Sperre und Geldstrafe für VfB-Stürmer Silas Katompa Mvumpa

Silas Katompa Mvumpa
Wurde für drei Monate gespielt: VfB-Angreifer Silas Katompa Mvumpa. (Foto: Tom Weller / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Stürmer Silas Katompa Mvumpa vom Bundesligisten VfB Stuttgart wegen unsportlichen Verhaltens für drei Monate gesperrt.

Zudem muss der Kongolese eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro zahlen, wie der Verband am Freitag mitteilte. Der Spieler und sein Club haben dem Urteil zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig.

Der VfB hatte am Dienstag öffentlich gemacht, dass der Offensivmann bislang unter falschem Namen gespielt hat und ein Jahr älter ist als bislang angegeben. Zuvor hatte sich der elffache Torschütze der vergangenen Saison, der für die Schwaben bisher als Silas Wamangituka aufgelaufen war, den Clubverantwortlichen anvertraut.

Geständnis wirkt sich strafmildernd aus

Er sei „Opfer von Machenschaften seines ehemaligen Spielervermittlers“ geworden, schrieb der VfB. „Sein Geständnis wirkte sich strafmildernd aus, ebenso wie die Tatsache, dass er auch mit seiner wahren Identität eine Aufenthaltserlaubnis und ein Spielrecht als Profifußballer in Deutschland erhalten hätte“, heißt es nun in der DFB-Mitteilung.

„Dass Silas vom DFB sanktioniert wird, war ihm und uns klar und muss nach den Statuten auch so sein“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. „Das Urteil berücksichtigt zugleich die besonderen Umstände seines Falls. Wir sind froh, dass der sportgerichtliche Aspekt auf DFB-Ebene damit für Silas abgeschlossen ist.“

Der VfB hatte den Stürmer 2019 für rund acht Millionen Euro Ablöse vom Paris FC geholt. Nach Angaben der Stuttgarter lebte er während seiner Zeit in Paris in einem Abhängigkeitsverhältnis zu dem Berater und habe „augenscheinlich“ weder auf sein Konto noch auf seine Papiere Zugriff gehabt. Der 22-Jährige wird nach einem im März erlittenen Kreuzbandriss wohl erst im Herbst sein Comeback geben. Die vom DFB verhängte Sperre gilt bis einschließlich 11. September.

© dpa-infocom, dpa:210611-99-955153/2

Kader des VfB Stuttgart

VfB-Mitteilung zu Silas

DFB-Mitteilung zu Silas

Silas-Steckbrief auf der VfB-Homepage

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Faktencheck

Faktencheck: Machen Impfungen gegen das Coronavirus Frauen unfruchtbar?

Seit Tagen kursiert im Netz eine Petition mit dem Ziel, alle Tests mit Corona-Impfstoffen sofort zu stoppen. Aufgesetzt haben sie der Lungenarzt und ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg und der Ex-Vizepräsident des Arzneimittelherstellers Pfizer, Michael Yeadon. 

Die beiden Initiatoren der Petition sind in Sachen Corona-Skeptizismus und Fake-News keine Unbekannten. Wodarg wurde in den vergangenen Monaten immer wieder wegen Falschmeldungen zum Corona-Virus kritisiert.

Andreas Kleber wird in den Kreis der aktuellen Mannschaft des Kleber Post herzlich aufgenommen (von links): Geschäftsführerin Re

22 Jahre nach der Insolvenz gibt es die endgültige Versöhnung mit der Familie Kleber

Es ist wie eine Versöhnung der Kleber Post mit seiner Geschichte und der Familie Kleber, deren Name untrennbar mit dieser gastronomischen Institution in Bad Saulgau verbunden bleibt. Das Restaurant des Hotels erhielt den Namen „klebers“ und Andreas Kleber nahm an diesem besonderen Akt der Familienzusammenführung in Bad Saulgau persönlich teil.

Die kleine Feier begann mit Verspätung. Andreas Kleber hatte für die Bahnfahrt von Schorndorf nach Bad Saulgau einen Umweg über Memmingen und Lindau gewählt.

Auf den Sandhügeln am Seezugang haben sich am Sonntag Schaulustige und Gaffer positioniert.

Helfer retten 63-Jährigen aus Baggersee - und müssen sich mit Gaffern herumärgern

Innerhalb von wenigen Tagen mussten Rettungskräfte zwei Mal zum Einsatz an den Baggersee in Jettkofen ausrücken. Am Freitag stellte es sich als ein Fehlalarm heraus, am Sonntag war die Lage ernster. Kommandant Eugen Kieferle rechnet mit weiteren Einsätzen, er will seine Truppe ausrüsten und ausbilden – und fordert Respekt an der Einsatzstelle.

Am frühen Freitagabend wurde eine Person im See vermisst. Noch auf der Anfahrt konnte der Einsatz aber abgebrochen werden, da diese bereits wieder auf der Liegewiese aufgefunden werden konnte.

Mehr Themen