Team-Wettbewerb bei der WM droht zu platzen

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Deutsche Presse-Agentur

Bei den alpinen Ski-WM in Val d'Isère droht der Team-Wettbewerb zu platzen. Die Damen-Cheftrainer beklagten den eisigen Zustand der schwierigen Herren-Strecke, auf der im Team-Wettbewerb am 11. Februar auch die Damen ihren Super-G fahren sollen.

Sollte sich daran nichts ändern, werde man die Damen dort nicht starten lassen, sagte Kanadas Cheftrainer Patrick Riml im Namen der Coaches nach einer Besichtigung der Face de Bellevarde. „Wir können die Verantwortung nicht übernehmen.“ Unmut wurde auch mit Blick auf den Damen-Riesenslalom am 12.  Februar geäußert. „Ich glaub zwar nicht, dass da einer zurückzieht, aber das wird keiner so hinnehmen“, sagte der deutsche Chefcoach Mathias Berthold.

Für Damen-Renndirektor Atle Skaardal kam die Kritik nicht überraschend. „Ich habe auch nachgedacht über das Problem, aber ich habe leider noch keine gute Antwort“, sagte Skaardal und bat um ein paar Tage Zeit, um eine Lösung zu finden. Änderungen an dem Kurs, der größtenteils für die Herren gedacht ist, wird es nach Ansicht von deren Renndirektor Günter Hujara nicht geben. „Die Damen sind herzlichst eingeladen, auf der Strecke der Herren ihre Künste zu zeigen“, sagte Hujara. Er habe auf die Problematik seit zwei Jahren hingewiesen, eine Aufrauung der eisigen Piste seit nicht möglich, denn im Falle von Neuschnee brauche man den glatten Untergrund. Er wolle die Strecke nicht kaputt machen und sich neuer Kritik aus dem Herren-Lager auszusetzen, betonte Hujara.

Die schwierige Pistenpräparierung hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Anlass zur Kritik gegeben - und auf der eisigen Strecke wollen die Damen-Trainer ihre Fahrerinnen nicht runterlassen. „Damit verkaufen wir den Damen-Rennsport schlecht. Wir sind hier zum Skifahren und nicht zum Eislaufen“, sagte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl.

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