Weltmeister Spanien zu tun. Dem Team des französischen Trainers Hervé Renard (49) droht damit wie 1970, 1994 und 1998 das schnelle Ende des WM-Abenteuers.

Prunkstück der Mannschaft ist die Abwehr, die vom früheren Bayern-Profi Medhi Benatia dirigiert wird. Der 31-Jährige vom italienischen Meister Juventus Turin ist der unumstrittene Anführer des Afrikameisters von 1976.

Einen noch höheren Marktwert als Benatia hat allerdings ein Bundesligaprofi: Amine Harit vom Vizemeister Schalke 04. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler soll die Offensive der Marokkaner, von denen nur drei ihr Geld in der heimischen Liga verdienen, ankurbeln. Den deutschen Fans bestens bekannt ist auch Aziz Bouhaddouz vom Zweitligisten FC St. Pauli.

Mit der DFB-Auswahl kreuzten sich Marokkos WM-Wege bisher zweimal. 1970 verloren die Nordafrikaner in der Vorrunde mit 1:2, 1986 im Achtelfinale durch ein Tor von Lothar Matthäus mit 0:1.

FACTBOX:

Trainer:Hervé Renard
Star:Medhi Benatia (Juventus Turin)
WM-Teilnahmen:5
Größter WM-Erfolg:Achtelfinale 1986
Bilanz gegen Deutschland:0-0-4
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