„Stelzen-Sprinter“ Pistorius auf Intensivstation

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Schwäbische Zeitung

Johannesburg(dpa) - Südafrikas beinamputierter Sprinter Oscar Pistorius liegt nach einem Bootsunfall auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Johannesburg.

„Wir wissen nicht genau, was passiert ist und versuchen das herauszubekommen“, sagte sein Manager Peet van Zyl am. „Er war in einen Bootsunfall auf dem Vaal River verwickelt. Das Ausmaß der Verletzungen und Details über den Hergang können wir erst erfahren, wenn er rauskommt.“

Der 22 Jahre alte Pistorius hatte bei den Paralympics im vergangenen Jahr in Peking drei Goldemdaillen gewonnen. Bekannt wurde der „Blade Runner“, wie er genannt wird, weil er versucht hatte, sich ein Startrecht bei den „normalen“ Leichtathleten einzuklagen. Der Weltverband IAAF hatte jedoch auf Grundlage eines vorläufigen Gutachtens, das Biomechanik-Professor Gert-Peter Brüggemann von der Sporthochschule Köln angefertigt hatte, beschlosen, dass Pistorius nicht an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen durfte. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte diese Entscheidung jedoch aufgehoben, da es nicht nachgewiesen werden könne, dass ihm seine Protesen einen Vorteil verschaffen.

Pistorius verpasste dann aber die Qualifikation für die Sommerspiele. Der Südafrikaner war ohne Wadenbeine auf die Welt gekommen, später wurden ihm die Füße amputiert.

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