Team-Tour feiert Premiere

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Deutsche Presse-Agentur

Vorhang auf für ein neues Format: Wenige Tage vor den Weltmeisterschaften feiert die mit rund 335 000 Euro dotierte Team-Tour der Skispringer mit den Weltcups in Willingen, Klingenthal und Oberstdorf ihre Premiere.

Etwa 100 000 Fans werden zu den fünf Wettbewerben innerhalb von neun Tagen erwartet, und auch die Athleten und Organisatoren fiebern dem zweiten Highlight der Saison nach der Vierschanzentournee entgegen. „Skispringen in Deutschland ist eigentlich immer etwas ganz Besonderes. Mit der Team-Tour wurde eine neue, attraktive Serie innerhalb des Weltcup-Winters geschaffen, die sich schon bald zu einem echten Klassiker in der Sportszene entwickeln könnte“, erklärte Alfons Hörmann, Präsident des ausrichtenden Deutschen Skiverbandes (DSV).

Für sechs Jahre ist die Team-Tour im Weltcup-Kalender verankert worden und soll sich nach dem Willen der Macher bis dahin zu einer sportlichen und finanziellen Erfolgsstory entwickeln. „Mit der Entscheidung, die Tour bis 2014 fest zu schreiben, ergeben sich natürlich auch großartige Vermarktungsmöglichkeiten“, sagte Walter Hofer, Renndirektor des Internationalen Skiverbandes FIS. Bedenken, dass die Serie nicht einschlagen könnte, hat er nicht: „Die Athleten und Zuschauer wünschen sich eine Stärkung des Team-Formats und mehr Identifikation. Diesen Erwartungen tragen wir mit der neuen Wettkampfserie Rechnung.“

Auch die Organisatoren sind von dem neuen Produkt überzeugt. „Alle Athleten springen am liebsten dort, wo etwas los ist. Und das ist an allen drei Stationen der Fall. Die Serie wird einen zusätzlichen Spannungsbogen im Weltcup bieten. Das kann ein tolles Produkt werden“, sagte DSV-Marketingdirektor Stefan Krauß. Der DSV hat daher auch in finanziell schwierigen Zeiten keine Kosten und Mühen gespart. „Wir müssen den einen oder anderen Euro in die Hand nehmen, um im Fernsehen präsent zu sein und unsere Verträge zu erfüllen. Wichtig ist, dass man die Sponsoren bei Veranstaltungen in Deutschland präsentiert, weil es da eine andere Resonanz gibt in den deutschen Medien als bei Wettkämpfen in Skandinavien oder Übersee“, begründete Sportdirektor und Generalsekretär Thomas Pfüller das Engagement.

Auch Pfüller glaubt daran, dass sich das neue Format schnell etablieren wird. „Wenn sich diese Team-Tour zum großen Highlight neben der Vierschanzentournee entwickelt, und davon bin ich überzeugt, dann wird kein Top-Springer diese Tour auslassen. Zumal ja auch ganz schöne Summen im Raum stehen“, sagte Pfüller.

Immerhin winkt der besten Nation ein Siegerscheck in Höhe von 100 000 Euro, auf dessen Gewinn die Österreicher um Weltcup-Spitzenreiter Gregor Schlierenzauer erste Anwärter sind. In die Gesamtwertung gehen die Ergebnisse der beiden Mannschafts-Wettbewerbe am 7. und 15. Februar sowie die Resultate der jeweils zwei besten Springer jeder Nation bei den drei Einzel-Springen am 8., 11. und 14. Februar ein.

Die DSV-Springer sehen der Premiere mit Spannung entgegen. „Tourneespringen haben immer einen besonderen Reiz. Die rasche Abfolge der Wettkämpfe erfordert einen langen Atem. Und der Spannungsbogen reicht über mehrere Tage, bis der Sieger feststeht. Dass am Ende der Team-Tour eine Mannschaft ganz oben stehen wird, macht das ganze besonders interessant“, sagte Martin Schmitt. Und Michael Uhrmann meinte: „Das Springen vor heimischem Publikum ist immer ganz besonders speziell. Ich freue mich sehr auf diese drei Orte und dieses neue Format.“

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