Stabhochspringer Scherbarth siegt

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Deutsche Presse-Agentur

Stabhochsprung-Asse auf Formsuche: Hallen-Europameister Danny Ecker (5,50 Meter), Routinier Tim Lobinger und der Olympia-Achte Raphael Holzdeppe (je 5,40) hatten beim Internationalen Hallen-Meeting der Leichtathleten in Düsseldorf im Kampf um Platz eins das Nachsehen.

Eine Woche vor den deutschen Hallen-Meisterschaften stahl ihnen der junge Leverkusener Tobias Scherbarth, der mit 5,70 Meter für den einzigen deutschen Erfolg sorgte, vor 2500 Zuschauern die Schau.

Wie bei den Olympischen Spielen in Peking stürzte die US-Amerikanerin Lolo Jones auch am Rhein. Während ihr in China der Patzer bei der vorletzten Hürde passierte und Gold kostete, stolperte die Hallen-Weltmeisterin diesmal bereits an der ersten. Das Aus nutzte Yvette Lewis (USA) zum Sieg in 8,06 Sekunden. Absagen musste wegen einer Oberschenkelverletzung der kubanische Hürdensprinter Dayron Robles. Dafür ließ die ebenfalls von der Zuckerinsel kommenden Dreispringerin Yargelis Savigne nichts anbrennen und gewann mit 14,62 Metern.

Über die 400 Meter war in diesem Jahr keiner schneller auf der Welt als David Gillick. Der Ire gewann in starken 46,18 Sekunden. Der Olympia-Zweite Ahmed Ismail (Sudan) lief der Konkurrenz in 1:46,76 Meter davon. Im 60-Meter-Sprint der Frauen lief die 37-jährige Chandra Sturrup (Bahamas) in 7,17 Sekunden der Hallen-Weltmeisterin Angela Williams (USA/7,22), die nur Dritte wurde, deutlich davon.

Bei den Männern setzte sich DaBryan Blanton(USA) in 6,59 Sekunden gegen seinen zeitgleichen Landsmann Mark Jelks durch. Der Olympia-Siebte von 2004, Tobias Unger (Kornwestheim-Ludwigsburg) wurde in 6,67 Sekunden nur Sechster. Er verpasste damit die EM-Norm um 1/100 Sekunde. „Langsam muss ich in Tritt kommen, sonst wird es eng“, sagte er mit Blick auf die Qualifikation für die Hallen- Europameisterschaft Anfang März in Turin.

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