Team-Weltcup abgebrochen - DSV-Quartett Sechster

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Deutsche Presse-Agentur

Die deutschen Skispringer haben beim wegen zu starken Windes nach einem Durchgang abgebrochenen Team-Weltcup im Skifliegen erneut enttäuscht und nur den sechsten Platz belegt.

Das DSV-Quartett mit Michael Neumayer, Erik Simon, Christian Ulmer und Martin Schmitt kam in Planica auf 664,7 Punkte. Den Sieg sicherte sich Norwegen mit 793,4 Zählern vor Polen (761,9) und Russland (734,6). Mannschafts-Weltmeister Österreich kam mit 715,6 Punkten nur auf Rang vier.

Wie schon am Vortag wurde der Wettbewerb für alle Beteiligten zu einer schier endlosen Nervenprobe. Erst vor den letzten acht Springern im zweiten Durchgang entschied sich die Jury zum Abbruch, nachdem der Wettkampf nach vielen Unterbrechungen schon mehr als 90 Minuten angedauert hatte.

Im ersten Durchgang hatten die DSV-Springer bei ständig wechselnden Bedingungen kräftig Federn gelassen. Startspringer Neumayer markierte mit 188,5 Metern zwar die Bestweite des deutschen Quartetts, blieb aber weit hinter der Konkurrenz um den Finnen Matti Hautamäki, der auf 220,5 Meter kam, zurück. „Schade, dass ich wieder nicht so richtig ins Fliegen gekommen bin“, sagte der Berchtesgadener.

Erik Simon mit 187 Metern und Christian Ulmer mit 174,5 Metern verloren weiter an Boden, den Martin Schmitt nicht mehr gutmachen konnte. Der 31-Jährige blieb mit 178 Metern ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. „Es nutzt ja nichts, über die Bedingungen zu schimpfen. Ich hatte zunächst ein gutes Gefühl, denn in der ersten Flugphase ging es ordentlich. Dann bin ich aber in ein Luftloch gefallen. Es war sehr schwer zu springen“, bilanzierte Schmitt.

Am Sonntag steht das letzte Springen der Saison an, für das nur die besten 30 des Weltcups sowie drei zusätzliche Starter des Gastgebers Slowenien qualifiziert sind. Neben Schmitt und Neumayer vertreten die am Samstag nicht eingesetzten Michael Uhrmann und Stephan Hocke die deutschen Farben.

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